Datacenter für die Digital Edge

Equinix plant für dieses Jahr 12 neue Rechenzentren und 23 Erweiterungen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Bereitstellung neuer Rechenzentrumskapazitäten soll es Equinix-Kunden, ihre IT-Infrastruktur und -Services in mehr als 50 Märkten möglichst nah an der Digital Edge zu positionieren.
Die Bereitstellung neuer Rechenzentrumskapazitäten soll es Equinix-Kunden, ihre IT-Infrastruktur und -Services in mehr als 50 Märkten möglichst nah an der Digital Edge zu positionieren. (Bild: Equinix)

Rund 1,73 bis 1,92 Milliarden Dollar will Equnix noch 2019 in den Bau und Ausbau von Rechenzentren investieren. Dabei sollen weltweit zwölf neue „International Business Exchange“-Datacenter eröffnet werden und 23 bestehende IBX-Rechenzentren ausgebaut werden.

Co-Locator wie Equinix spielen eine strategische Rolle bei der digitalen Transformation globaler Unternehmen, für deren Umsetzung zunehmend ein direkter und privater Zugang zu Kunden und Partnern erforderlich ist. Das Equinix-Angebot setzt sich zusammen aus Zugang zu Clouds, Netzwerken und Dienstleistungen.

Equinix betreibt derzeit 202 IBX-Rechenzentren in 24 Ländern und 52 Märkten auf einer Gesamtfläche von 22,2 Millionen Quadratmetern. Über die Plattform verbinden sich rund 9.800 Kunden miteinander, darunter mehr als 1.800 Netzwerkbetreiber und mehr als 2.900 Cloud- und IT-Dienstleister, für die mehr als 341.000 Gesamtverbindungen innerhalb des Equinix-Ökosystems bereitstellt werden. Nahezu die Hälfte der Fortune 500- und 35 Prozent der Forbes Global 2000-Unternehmen sind Kunde des Datacenter-Dienstleisters.

Noch vergleichsweise ist neu ist das Thema Edge-Computing, das nicht nur Compute und Storgae-Kapazität in intelligenten Endgeräten erfordert, sondern auch Rechenzentren, die einerseits skalieren und andererseits kurze Latenzen ermöglichen können. Und das müssen nach Interpretation von Equinix nicht unbedingt Micro-Datacenter sein.

Charles Meyers, CEO, Equinix, sagt: „Die digitale Transformation prägt nahezu jede Branche auf der ganzen Welt. Daher denken Unternehmen heute anders darüber nach, wie sie mit den einzelnen Elementen ihrer Lieferkette interagieren und entscheiden sich zunehmend für eine Cloud-basierte, verteilte und hybride Architektur. Um dieses Ziel umzusetzen, muss die Architektur an der Digital Edge implementiert werden. Hier ist das Equinix-Ökosystem angesiedelt, das dank der Investitionen, die wir 2019 und darüber hinaus tätigen, seine unübertroffene globale Reichweite weiter ausbauen wird.“

Die folgenden neuen IBX-Rechenzentren werden 2019 eröffnet und gegebenenfalls direkt mit anderen Equinix IBX-Rechenzentren im entsprechenden Markt per Glasfaserkabel verbunden.

Neueröffnungen in Q1

Paris – Im März 2019 eröffnete Equinix „PA8“, sein achtes IBX-Rechenzentrum im Pariser Markt, das als erster Neubau für das Hyperscale-Geschäft ausgelegt ist. Equinix verzeichnete bereits früh Erfolge mit PA8, das gegenwärtig zu 60 Prozent vermietet ist.

Shanghai – Im Februar 2019 eröffnete Equinix sein fünftes IBX-Rechenzentrum in Shanghai. Das „SH6“ IBX-Rechenzentrum in der Freihandelszone Pudong ist die größte Equinix-Einrichtung in Shanghai und dient dort als zentrale Anlaufstelle für den Handels- und Finanzdienstleistungssektor.

Geplante Neueröffnungen in Q2

Helsinki – Wie am 28. November 2018 angekündigt, eröffnet Equinix mit „HE7“ sein siebtes IBX-Rechenzentrum in Helsinki. Helsinki dient als digitales Tor, das Russland mit den baltischen Staaten und dem restlichen Europa direkt miteinander verbindet.

London – Im April 2019 eröffnete Equinix sein achtes IBX-Rechenzentrum in London, um der wachsenden Nachfrage in diesem strategisch wichtigen Markt nachzukommen. Einschließlich der laufenden Expansionsprojekte investiert Equinix über 1,2 Milliarden Dollar in den Auf- und Ausbau seiner Präsenz im Großraum London.

