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Einsatz für Menschenleben, Hochsicherheit für Patientendaten Dacoso verschlüsselt Verbindung der DRK-Blutspende-Rechenzentren

| Redakteur: Ulrich Roderer

Bei Blutspende geht es nicht selten um Leben oder Tod. Es ist eine Frage der Verfügbarkeit, der Organisation, der Schnelligkeit und der diagnostischen Präzision. Dies alles funktioniert nicht ohne eine hoch-zuverlässige IT.

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Seit 2011 ist das angestammte Rechenzentrum des DRK-Blutspendedienstes in Baden-Baden mit einem Backup-Rechenzentrum in Karlsruhe redundant verbunden. Für die Datensicherheit sorgen Verschlüsselungslösungen von dacoso.
Seit 2011 ist das angestammte Rechenzentrum des DRK-Blutspendedienstes in Baden-Baden mit einem Backup-Rechenzentrum in Karlsruhe redundant verbunden. Für die Datensicherheit sorgen Verschlüsselungslösungen von dacoso.

Der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg deckt mit seinen Blutkonserven ca. 90 Prozent des Klinikbedarfs in Deutschland ab. Damit tagtäglich und rund um die Uhr dringend benötigte Blutspenden zur Verfügung stehen, ist im Hintergrund ein komplexes IT-System erforderlich: ca. 15.000 wöchentliche Blutspenden und rund 2.300 Computer an 35 Standorten werden von 10 IT-Mitarbeitern in der Baden-Badener Zentrale gesteuert.

„Wenn wir aufgrund von IT-Ausfällen Blutkonserven zu spät liefern oder Typisierungen nicht zügig genug vornehmen können, hängen davon womöglich Menschenleben ab “, erklärt Jürgen Rocke, Leiter IT-Infrastruktur, Netze & Server DRK Blutspendedienst Baden-Württemberg. Er sorgt am IT-Headquarter in Baden-Baden mit seinen 10 Mitarbeitern dafür, dass die IT beim Blutspendedienst funktioniert und dass die Daten von Spendern und Patienten sicher sind. Bis zu 30 Jahre lang ist das DRK für diese Daten und ihre Verwendung juristisch verantwortlich.

Die Arbeit der Blutspendedienste in Deutschland unterliegt dabei strengen Auflagen. So muss der DRK-Blutspendedienst etwa gewährleisten, dass Ärzte und Kliniken an 7 Tagen pro Woche rund um die Uhr mit Blutkonserven versorgt werden können. Zudem müssen alle Vorgänge transparent und nachvollziehbar sein. Eine umfassende Dokumentation und eine langjährige Archivierung sind daher Pflicht. Die DRK-Blutbank versorgt fast ganz Deutschland.

Extreme Verfügbarkeit der IT

Seit 2011 ist das angestammte Rechenzentrum des DRK-Blutspendedienstes in Baden-Baden mit einem Backup-Rechenzentrum in Karlsruhe redundant verbunden. Für die Datensicherheit sorgen Verschlüsselungslösungen von dacoso. Im Primärweg ist eine AES-256 Encryption im WDM-System und im Sekundärweg eine BSI zertifizierte Verschlüsselung im WAN im Einsatz.

Hochsensible Daten

„Wie wichtig gerade auch die Datensicherheit auf unserer Seite ist, zeigt folgendes Beispiel,“ sagt Jürgen Rocke: „Wenn Sie etwa als Privatpatient zum Hausarzt gehen, dann testet der Arzt im großen Blutbild rund sechs Parameter. Unsere Labors lesen aus nicht weniger als 35 Parametern.“ Die DRK-Mediziner erhalten so einen unendlich tiefen Einblick in den Gesundheitszustand eines Spenders und oftmals kommt bereits auf den ersten Blick Kritisches zutage: „Unsere Labor-Experten können schon anhand dessen, wie sich das Blut im Erlenmeyer-Kölbchen darstellt – bildet es zum Beispiel sichtbare Schichten von dunkelrot bis hellgelb – sehen, worauf das hindeutet. Anders gesagt: Die sehen, wer welche Pillen zu sich nimmt.“ Hinzu kommen rund sieben HIV-Findlinge im Jahr und eine insgesamt angestiegene Hepatitis-C Entdeckungsrate im dreistelligen Bereich.

Die so erstellten Spender-Daten sind naturgemäß hochsensibel. Und es sind bei weitem nicht die einzigen Daten, die beim DRK archiviert werden, denn die Arbeit des Blutspendedienstes beschränkt sich nicht nur auf die Blutkonserven-Datenbank.

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