CO2-Reduktion von 1,9 Millionen Tonnen

Ein Update der Grafikkarte spart 32 Prozent Energie

| Autor: Ulrike Ostler

Die AMD-Studie berechnet eine Ersparnis bei der CO2-Emmission von 1,9 Millionen Tonnen – und das jedes Jahr!
Die AMD-Studie berechnet eine Ersparnis bei der CO2-Emmission von 1,9 Millionen Tonnen – und das jedes Jahr! (Bild: AMD)

Es hat sich gezeigt, dass Grafikkarten, wenn sie in Servern zur Unterstützung von Prozessoren eingesetzt werden, zu einer deutlichen Verbesserung der Energie-Effizienz beitragen können. Doch wie jetzt die „Radeon RX 480 Carbon Footprint“-Studie von AMD zeigt, kann ein GPU-Update den Energieverbrauch während eines Spielvorgangs um bis zu 40 Prozent senken und 32 Prozent insgesamt.

In der kommenden Woche ab dem 17. August 2016, findet in Köln die „Gamescom“ statt, das weltweit größte Event für Computer-und Videospiele, mit neuen Rekordmarken im Visier: über 800 Aussteller aus rund 50 Ländern und einer zu erwartenden Besucherzahl von 500.000. Computerspiele sind zugleich eine der typischen Aufgaben, für die starke Grafikkarten benötigt werden.

Der direkte Vergleich zweier Radeon-GPUs in typischen Szenarien.
Der direkte Vergleich zweier Radeon-GPUs in typischen Szenarien. (Bild: AMD)

Doch leider benötigen diese auch viel Strom, zu viel Strom. AMD stellt Grafikkarten, APUs und GPUs, her, trägt also wesentlich zum Stromverbrauch in Spiele- und Streaming-Anwendungen bei. Mit der Initiative „20x20“. Die für eine höhere Energie-Effizienz und weniger CO2-Essission stehen soll, hat der Hersteller auch seine „A-Serie“ an APUs und nun auch die auf der „Polaris“-Architektur basierenden „Radeon RX“-Serie hinsichtlich dieser Ziele überarbeitet.

Tatsächlich sparen die jüngsten APU/GPU-Generationen deutlich beim Strombedarf. Das zeigt sich insbesondere im Vergleich zu den AMD-Grafik-Chips, die vor nur zwei Jahren aktuell waren (siehe: Tabelle). In der hauseigenen Studie Radeon RX 480 Carbon Footprint würde ein Upgrade auf das jüngste, bis zu 2.8 mal effizientere Radeon-Modell 40 Prozent an Energie sparen, während gespielt wird. Insgesamt sänke der Energieverbrauch um 32 Prozent. Das entspräche theoretisch einer Kohlendioxid- Reduktion von 1,9 Tonnen, die dann nicht an die Atmosphäre abgegeben würden – und zwar Jahr für Jahr.

Da es den meisten Menschen durchaus schwer fällt, sich Metriken bezogen auf Watt vorzustellen, rechnet die AMD-Studie das in weitere Mengenangaben um:

  • Wie die non-profit Umweltschutzorganisation „American Forrest“ mitteilt, ist ein durchschnittliches Auto für den Ausstoß von rund 8.320 Pfund CO2 verantwortlich. Das aber würde bedeuten, dass sich durch den Austausch älterer Grafikkarten mit Radeon RX 480 so viel Kohlendioxid einsparen ließe, wie 500.000 Autos in einem Jahr produzieren.
  • Die NC State University kann ein Baum rund 48 Pfund CO2 pro Jahr umwandeln. Das aber bedeutete, dass eine Steigerung der Energie-Effizienz durch Radeon RX 480 einen Gegenwert von 88,2 Millionen Bäumen hätte.
  • Auch die Kostenersparnis hat die AMD-Studie berücksichtigt, zumindest was die US-Strompreise anbelangt. Demnach würden 2,8 Milliarden Kilowattstunden eingespart und damit etwa 350 Millionen Dollar an Energiekosten. Mit diesem Strom ließen sich 289.000 US-Haushalte für ein Jahr versorgen.

Die AMD-Studie berechnet eine Ersparnis bei der CO2-Emmission von 1,9 Millionen Tonnen – und das jedes Jahr!
Die AMD-Studie berechnet eine Ersparnis bei der CO2-Emmission von 1,9 Millionen Tonnen – und das jedes Jahr! (Bild: AMD)

Über eine PC-Verwendungsdauer von drei Jahren, würde ein System mit neuer Grafikkarte während des Spielens rund 888 Kilowattstunden weniger verbrauchen, also 112 Dollar weniger Stromkosten erzeugen und 613 Kilogramm Kohlendioxid sparen.

Über die Studie

Die Berechnungen gehen von Verkaufszahlen im Jahr 2015 aus; in diesem Jahr setzte AMD rund 15,8 Millionen GPUs der Performance-Klasse ab. Die Zahlen wurden auf Effizienzwerte der AMD-GPU „Radeon R9 390“ angelegt und mit denen von Radeon RX 480 verglichen. Zudem wurde angenommen, dass rund 2,2 Stunden pro Tag gespielt würde und die Stand-by-Zeit bei etwa 5 Stunden läge.

Übrigens: Die Messe Köln ist nicht in Lage zu sagen, wie viel Megawatt an Strom während der Gamescom verbraucht wird.

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