Ausbruch geplant?

Fünf Wege aus Datensilos

| Autor / Redakteur: Xavier Guérin* / Ulrike Ostler

Gefangen im Silo? Xavier Guérin, Vice President Western Europe bei Datastax, gibt fünf Tipps für die Planung von Fluchtwegen.
Gefangen im Silo? Xavier Guérin, Vice President Western Europe bei Datastax, gibt fünf Tipps für die Planung von Fluchtwegen. (Bild: gemeinfrei: LEEROY Agency auf Pixabay)

Bessere Entscheidungen, individuelle Kundenerlebnisse, beschleunigte Innovationen und schnelles Krisen-Management — wer Daten richtig verwendet, kann nur davon profitieren. Doch oft stecken sie in Silos fest.

Das Wissen um den Wert der Daten ist angekommen, und doch gelingt es vielen Unternehmen nicht, den nächsten Schritt zu gehen. Grund hierfür sind Silos, in denen Daten isoliert gemanagt werden und somit unternehmensübergreifend nur einen sehr begrenzten Wertbeitrag liefern können.

Nur wer diese Silos aufbricht, erlangt die wertvollen Einblicke, die schlussendlich den begehrten Wettbewerbsvorteil bringen. Wie Unternehmen das gelingt, legen nachfolgend fünf wertvolle Tipps dar:

1. Machen Sie Datensilos zum Top-Thema

Datensilos lösen sich nicht in Luft auf. Wer sie loswerden will, muss das weit oben auf seine Agenda setzen. Es gilt, einen umfassenden (und das heißt nicht zwangsläufig auch umfangreichen) Plan zu entwickeln, wie genau Sie Ihre Silos aufbrechen wollen. Dabei sollten auch alle Mitarbeiter involviert sein, denn häufig bestehen isolierte Datenpools in Fachabteilungen. Was oftmals helfen kann, ist ein dediziertes Team, das den Konsolidierungsprozess überwacht und somit einen reibungslosen Ablauf gewährleistet.

2. Vermeiden Sie Vendor Lock-ins

Laut dem Gartner-Papier „3 Ways That Hybrid Cloud for DBMS Will Drive Your Data Management Strategy“ werden bis 2020 rund 75 Prozent der Unternehmen, die ihre Daten in einer Public Cloud verwalten, einem Vendor Lock-in unterliegen. Das wiederum macht die Migration von Daten von einer Plattform auf eine andere kostspielig und zeitaufwändig.

Doch es gibt zukunftsfähige Alternativen, die Ihnen die Möglichkeit bieten, von überall auf Daten zuzugreifen und diese jederzeit zu migrieren. Steigen Sie auf Plattformen oder Datenbanken um, die Ihnen als Unternehmen die Autonomie über die eigenen Daten zurückgeben und brechen Sie damit Datensilos auf — oder vermeiden von vorneherein deren Entstehung.

3. Stärken Sie die Kommunikation und Zusammenarbeit

Viele Datensilos entstehen aufgrund mangelnder Kommunikation zwischen Abteilungen oder Teams. Während das Marketing-Team seine Inhalte beispielsweise auf „Google Drive“-Ordner verteilt verwaltet, kann es sein, dass die Kollegen aus dem Sales alle Assets in ihrem Dropbox-Konto speichern. In den meisten Fällen sind sich beide Gruppen nicht darüber bewusst, wie die jeweils andere ihre Dateien speichert, geschweige denn um welche Daten es sich handelt.

Die Lösung? Offene Kommunikation. Sobald Mitarbeiter offen und regelmäßig miteinander kommunizieren, lösen sich solche Silos fast von selbst auf. Mit einer aktiv gelebten Kommunikationskultur im Unternehmen sinken die Risiken, dass Datensilos unbemerkt bleiben oder überhaupt entstehen.

4. Vereinfachen Sie die IT-Infrastruktur

Hand aufs Herz: Die Anzahl an Technologien, die moderne Unternehmen heute brauchen, um profitabel wirtschaften zu können, ist schon jetzt kaum zu überblicken. Dabei steigt sie noch weiter. Oftmals befinden sich mehr als fünf verschiedenartige Datenbanken gleichzeitig im Einsatz. Auf welcher dann welche der unzähligen Anwendungen läuft, ist kaum nachvollziehbar.

Die Folge ist ein schier endloses Gewirr an Datensilos. Wird die Infrastruktur vereinfacht und konsolidiert, löst das diese Silos auf. Das gelingt unter anderem durch Lösungen, die Daten unabhängig vom Format managen können. Ein Beispiel ist „DataStax Enterprise“, eine multimodale NoSQL-Datenbank, die für die Hybrid Cloud entwickelt wurde. Diese speichert Daten im jeweils geeigneten Format, zum Beispiel als Grafik, Dokument, Key-Value oder JSON. Das macht den Einsatz verschiedener Datenbanken obsolet – und wirkt gleichzeitig der Bildung von Datensilos entgegen.

5. Denken Sie den Umgang mit Ihren Daten neu

Wissen Ihre Mitarbeiter, wo Sie Ihre Daten ablegen sollen oder welche Systeme ihnen dafür zur Verfügung stehen? Ist das nicht der Fall, können Sie es ihnen kaum verübeln, dass Sie Ihre Daten an verschiedenen Orten speichern und so versehentlich Datensilos aufbauen.

Die Unternehmen müssen ihre Datenschätze besser nutzen, doch die kommen häufig nicht 'dran oder können sie nicht integrieren. Also: Weg mit den Datensilos! so Xavier Guérin, Vice President Western Europe bei Datastax.
Die Unternehmen müssen ihre Datenschätze besser nutzen, doch die kommen häufig nicht 'dran oder können sie nicht integrieren. Also: Weg mit den Datensilos! so Xavier Guérin, Vice President Western Europe bei Datastax. (Bild: Datastax)

Stellen sie daher sicher, dass alle in Ihrem Unternehmen wissen, wie sie mit Daten umgehen sollten und welche Plattformen erlaubt sind. Auf diese Weise minimieren sie die Entstehung von Datensilos und reduzieren gleichzeitig Schatten-IT.

Auch wenn Datensilos branchenübergreifend noch weit verbreitet sind, gibt es noch Hoffnung. Erstellen Sie einen Plan wie Sie die Silos aufbrechen wollen, konsolidieren Sie Ihre IT-Infrastruktur, sorgen Sie für eine offene Kommunikationskultur, und geben Sie Ihren Mitarbeitern Prozesse zur Datenspeicherung an die Hand – dann profitieren Sie schon bald von einer ganzheitlichen Sicht auf Ihre Daten und können das volle Potenzial darin ausschöpfen.

* Xavier Guérin ist Vice President Western Europe bei Datastax.

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