Größter Infrastrukturumzug der DE-CIX-Geschichte

DE-CIX in Frankfurt: „Das Internet zieht um“

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

DE-CIX nutzt beim Umzug einen halbautomatischen Optical Distribution Frame (ODF), einen sogenannten Patch-Roboter.
DE-CIX nutzt beim Umzug einen halbautomatischen Optical Distribution Frame (ODF), einen sogenannten Patch-Roboter. (Bild: DE-CIX)

der Internet-Knoten-Betreiber DE-CIX in Frankfurt hat in den vergangenen Monaten den nach eigenen Angaben größten Infrastrukturumzug der Unternehmensgeschichte bewältigt. Man habe rund 15 Kilometer Glasfaserkabel verlegt sowie über 40 Prozent des gesamten Datenverkehrs störungsfrei verlegt.

Insgesamt über 450 Kunden seien am weltgrößten Internet-Knoten vom Standort „Frankfurt 7“ (im Rechenzentrum von Level3) während des Live-Betriebs in den Standort „Frankfurt 12“ (bei den Rechenzentrumsbetreibern Equinix und Itenos) auf den Campus Kleyerstrasse umgezogen.

„Mit diesem Umzug stellen wir uns mit neuer Technik auf das weitere Wachstum beim DE-CIX in Frankfurt ein. Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Datenkapazität unserer Kunden vor Ort im Vergleich zu 2016 um über 20 Prozent gesteigert. Wir erwarten einen weiteren massiven Anstieg über die nächsten fünf bis zehn Jahre und sind dafür bestens vorbereitet“, begründet Harald A. Summa, Geschäftsführer von DE-CIX, den Schritt.

Bereits in diesem Frühjahr seien in nur einer Nacht vier Terabit Anschlusskapazität vom alten Standort DE-CIX 7 zum neuen Standort DE-CIX 12 in Frankfurt migriert worden – insgesamt 18 Kunden, etwa 40 100 GE-Ports und mehrere 10 GE-Ports mit einem Datenverkehr von 1,2 Terabit pro Sekunde.

DE-CIX hat bei diesem Umzug als erster Internet-Knoten weltweit einen so genannten Patch-Roboter genutzt. Dieser Optical Distribution Frame (ODF) (siehe: Video) ist nun anstelle eines Standard-Racks und Patch-Panels für die Kundenanbindung im Einsatz und erhöht die Effizienz bei Umzug und Neubezug der Kunden um ein Vielfaches. Denn die Bereitstellung oder das Upgrade eines Ports kann jetzt innerhalb von wenigen Minuten abgeschlossen sein, ohne dass ein Techniker physisch eingreifen muss.

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