HLRS und HPE

„Hawk“ wird der weltweit schnellste Industrie-Rechner

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Dietmar Müller

Das HLRS und HPE kooperieren beim Bau eines Supercomputers der nächsten Generation namens „Hawk“.
Das HLRS und HPE kooperieren beim Bau eines Supercomputers der nächsten Generation namens „Hawk“. (Bild: HPE)

Das Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS) und Hewlett Packard Enterprise (HPE) kooperieren beim Bau eines Supercomputers der nächsten Generation für das HLRS. Das neue System namens „Hawk“ ist 3,5-mal schneller als das aktuelle System und wird der weltweit schnellste Supercomputer für die industrielle Produktion sein.

Hawk soll die computergestützten Ingenieurswissenschaften und Forschung in Wissenschaft und Industrie unterstützen, um Anwendungen in den Bereichen Energie, Klima, Mobilität und Gesundheit voranzubringen. Er basiert auf der nächsten Generation von HPEs High-Performance-Computing-Plattform, die mit einem EPYC-Prozessor von AMD mit dem Codenamen Rome ausgestattet ist, wird eine theoretische Spitzenleistung von 24 petaFLOPS aufweisen und aus einem Cluster mit 5.000 Knoten bestehen. Das derzeitige System des HLRS Hazel Hen hat eine Spitzenleistung von 7,42 petaFlops.

"Wir freuen uns sehr, dass Hawk verglichen zu unserem aktuellen Supercomputing-System eine deutliche Leistungssteigerung bringt", so Prof. Dr. Michael M. Resch, Direktor des HLRS. "Profitieren wird davon insbesondere unsere Nutzer-Community aus Computeringenieuren in der akademischen Forschung und Industrie, da damit die Durchführung von viel komplexeren Simulationen möglich ist."

Der Bau von Hawk wird voraussichtlich 38 Millionen Euro kosten. Die Finanzierung erfolgt unter der Schirmherrschaft des Gauss Centre for Supercomputing (GCS), dem Zusammenschluss der drei Bundeshöchstleistungsrechenzentren in Deutschland. Die Mittel werden zu gleichen Teilen vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereitgestellt.

Nächster Schritt in Deutschlands High-Tech Strategie

Anknüpfend an den jüngsten Rollout von Höchstleistungsrechnern der nächsten Generation im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching (LRZ) und Jülich Supercomputing Centre (JSC) – den zwei weiteren Mitgliedern des GCS neben dem Höchstleistungszentrum Stuttgart – ist das neue HPC-System des HLRS der nächste Schritt in Deutschlands High-Tech Strategie auf dem Weg in Richtung Exascale-Computing.

Der Einsatz von AMDs EPYC-Prozessoren soll konkurrierende Prozessoren in den beiden anderen GCS-Zentren ergänzen. Man verfolge das Ziel, den Nutzern eine Auswahl an verschiedenen Computerarchitekturen anzubieten. Darüber hinaus verwenden AMDs EPYC-Prozessoren ein Speichersubsystem, das sie besonders geeignet macht für Simulationen - wie beispielsweise in der numerischen Strömungssimulation, der Molekulardynamik und anderen Forschungsbereichen.

Zusätzlich zu neuen Hardware-Designs sieht der Vertrag eine vierjährige Zusammenarbeit von HLRS und HPE vor, die sich auf Nutzeranwendungen, technischen Support, Datenanalyse und maschinelles Lernen konzentriert. Und auch AMD wird weiter mitmischen: "Wir freuen uns sehr, zusammen mit HPE den zukünftigen Hawk-Supercomputer des HLRS zu bauen", sagte Forrest Norrod, Senior Vice President und General Manager bei AMD Datacenter and Embedded Systems Group.

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Naja mit 122 PetaFlos ist der Summit doch noch eine ecke schneller ...  lesen
posted am 16.11.2018 um 16:43 von Unregistriert


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