Warum OpenStack?[Gesponsert]

Das perfekte Management für die Multi Cloud

| Autor: Dr. Dietmar Müller

OpenStack am Beispiel der Open Telekom Cloud.
OpenStack am Beispiel der Open Telekom Cloud. (Bild: © Syda Productions - stock.adobe.com)

Seit der CeBIT im vergangenen Jahr offeriert die Deutsche Telekom ein eigenes Public-Cloud-Angebot für Geschäftskunden. Die Infrastructure-as-a-Service-Lösung „Open Telekom Cloud“ wird in den Rechenzentren von T-Systems in der Nähe von Magdeburg gehostet und unterliegt damit deutschem Recht. Das ist ein gewichtiges Argument für die Nutzung dieses Angebots. Das andere lautet OpenStack.

Wieso ist die offene Cloud-Architektur OpenStack für die Telekom so wichtig? Nun, zuallererst sorgt es dafür, dass darauf aufgesetzte Angebote wie die Open Telekom Cloud zukunftssicher sind, und zwar langfristig. Ein Heer von Programmierern entwickelt das offene System stetig weiter. Die OpenStack Foundation hat mittlerweile mehr als 60.000 Mitglieder in fast 200 Ländern, aktuell 667 Unternehmen unterstützen das Projekt, das bis heute mehr als 20 Millionen Zeilen Code hervorgebracht hat.

Im Februar 2017 ist mit „Ocata“ das 15. Release erschienen, Ende August kam „Pike“. Viele weitere werden folgen, da die aktuellen Entwickler nicht einfach wieder abspringen werden. Eine Umfrage der OpenStack Foundation vom April dieses Jahres belegt, wie stark OpenStack weiterhin wächst: Verglichen mit dem Vorjahr ist die Zahl der Implementierungen um 44 Prozent angestiegen. Zu den jüngsten Produktionsimplementierungen in Europa und China gehören China UnionPay, Paddy Power Betfair sowie Tencent, wo man OpenStack zum Betrieb von WeChat einsetzt.

Weiteres großes Plus des Projektes: Da der Quellcode frei zugänglich ist, verspricht es maximale Transparenz und Sicherheit. Deutlich mehr jedenfalls als vergleichbare proprietäre Lösungen, in die prinzipiell Backdoors jedweder Art eingebaut sein könnten.

Sicherheit wird auch in anderer Hinsicht großgeschrieben: Die Cloud-Plattformen, die die Deutsche Telekom gemeinsam mit ihren Partnern aufsetzt, erfüllen Anforderungen insbesondere an den Datenschutz, die beispielsweise eine Amazon-Cloud nicht erfüllt. Dazu zählen Cloud-Infrastrukturen, die in deutschen Rechenzentren der Telekom betrieben werden. Diese entsprechen den deutschen und europäischen Datenschutzanforderungen, was bei der Amazon-Cloud nicht gegeben ist. Amazon unterliegt der amerikanischen Rechtsprechung.

Noch mehr als Transparenz und Sicherheit sticht bei den Anwendern das Höchstmaß an Flexibilität, das OpenStack seinen Nutzern offeriert: Zum einen können sie selbst ihre eigenen Ideen in das Projekt einbringen, zum anderen erlaubt OpenStack den jederzeitigen Wechsel zu einem anderen Anbieter, Was die Gefahr eines Vendor-Lock-in reduziert. „Wenn Sie beispielsweise eine Microsoft-Cloud nutzen und dann aus irgendwelchen Gründen einen Strategiewechsel vollziehen, haben sie dank des proprietären Ansatzes ein Problem“, erklärt Kurt Garloff, OpenStack Cloud Architect bei T-Systems. „Sie haben viele Ressourcen eingesetzt, etwa für die Datenmigration und so weiter, die nun verloren sind, da sie den Anbieter wechseln wollen. Mit OpenStack haben Sie dieses Problem einfach nicht. Sie haben, wenn Sie das wollen, immer die Option,“

In anderen Worten: Sollte sich irgendwann einmal ein anderer Anbieter als die Telekom als vorteilhafter erweisen, ist ein Verschieben der Daten dorthin problemlos möglich. Das macht die Nutzung der Open Telekom Cloud ein weiteres mal extrem zukunftssicher.

Komplexität von OpenStack drängt sich nicht auf

So unzweifelhaft die Vorteile von OpenStack sind – es gibt durchaus auch Einschränkungen. Der hohe Freiheitsgrad, den die quelloffene Architektur Anbietern wie Anwendern gleichzeitig beschert, wurde durch eine zunehmende Komplexität der Lösung erkauft. Jedes neue Release macht die Sache sogar noch ein wenig komplizierter, weil immer neue Funktionen und damit zusätzliche Freiheiten eingebaut werden. Das Management einer OpenStack-Umgebung kann eigentlich nur noch von Spezialisten betrieben werden, so wie die Telekom einer ist. Die Nutzung einer Public Cloud wie der OpenStack-basierten Open Telekom Cloud erübrigt die Klärung von Fragen nach benötigten Ressourcen, ausreichenden Speicher und der Art der Infrastruktur. Das alles steht nämlich einfach bereit, und zwar skalierbar ohne Ende.

