Bis 2025 voraussichtlich etabliert Gartner: Drei Nachhaltigkeitstechnologien für die Zukunft

Von Martin Hensel

Die Marktforscher von Gartner sehen Cloud Sustainability, Carbon Footprint Measurement und Advanced Grad Management Software als drei aufstrebende Nachhaltigkeitstrends. In ein bis drei Jahren sollen sie laut den Experten im Mainstream ankommen.

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Nachhaltigkeit wird laut Gartner in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema bleiben.
Nachhaltigkeit wird laut Gartner in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema bleiben.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay )

„Ökologische Nachhaltigkeit kann nicht nur die Aufgabe einiger weniger Branchen sein. Wenn es darum geht, unser Klima zu schützen, dann muss nachhaltiges Wirtschaften auch eine weltweite Priorität sein“, äußert Annette Zimmermann, Research Vice President von Gartner. Der Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft werde ebenso disruptiv sein wie die industrielle oder digitale Revolution. „Dies wird neue Technologien, neue Geschäftsmodelle, neue Strategien und neue Prozesse erfordern“, so Zimmermann.

Drei Trendthemen identifiziert

Gartner hat in diesem Sinne drei Themen identifiziert, die bis 2025 im Mainstream ankommen sollen. Dazu zählt Cloud Sustainability: Hierbei handelt es sich um den Einsatz von Cloud-Services, um Nachhaltigkeitsvorteile in wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Systemen zu erzielen.

Gartner geht davon aus, dass Cloud-Provider bezüglich einer transparenten Klimaschutzstrategie in den kommenden drei Jahren zunehmend unter Druck geraten werden. Die Marktforscher erwarten sogar, dass die Kohlenstoffemissionen der Hyperscaler bis 2025 zu einem der wichtigsten Kriterien bei Cloud-Kaufentscheidungen werden.

„Public-Cloud-Dienste bieten großes Nachhaltigkeitspotenzial, da sie IT-Operations zentralisieren und im Rahmen eines Shared-Service-Modells in großem Maßstab betreiben können, was zu höherer Effizienz bei der Datenverarbeitung führt“, erklärt Zimmermann. Betreiber von Public Clouds könnten zudem für Nachhaltigkeit sorgen, indem sie zum Beispiel ihre Rechenzentren in die Nähe von erneuerbaren Energiequellen verlegen.

CO₂-Bilanz im Fokus

Dementsprechend sieht Gartner auch im Carbon Footprint Measurement ein wichtiges Zukunftsthema. Dabei handelt es sich um die Messung des CO₂-Fußabdrucks eines Produkts oder einer Dienstleistung. Hierbei können speziell indirekte Emissionen in der Wertschöpfungskette schwierig zu erfassen sein, obwohl sie manchmal sogar den Großteil aller Emissionen eines Unternehmens ausmachen. Gartner erwartet deshalb eine Zunahme von Technologien, die eine transparente Berichterstattung in diesem Bereich ermöglichen.

Als drittes Trendthema nennen die Marktforscher Advanced Grid Management Software. Sie umfasst Überwachungs-, Steuerungs- und Datenerfassungssysteme (SCADA) sowie Energieverwaltung und operationalisierte Echtzeitfunktionen auf Basis physischer und Machine-Learning-Modelle. Derartige Software wird von Stromnetzbetreibern genutzt, um Ressourcen im gesamten Netz zu überwachen, für Systemstabilität zu sorgen und Investitionen hinauszuzögern. Die Marktforscher schätzen, dass etwa 5 bis 20 Prozent der Unternehmen in diese Technik investieren und dass dieser Anteil in den kommenden ein bis drei Jahren erheblich steigt.

„Moderne Netz-Management-Software wird die Energiewende unterstützen, indem sie Stromversorgunger in die Lage versetzt, aktive Netzmanager zu werden und Instabilitäten auszugleichen, die durch die zunehmende Menge an intermittierenden erneuerbaren Energien entstehen“, verdeutlicht Zimmermann.

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