Virtualisierung von Citrix – nicht ohne Microsoft

Die V-Alliance von Citrix und Microsoft sorgt für übergreifende Virtualisierung

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Derzeitiger Status der V-Alliance

Der Microsoft-CEO Steve Ballmer macht sich für die V-Alliance stark. Bild: Microsoft (Archiv: Vogel Business Media)

Das Ziel der V-Alliance definiert Andreas Pink, Senior Microsoft Relationship Manager bei Citrix folgendermaßen: „Die Kooperation unserer beiden Unternehmen hat die Aufgabe, den Kunden eine kosteneffiziente End-to-End-Infrastruktur und eine durchgängige Lösungsstrategie vom Rechenzentrum bis zum Frontend anzubieten, die aus einer Hand kommt und sich flexibel an veränderte Geschäftsanforderungen anpassen lässt.“

Das wird durch einen gemeinsamen Lösungs- und Argumentationsansatz, eine gemeinsame Produktentwicklung und ein einheitliches Lösungsangebot realisiert. Kunden erhalten dadurch individuell zugeschnittene und flexible Produkte, die genau dem jeweiligen Bedarf entsprechen.

Die V-Alliance liefert also ein „End-to-End“-Virtualisierungs-Know-How, das auf einem aufeinander abgestimmten Produktportfolio von Citrix und Microsoft in Kombination mit der Beratung und Implementierung durch die Channel-Partner basiert. So lässt sich beispielsweise dank der Kooperation mit dem „Microsoft System Center“ in Verbindung mit dem „Citrix Xen App-Connector“ eine Umgebung verwalten, die aus „Hyper-V“-Servern, Terminal-Servern auf Basis von „Windows Server 2008“ und „Xen App“, virtualisierten Xen-App-Anwendungen und virtualisierten Desktops mit Virtual PC besteht.

Durchgängige Virtualisierung

Momentan liegt der Schwerpunkt der V-Alliance ganz klar auf der Management-Ebene. Das Ziel dabei ist, den „Microsoft System Center Virtual Machine Manager“ immer mehr zu erweitern, so dass er heterogene Umgebungen, die aus den Virtualisierungsprodukten von Citrix und Microsoft bestehen, nahtlos verwalten kann.

Abgesehen davon verfolgt Microsoft zurzeit das Ziel, sich – ähnlich wie Apple – mehr als zuvor an den Consumer anzunähern (in diesem Zusammenhang sei nur auf den angeblich für „Windows 8“ geplanten App-Store verwiesen). Auch hierbei kann die Kooperation zwischen Citrix und Microsoft von Nutzen sein, da Citrix große Erfahrung beim Umgang mit verschiedenen Endgeräten mitbringt.

Planungen für die Zukunft

Abgesehen von den bereits genannten Punkten plant die V-Alliance, im nächsten Jahr noch produktiver auf dem Markt aufzutreten, beispielsweise mit gemeinsamen Vertriebsteams. Darüber hinaus liegt auch ein verstärkter Fokus auf Aktivitäten für Cloud-Umgebungen.

Generell lässt sich sagen, dass von der V-Alliance in den nächsten Monaten noch viele interessante Impulse ausgehen werden, da beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit in allen Bereichen der Server-, Anwendungs- und Desktop-Virtualisierung vorantreiben wollen.

Der Autor:

Dr. Götz Güttich leitet das Testlabor „IAIT“ in Korschenbroich.

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