Unabhängig von der stetig zunehmenden Komplexität ist die Nutzung der Open Telekom Cloud vergleichsweise simpel, der Anwender bekommt von der Komplexität von OpenStack nur so viel mit, wie er denn wissen will. Die graphische Benutzeroberfläche „macht den Einstieg leicht“, wie Sebastian Wenner, Technical Lead - Open Telekom Cloud bei T-Systems, erläutert. „Wer tiefer in die Technik eintauchen will, hat dazu natürlich auch die Möglichkeit. Aber das geht schrittweise, nicht von 0 auf 100. Außerdem gibt es vordefinierte Use Cases mit Referenzarchitekturen, die wir den Kunden zeigen. Anhand derer erschließt sich schnell der Mehrwert, warum es mehr Sinn ergibt, die Cloud bei uns im Rechenzentrum zu betreiben, als bei sich selbst.“

„OpenStack ist die beste Basis für Public Clouds“

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Pike, das 16. Release der Infrastruktur-Software, wurde Ende des Sommers freigegeben und verspricht, so einfach zu sein wie nie zuvor. Es setzt vor allem auf gute Handhabung, Modularität und Skalierbarkeit. So haben die Mitwirkenden an dem aktuellen Release einen beträchtlichen Entwicklungsaufwand in Werkzeuge zum Lebenszyklus-Management wie „Kolla“ gesteckt, mit dem die Verwaltung von Diensten wie „Kubernetes“ und „Ansible“ vereinfacht werden soll.

Aber nicht nur die einfache Handhabung stand im Fokus der Entwickler, im neuen Release haben sie jede Menge weiterer Ideen umgesetzt, so adressiert Pike etwa neuen Bereitstellungsmodelle wie private Clouds als Dienst (Private-Cloud-as-a-Service). Anwender könnten die benötigten Funktionen auswählen und in den eigenen Infrastruktur-Stack integrieren - von bare metal bis hin zur Bereitstellung von Block-Speicher. „Diese Modularität ermöglicht Anwendungsfälle wie Edge-Computing und NFV und zeichnet Pike gegenüber herstellerspezifischen Lösungen vor Ort (on-premise) und auch früheren OpenStack-Versionen aus“, so Jonathan Bryce, Executive Director der OpenStack Foundation.

OpenStack als „Betriebssystem” für die Cloud

Für den OpenStack-Experten Andreas Nemeth, Head of Technology & Operations der Group Innovation Business Applications & Cloud Services bei der Deutschen Telekom, stellt OpenStack nichts weniger als ein Betriebssystem für die Cloud dar.

„Während beispielsweise Windows oder Linux einzelne Ressourcen eines Rechners oder Servers verwaltet, übernimmt OpenStack diese Aufgaben für Ressourcen von vielen Rechnern, die zusammen die Plattform einer Cloud-Umgebung darstellen“, so Nemeth. „OpenStack ist also – einfach erklärt – das Betriebssystem für Cloud-Infrastrukturen.“

Neben OpenStack gibt es natürlich auch andere Betriebssysteme für Clouds: „Die bekanntesten Cloud-Systeme gibt es von Amazon, Google und mittlerweile auch von Microsoft. Um es konkret zu sagen: Bei Amazon sind das die Amazon Web Services beziehungsweise das Amazon Elastic Cloud Computing. Abgekürzt nennen sich diese AWS und EC2. Bei Google heißt das Betriebssystem Google Compute Engine. Die Cloud-Computing-Plattform von Microsoft ist Microsoft Azure.“ Das Problem mit diesen anderen „Cloud-Betriebssystemen“ sei aber deren Proprietarität. OpenStack dagegen gebe die Freiheit zu einem jederzeitigen Wechsel.

Handlungsanweisungen

Wie können Kunden der Deutschen Telekom OpenStack in der Praxis konkret einsetzen? Nun, auch das ist vergleichsweise einfach: Heutzutage sind Applikationen, die auf Cloud-Platformen ausgeführt werden, über verschiedene virtuelle Maschinen (VMs) verteilt. Das Web-Interface der Open Telekom Cloud mit dem Namen „Open Telekom Cloud Service Console“ hilft Anwendern, diese VMs, aber auch virtuelle Netzwerke und virtuelle Speicher zu erstellen.

Für die Konfiguration dieser Plattformressourcen kommt die Methode des „Continous Delivery“ (CD), kombiniert mit dem Prinzip des „Infrastructure as Code“ (IaC) zur Anwendung. Wurden Konfigurationen vormals manuell erstellt, beschreibt der Anwender nun seine gewünschte Zielkonfiguration in einer maschinenlesbaren Sprache. Diese Beschreibung setzt ein Automat in Kommandos zur Erstellung der beschriebenen Konfiguration um.

Die Kommandos, die solche Konfigurationsänderungen durchführen, werden über die Application Programming Interfaces (APIs) an die Cloud-Plattform übergeben. Die Open Telekom Cloud bietet hierzu REST-Schnittstellen an, denen in JSON kodierte Nachrichten über das HTTPS-Protokoll an bekannte URI gesendet werden (API-Endpunkte). Diese Schnittstellen können direkt aus Anwendungen bedient werden oder auch über ein einfaches Kommandozeilenwerkzeug (CLI). Wenn gewünscht, lassen sich die CLI-Werkzeuge auch in IT-Automationswerkzeuge, wie z. B. ansible, puppet oder chef integrieren.

Die Telekom offeriert Interessenten ein Testguthaben von 250 Euro, um die Funktionen auszuprobieren. Die Registrierung dauert nur eine Minute. Ein Preisrechner erlaubt es potentiellen Kunden, die einzelnen Services aus dem kompletten Katalog der Open Telekom Cloud auszuwählen – also aus den Bereichen Computing, Storage, Security & Management, Connectivity & Network, PaaS, SaaS und den Inklusiv-Leistungen. Mit nur wenigen Klicks erstellen Sie eine beispielhafte Konfiguration Ihrer persönlichen Open Telekom Cloud.

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