Serverkonsolidierung: Schneller ROI durch geringere Strom- und Raumkosten

ERGO Versicherungsgruppe virtualisiert Serverlandschaft mit VMware

06.02.2009 | Redakteur: Ulrich Roderer

„Virtualisierung ist der Erfolgsfaktor“, Wolfgang Schön, Geschäftsführer des internen IT-Dienstleisters ITERGO
„Virtualisierung ist der Erfolgsfaktor“, Wolfgang Schön, Geschäftsführer des internen IT-Dienstleisters ITERGO

Die ERGO Versicherungsgruppe startet eine große Servervirtualisierungs-Kampagne. 1000 Server sollen konsolidiert werden, bis zu 16 Server teilen sich nach der Konsolidierung eine physikalische Maschine. So reduzieren sich Energie- und Platzbedarf.

Mit über 17 Mrd. Euro Beitragseinnahmen ist ERGO eine der großen europäischen Versicherungsgruppen. ERGO ist weltweit in über 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. Das Unternehmen betreut in Deutschland rund 15 Millionen Kunden. „Eine einheitliche IT-Plattform über unsere Marken hinweg sorgt für schnelle Abwicklungen, denn viele Geschäftsvorfälle werden markenübergreifend bearbeitet“, erklärt Wolfgang Schön, Geschäftsführer des internen IT-Dienstleisters ITERGO und verantwortlich für die IT-Infrastruktur.

Speziell in der Versicherungsbranche steigen die IT-Anforderungen zudem durch grundlegende (EU-) Reformen wie Solvency II, EuroSOX oder die Gesundheitsreform in Deutschland stark an. Um den neuen Compliance-Regeln und zunehmend technischen Herausforderungen wie Hochverfügbarkeit, Datensicherheit und Business Continuity gerecht zu werden, hat die ITERGO das Projekt AREAL ins Leben gerufen. Dieses Projekt nutzt die Virtualisierung als einen wesentlichen Baustein zur Erreichung dieser Ziele. „Virtualisierung ist die passende IT-Strategie, um unsere vielschichtigen Anforderungen zu erfüllen“, sagt Schön.

Serverkonsolidierung

Die ITERGO konsolidierte bereits vor fünf Jahren ihre Server und halbierte die Anzahl. Mit der Virtualisierungstechnik wird jetzt der Betrieb und das Management mehrerer individueller Applikationen auf einem gemeinsamen physikalischen Server ermöglicht, ohne Seiteneffekte zu riskieren.

In der ersten Projektphase von AREAL sollen bis Ende 2009 rund 300 Server in virtuellen Maschinen arbeiten. Nach dem zweiten Schritt sollen es dann 1.000 virtuelle Server sein. „Wir haben uns gezielt für VMware entschieden, weil wir nur hier die passenden Management-Tools, etwa VirtualCenter und VMotion, für unsere komplexe Umgebung und unseren spezifischen Bedarf gefunden haben“, erklärt Schön. Hintergrund: Die ITERGO hat aktuell rund 1.700 physikalische Maschinen im Rechenzentrum. Nach Abschluss des Projekts sollen je rund acht virtuelle Server auf einer physikalischen Maschine laufen. Mit der von VMware für alle virtualisierten Anwendungen ermöglichten Failover-Technik werden bei Hardware-Defekten sogar Konsolidierungsraten von 1:16 erreicht.

Schneller ROI

Das AREAL-Projekt hat 840 Mann-Tage Arbeit bis zur Virtualisierung des 300. Servers vorgesehen, dazu kommen die Lizenzgebühren für die virtuelle Umgebung. „Durch die Einsparung bei den Energie- und Raumkosten werden wir die Ausgaben für das Projekt finanzieren“, zieht Schön Bilanz. So spielten bei einem vergleichbaren Projekt der Konzernmutter Münchener Rück allein die gesenkten Energiekosten von 500 virtualisierten Servern die Projektkosten wieder ein. Aber es geht beim AREAL-Projekt nicht nur um Kosteneinsparungen: „Wenn man hohe Verfügbarkeit, Flexibilität und Umsetzungsgeschwindigkeit für IT-Services braucht, ist Virtualisierung der beste Ansatz“, erklärt Schön.

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