Sofia – Wie am 4. Oktober 2018 angekündigt, baut Equinix auch seine Präsenz in Bulgarien aus und eröffnet mit „SO2“ sein zweites IBX-Rechenzentrum in Sofia. Bulgarien ist ein strategisch wichtiger Standort auf dem Balkan mit Zugang zur EU, zur Türkei und zum Kaukasus.

Tokio – Um der wachsenden Nachfrage nach verstärkter Vernetzung im Cloud- und Finanzdienstleistungssektor nachzukommen, eröffnet Equinix mit „TY11“ sein elftes und größtes IBX-Rechenzentrum in Tokio.

Geplante Neueröffnungen in Q3

Melbourne – Wie am 11. März 2019 angekündigt, eröffnet Equinix sein viertes IBX-Rechenzentrum in Melbourne, „ME2“. Equinix IBX-Rechenzentren in Melbourne stellen hochwertige Netzwerk- und Cloud-Konnektivität bereit und ermöglichen den direkten Zugriff auf den „Victoria Internet Exchange“. Darüber hinaus bieten die Equinix-Rechenzentren in Melbourne Kunden den direkten Zugang zur zweitgrößten Wirtschaftsregion Australiens.

Seoul – Südkorea ist eine der 15 größten und digital fortschrittlichsten Volkswirtschaften der Welt. Sie zeichnet sich durch eine hohe Bandbreite und moderne Anwendungen aus, von der die lokale Wirtschaft profitiert. Um diesen wachstumsstarken Markt zu unterstützen, eröffnet Equinix mit „SL1“, wie am 14. Januar 2019 angekündigt, sein erstes IBX-Rechenzentrum in Südkorea.

Sydney – Wie am 27. Januar 2019 angekündigt, eröffnet Equinix sein achtes IBX-Rechenzentrum in Sydney, „SY5“. Dabei handelt es sich als Equinix größte Rechenzentrumsanlage in Australien.

Warschau – Equinix investiert weiter in Osteuropa und eröffnet „WA3“, sein drittes IBX-Rechenzentrum in Warschau, Polen. Warschau ist die Hauptstadt der zweitgrößten Volkswirtschaft Osteuropas und ein beliebter Standort für den regionalen Hauptsitz großer multinationaler Unternehmen.

Geplante Neueröffnungen in Q4

Hamburg – Mit „HH1“, dem ersten IBX-Rechenzentrum in Hamburg, erweitert Equinix seine Präsenz in Deutschland auf insgesamt vier Standorte. Wie am 10. Januar 2019 angekündigt, wird HH1 nahe der Nordsee errichtet, und ermöglicht Kunden somit den Zugang zu strategisch wichtigen Landepunkten von Unterseekabeln. Von dort aus wird Hamburg dank seiner idealen Lage zusätzlich als Verbindungspunkt für die landkabelgebundene Verbindung mit Frankfurt dienen.

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13.02.19 - Equinix, Inc., globaler Anbieter von Interconnection- und Rechenzentrumsdienstleistungen, eröffnet in diesem Jahr sein erstes Rechenzentrum in Hamburg. Rund 36 Millionen Dollar investiert Equinix in den Kauf sowie in den Um- und Ausbau des Rechenzentrums „HH1“ am Vierenkamp, das voraussichtlich im dritten Quartal 2019 den Betrieb aufnehmen wird. lesen

Singapur – Wie am 7. Januar 2019 angekündigt, eröffnet Equinix sein viertes IBX-Rechenzentrum in Singapur, „SG4“. Es wird im Osten Singapurs in einem der fünf Rechenzentrumscluster des Landes liegen – dem „Tai Seng Industrial Estate“.

Dazu kommen Erweiterungen des Equinix IBX-Ökosystems, insgesamt 23 Projekte, die 2019 in den Märkten Amsterdam, Atlanta, Chicago, Dallas, Frankfurt (drei Ausbauvorhaben), Hongkong (drei Ausbauvorhaben), London (vier Ausbauvorhaben), Madrid, New York, Osaka, Paris, Perth, Seattle, Stockholm und Zürich (zwei Ausbauvorhaben) umgesetzt werden.

Energie-Effizienz

Nach Unternehmensangaben unterliegen sie Planung, der Bau sowie der Betrieb von Equinix Rechenzentren hohen Energie-Effizienzstandards. Außerdem verfolgt Equinix das langfristige Ziel, 100 Prozent seines globalen Energiebedarfs aus sauberen und erneuerbaren Quellen zu decken. Im Jahr 2018 wurden über 90 Prozent der in den globalen Equinix-Rechenzentren genutzten Energie aus sauberen und erneuerbaren Quellen bezogen.

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