Supercomputing mit Cray und Intel

Aurora soll in einer Exascale-Dimension erstrahlen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Leistung von „Aurora“ ist gleichbedeutend mit einer Quintillion-Fließkommaberechnungen pro Sekunde. Das System soll sowohl Aufgaben für traditionelle Hochleistungscomputer beherrschen als auch Künstliche Intelligenz.
Die Leistung von „Aurora“ ist gleichbedeutend mit einer Quintillion-Fließkommaberechnungen pro Sekunde. Das System soll sowohl Aufgaben für traditionelle Hochleistungscomputer beherrschen als auch Künstliche Intelligenz. (Bild: Argonne National Laboratory des Department of Energy)

Es gibt ein inoffizielles Rennen, das von China und den USA bestimmt wird: Welche Nation bringt den ersten Exascale-Computer an den Start? Nun nennen Intel und Cray ein erstes Datum: 2021 werden die Unternehmen für rund 500 Millionen Dollar einen solchen Supercomputer an das Argonne National Laboratory des Department of Energy liefern.

Ob das Intel/Cray-System mit der Bezeichnung „Aurora“ tatschlich der erste Supercomputer sein wird, der mindestens einen Exaflop beziehungsweise eine Quintillion (eine Milliarde Milliarden) Berechnungen pro Sekunde durchführen kann, ist jedoch unsicher. Denn auch China peilt einen Zeitrahmen von 2020/2021 an, Japan hoffe auf 2021 und die Europäische Union auf 2022/2023.

Doch sicher scheint gar nichts. So sollte es bereits eine Aurora geben. Diese sollte im vergangenen Jahr fertig sein und 180 Petaflops liefern können. Intel wollte „Xeon-Phi“-Chips dafür liefern. Stattdessen stellte Intel die Produktion von Xeon Phi ein.

Nun soll Aurora mit der kommenden Intel-CPU-Generation von Xeon Scalable gebaut werden und zur Beschleunigung die künftigen Intel-Grafikprozessoren, die derzeit die Bezeichnung „Xe´“ tragen, verwenden. Außerdem soll das System „Optane DC Persistent Memory“ von Intel und eine Instanziierung der „Intel OneAPI“ verwenden, die über den „Cray Slingshot Interconnect“ miteinander verbunden werden, sowie 200 „Shasta“-Schränke, die bereits im Supercomputer „Perlmutter“ verwendet werden.

Die Ziele

Es gebt einen enormen wissenschaftlichen Nutzen „für unsere Nation“, der aus Kooperationen wie dieser mit dem Department of Energy, dem Argonne National Laboratory, den Industriepartnern Intel und Cray und einer engen Zusammenarbeit mit der University of Chicago resultierte, erläutert Paul Kearns, Direktor des Argonne National Laboratory. Er sagt: „Argonne's Aurora-System ist für die künstliche Intelligenz der nächsten Generation ausgelegt und wird die wissenschaftliche Entdeckung beschleunigen, indem es Hochleistungscomputer und künstliche Intelligenz kombiniert, um Probleme der realen Welt anzugehen, wie die Verbesserung der extremen Wettervorhersage, die Beschleunigung medizinischer Behandlungen, die Kartierung des menschlichen Gehirns, die Entwicklung neuer Materialien und das Verständnis des Universums - und das ist nur der Anfang.“

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