Das Software-Entwicklungsprojekt zwischen Dresden und München

Die Pact AG und Saxonia Systems im virtuellen Projektraum agil unterwegs

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Scrum oder Wasserfall?

Zwar sind diese Bedingungen bei Software-Entwicklungsprojekten nicht ungewöhnlich, für die einzelnen Projektmitarbeiter und für das Projekt selbst stellt eine Arbeit über verteilte Standorte aber immer eine Herausforderung dar, zumal Saxonia schon seit Längerem auf das agile Projektmodell Scrum setzt.

Die Münchner Firmenzentrale der Pact AG.
Die Münchner Firmenzentrale der Pact AG.
(Bild: Pact AG)

Denn im Gegensatz zum Wasserfall-Modell, bei dem der Software-Entwicklungsprozess aus klar voneinander getrennten einzelnen Phasen besteht, die nacheinander abgearbeitet werden, setzt Scrum auf ein freieres, schlankeres und flexibleres Projektvorgehen, bei der Auftraggeber und Auftragnehmer sukzessive während der Umsetzung die einzelnen Anforderungen definieren. Diese werden in Aufgaben, so genannte User Stories, übertragen, über deren Umsetzung ein Scrum-Master wacht.

„Einer der zentralen Vorteile des Scrum-Modells ist der andauernde, direkte Austausch mit dem Auftraggeber“, erläutert Andreas Mönch, Vorstand der Saxonia AG. „Dies wirkt sich positiv auf die Realisierungszeit aus und garantiert, dass nur das umgesetzt wird, was der Auftraggeber auch wirklich benötigt. Wenn sich Anforderungen erst im Verlauf der Entwicklungsarbeit genau definieren lassen, hat man mit Scrum keine Schwierigkeiten, das Projekt entsprechend anzupassen. Das Vorgehen ist also äußerst zielorientiert.“

Für die erforderliche Abstimmungsnähe trotz verteilter Entwickler-Teams bot Saxonia das eigene Collaboration- und Projekt-Management-Tools Eteo an. Mönch führt aus: „In dieser ganz eigenen ‚Entwicklungsumgebung‘ erleben Mitarbeiter dank Video-Technik die Arbeit über verteilte Standorte wie die Arbeit in einem großen gemeinsamen Büro – unterstützt von einem intelligenten Scrum-Projekt-Management-Tool auf Basis von ‚JIRA‘.“

Ein Team, zwei Orte, ein Office

Eteo kombiniert nach Herstellerangaben „hochwertige und genau auf die räumlichen Gegebenheiten angepasste Telepräsenz-Systeme mit interaktiven Scrum-Aufgabenboards zur Visualisierung des Projektfortschritts“. Die verteilten Projektarbeitsräume verfügen über Monitore, die die gesamte Breite einer Bürowand einnehmen.

Auf diesen Monitoren wird das Bild des anderen Projektraums dargestellt – in einem permanenten Video-Stream. Durch eine intelligente Kameraperspektive vermittelt Eteo so den Teilteams auf der Auftragnehmer- und der Kundenseite den Eindruck, sie säßen in einem Raum.

Zusammen mit einem entsprechend abgestimmten Audio-System, das eine direkte, natürliche Kommunikation erlaubt, wird die Illusion perfekt. Daneben steht in allen Projekträumen ein Eteo-Board bereit. Die Aufgaben-Boards nutzen das Task- und Bug-Tracking-System „Atlassian JIRA“ und synchronisieren alle Veränderungen, die an einem der Boards vorgenommen werden, in Echtzeit mit den Boards der anderen Standorte. Damit sind alle Teammitglieder immer auf demselben Informationsstand.

Revisionssichere Sprints

Die Boards stellen alle Funktionen, wie sie ein analoges Scrum-Modell fordert, bereit. Sie kombinieren sie mit einer intuitiven Benutzeroberfläche und einer komfortablen Touch-Gesten-Steuerung. Dank der Eteo-Boards arbeiten die verteilten Teams über die gesamte Projektdauer hinweg transparent, effizient und in revisionssicheren Sprints zusammen.

Aufgabenzettel, sogenannte User Stories, müssen nicht mühsam von Hand auf einem Flipchart verwaltet und anschließend in die Projekt-Management-Software eingegeben werden, und sie gehen auch nicht mehr verloren. Ein zeitaufwendiges Suchen oder ein Nachbearbeiten daraus resultierender Fehler wird dank der durchgängigen Abbildung und Archivierung aller Prozessschritte mit Eteo vermieden.

Saxonia stellte für das Projekt die Technik, bestehend aus Monitoren, Audio- und Video-Systemen sowie den Aufgabenboards, bereit. Pact wiederum stellte die benötigte Infrastruktur zur Verfügung, das heißt: einen breitbandigen Netzwerkzugang und einen passenden Projektraum. Innerhalb einer Woche war das gesamte System aufgebaut und produktiv.

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