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Das Rechenzentrum auf dem Tablet Frisch und innovativ – die Yandree Datacenter-Dokumentation

Redakteur: Ulrike Ostler

Für die Dokumentation von Infrastrukturen in Rechenzentren müssen heute häufig voneinander unabhängige Datensysteme herhalten. Daher ist eine übergreifende Auswertung kaum möglich. Informationen sind nur mit beträchtlichem Aufwand zu erzeugen. „Dee Cee Squeezer“ von Yandree soll diese Quellen abgleichen und dabei die Qualität der Daten erhöhen.

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Yandree will die RZ-Dokumentation vereinfachen und zugleich konsistenter, also: zutreffender, gestalten.
Yandree will die RZ-Dokumentation vereinfachen und zugleich konsistenter, also: zutreffender, gestalten.
(Bild: Yandree)

Obwohl schon zehn Jahre im Geschäft (siehe: Kasten), wurde Andreas Gsell, der Erfinder von Dee Cee Squeeze und Geschäftsführer bei der österreichischen Yandree GmbH, in diesem Jahr von den Analysten der Broad Group als "Young Talent of the Year“ nominiert. Ziel des Einsatzes seines Softwarewerkzeugs kann entweder die Verbesserung der bestehenden Datensysteme sein – die vorhandenen Systeme werden nicht abgelöst – oder die Überführung der Daten in ein neues, umfassenderes Dokumentationssystem. Hier kommen sowohl Datacenter-Infrastrcture-Management-Tools (DCIM) als auch eine Configuration Management Datenbanken (CMDB) in Frage.

Dee Cee Squeezer greift die Daten aus unterschiedlichen Zuliefer-Systemen ab.
Dee Cee Squeezer greift die Daten aus unterschiedlichen Zuliefer-Systemen ab.
(Bild: Yandree)
Voraussetzung dafür, dass eine klare Sicht auf die Informationen, also eine RZ-Dokumentation möglich ist, besteht in der Qualität der abgegriffenen Daten. Yandree definiert drei wichtige Kriterien: die Struktur beziehungsweise die Systeme, in der Daten abgelegt werden, die Verfügbarkeit dieser Systeme und damit der Daten und die Qualität der Daten an sich.

Struktur

Unter Struktur versteht Yandree das System, in dem eine Dokumentation abgelegt ist. Das reicht vom menschlichen Gehirn eines Mitarbeiters bis hin zu einem ganzheitlichen System wie einer CMDB oder einem Data Center Infrastructure Management (DCIM) Tool. Dazwischen liegen unterschiedliche Abstufungen, je nachdem, wie „strukturiert“ oder „unstrukturiert“ Daten abgelegt sind.

Verbesserung in diesem Bereich bedeutet zum Beispiel, die "ad-hoc" Information eines Mitarbeiters zu verschriftlichen, schriftliche Aufzeichnungen zu digitalisieren, unstrukturierte Informationen in eine Tabellenkalkulation oder eine Datenbank zu portieren, voneinander unabhängige strukturierte Datenquellen zu integrieren, oder letztlich alle Daten in ein holistisches System zu migrieren und alle vorhandenen Dokumentationsquellen abzulösen.

Verfügbarkeit

Oft unterschätzt bei Überlegungen bezüglich Verbesserung einer Dokumentation ist die Verfügbarkeit der Daten. Was, zum Beispiel, nützen Expertensysteme, wenn sie nur wenige Mitarbeiter bedienen können? Zumal diese Mitarbeiter nicht selten durch andere Aufgaben (Stichwort "Tagesgeschäft") stark belastet sind und dringend benötige Auswertungen nicht zeitgerecht liefern können. Oder wie hilfreich sind diese Systeme, wenn sie von einzelnen Abteilungen gepflegt und außerhalb dieser Gruppen nicht abgefragt werden können?

Verbesserung der Verfügbarkeit bedeutet, Daten zugänglich zu machen, ungeachtet der Abteilung, die sie pflegt und ungeachtet der zeitlichen Möglichkeiten der Mitarbeiter, die Systeme bedienen.

DCIM-Systeme im oberen Preissegment bieten eine Web-basierte Oberfläche mit vereinfachter Bedienung, um rasch standardisierte Auswertungen abrufen zu können. Unternehmen, für die ein Tool dieser Komplexität nicht die angemessene Lösung darstellt, werden auf die Verfügbarkeit der Dokumentation ein besonderes Augenmerk legen müssen.

Qualität

Allerdings wird bei Überlegungen zu einer Verbesserung der Dokumentation selten über die Frage der Datenqualität des vorhandenen Datenbestandes nachgedacht - zumindest nicht laut. Man scheint davon auszugehen, dass ein neues, moderneres System auch die Datenqualität verbessert und sicherstellt.

Doch das ist nicht oder nur sehr bedingt der Fall. Plant ein Unternehmen eine Migration aller vorhandenen Datenquellen in ein neues, umfassendes System um die aktuellen, verstreuten Dokumentationsinseln abzulösen, ist es unabdingbar, dass vor dieser Migration die Daten gründlich auf die Kriterien der Datenqualität hin (Korrektheit, Vollständigkeit, Genauigkeit, Aktualität, Redundanzfreiheit, Einheitlichkeit, Eindeutigkeit…) überprüft werden. Diese Überprüfung dem neuen System zu übertragen und somit in die Phase der Migration zu verlagern, führt zwangsweise zu kritischen Problemen bei der Systemeinführung. Probleme, die durch rechtzeitiges Agieren vermeidbar sind.

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