Die Hyper-V- und Windows-Integration in OpenStack

Cloudbase.it - die OpenStack-Implementierung für Microsoft

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Die Quantum-Komponente

Die Cloudbase-Etwickler haben daher kurzerhand ein eigenes Quantum-Plugin entwickelt, dass zumindest für einen funktionierenden Netwerk-Stack zwischen Quantum und Hyper-V sorgt, wenn auch KVM/Xen-Server-Linux-Server mit Open vSwitch und Hyper-V-Server damit nicht in der gleichen Quantum-Umgebung laufen. Laut Cloudbase-Founder und CEO Alessandro Pilotti arbeitet das Unternehmen derzeit aber bereits ab einer echten Portierung von Open vSwitch auf Windows.

Open v-Switch
Open v-Switch
(Bild: OpenStack)
Auch die OpenStack-Komponente Cinder, welche virtuelle Maschinen mit persistentem Blockspeicher anbietet, lief bisher nicht unter Windows, bevor die Software von Cloudbase angepasst und mit einem grafischen Installer ausgestattet wurde. So ist es jetzt für OpenStack-Admins möglich, Speicher des Cinder-Volume-Host als Block-Device eine laufenden VM mitzugeben, auch wenn in der Windows läuft.

Die letzte auf der Cloudbase-Webseite zu findende Anpassung für OpenStack trägt die Bezeichnung „Cloud-Init for Windows“. Das ist ein von Cloudbase für Windows angepasste Variante des normalerweise in OpenStack-Umgebungen eingesetzen Linux/Unix-Shell-Srkipts „cloud-init“. Das Skript wickelt praktisch das allererste Initialisieren einer Cloud-Instanz ab.

Dabei setzt das Skript unter anderem den Host-Namen der virtuellen Maschinen, sowie die Default-Werte fest und generiert die benötigten SSH-Private-Keys und fügt sie der Datei .ssh/authorized_keys des zugehörigen Benutzers an. Die Informationen bezieht das von Linux-Gästen beim Starten ausgeführte Skript vom Nova-Metadaten-Server.

Die Windows-Re-Implemention von Cloud-init „codbase-int“ bietet laut Cloudbase mittlerweile mehr Funktionen, als das Original.

Der Autor:

Thomas Drilling ist freier Fachautor und blogt auf DataCenter-Insider.de in „Drillings Open-Source-Eck“.

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