Die Hyper-V- und Windows-Integration in OpenStack

Cloudbase.it - die OpenStack-Implementierung für Microsoft

Seite: 3/5

Der Umgang mit und die Lizenzierung von Thin Clients

Eine ähnliche Problematik besteht auch bei Thin-Clients. Die am nächsten liegende Lösung, ein „Mieten virtueller Desktops“ von einer Hosting-Unternehmen (Desktop as a Service) verbietet aber die Windows-Linzensierung. Im konkreten Fall können Unternehmen virtuelle Desktops entweder als einen gehostete Windows-Server-Desktop mieten oder Firmen beauftragen, einen Managed Service Provider (MSP) virtuelle PC-Desktops für sich zu hosten.

Dann lassen sich Windows-Server-Desktops via RDS (Remote Desktop Dienste) zur Verfügung stellen. Desktop-Sitzungen lassen sich nämlich vom Hosting-Anbieter, der über Microsofts Lizenzvereinbarung „Services Provider Licensing Agreement“ (SPLA) verfügt auf monatlicher Basis ans eine Kunden weitervermieten. Das greift aber tatsächlich nur für virtuelle Desktops, die dann pro Nutzer vermietet werden können.

Eine weitere Möglichkeit bestünde darin, einen Managed Service Provider (MSP) dafür zu bezahlen, dass dieser virtuelle Desktops ausführt. Hier stellt der Nutzer/Kunde dem MSP virtuelle Maschinen mit Windows zur Verfügung, die dieser auf seinen Servern hostet, allerdings muss dann jeder einzelne MSP-Server muss einen festen Kunden zugeordnet sein.

Dynamik in der Lizenzierung

Denn Cloud- und Virtualisierungsangebot sparen keineswegs Lizenzkosten. Auch MSPs müssen bei jedem RDP-Zugriff jedes Gerät, das virtuellen Maschinen nutzt, Windows –Lizenzen zahlen, egal ob via Windows mit Software Assurance (Microsofts Programm zur Upgrade-Berechtigung) oder über „Virtual Desktop Access“-Subskriptionen damit gearbeitet wird. Cloud-Szenarien, egal ob mit OpenStack oder mit anderen Lösungen, erfordern aber quasi dynamische Lizenzen.

Immerhin ist in OpenStack mit etwas Aufwand durchaus möglich, eine VM einen dynamischen Lizenzschlüssel mitzugeben. „Glance“, die für das Speichern von Images im OpenStack ObjectStore (Swift) zuständige OpenStack-Komponete würde das jeweilige Image dann als nacktes Image, quasi ohne Gedächtnis, ablegen.

Ein solches Windows-Image darf darüber hinaus in einer Cloud-Umgebung mit keinerlei Hardware-Infrmationen verknüpft sein, wie es für Windows-Images üblich ist. Denn in OpenStack oder einer anderen Cloud-Lösung kann niemand garantieren, dass sämtliche Hypvisor-Nodes auf der gleichen Hardware basieren. Dies wird sich sogar mit steigender Betriebsdauer des Cloud-Setups höchstwahrscheinlich ändern.

(ID:42302304)