Daten im Keller Das Auswärtige Amt bezieht ein neues Hochsicherheitsrechenzentrum

Redakteur: Ulrike Ostler

Bonn bleibt langfristig zentraler Dienstleistungsstandort der Auslands-IT des Auswärtigen Amts. Das wird unter anderem durch den Bezug eines neuen Hochsicherheitsrechenzentrums nebst Büroräumen im Bonner Bundesviertel untermauert. Der Umzug soll noch in diesem Jahr stattfinden.

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Das Auswärtige Amt bezieht noch 2021 neue Büroräume und ein neues Rechenzentrum in der Nähe der Bundeskunsthalle.
Das Auswärtige Amt bezieht noch 2021 neue Büroräume und ein neues Rechenzentrum in der Nähe der Bundeskunsthalle.
(Bild: Google Streat View)

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) sichert sich mit einem langfristigen Mietvertrag für die Nutzerin Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Bündelung ihrer Auslands-IT ein leistungsstarkes, unterirdisches Hochsicherheitsrechenzentrum nebst aufstehender Büroimmobilie im Bonner Bundesviertel.

Sven Egyedy, Chief Technology Officer des Auswärtigen Amts, sagt: „Die Ansiedelung unseres neuen Rechenzentrums im Bonner Bundesviertel untermauert mit einem sehr langfristigen Mietvertrag ein eindeutiges und klares Bekenntnis zum Standort Bonn mit seinem Cyber Security Ökosystem.“

Am Standort Bonn sind bereits über 150 Beschäftigte im IT-Bereich des Auswärtigen Amtes ansässig. Der Gebäudekomplex mit gesamt 12.000 Quadratmeter Nettofläche, besteht aus 8.000 Quadratmeter Bürofläche sowie 3.000 Quadratmeter unterirdischem Hochsicherheitsrechenzentrum mit 3,2 Megawatt Leistung.

Die Collage schmückt die Seite „150 Jahre Auswärtiges Amt“.
Die Collage schmückt die Seite „150 Jahre Auswärtiges Amt“.
(Bild: Auswärtiges Amt)

Zur Infrastruktur gehört zudem ein nach eigenen Angaben „leistungsfähiges Virtual Private Network“. Dieses ermöglicht zu jeder Tages- und Nachtzeit den Austausch vertraulicher Informationen zwischen der Zentrale und den rund 230 Auslandsvertretungen.

Das neue Rechenzentrum war bis Ende 2020 im Besitz der Deutschen Bank AG. Es liegt in zentraler Lage des Bonner Bundesviertels und wurde bisher durch die Postbank Systems AG betrieben.

Durch die Veräußerung der Sparte an den indischen Tata Konzern stand das Gebäude-Ensemble im strukturierten Bieterverfahren zum Verkauf. Das Family Office der Familie Marc Asbeck Bonn erhielt im September 2020 den Zuschlag zum Kauf der Liegenschaft aus einer Vielzahl von Bietern.

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