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Die unterschätzte Datacenter-Ressource 2020: Ein Wind of Change rauscht durchs Rechenzentrum

| Autor / Redakteur: Pete Lumbis* / Ulrike Ostler

Hybrid Cloud, 5G und Open Networking - in den nächsten Monaten wird sich auch im Bereich Datacenter und IT-Architektur einiges ändern und weiterentwickeln. Das muss auch so sein, wenn Unternehmen in Zukunft gerüstet und fit sein wollen für die digitale Transformation. Aber nur all zu oft wird das Netzwerk vernachlässigt. Dabei hat es sich mittlerweile zu einer der wichtigsten strategischen Ressourcen im Unternehmen entwickelt.

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Das Netzwerk ist eine der wichtigsten strategischen Ressourcen im Unternehmen. Dieses Potenzial gehört ausgeschöpft. Doch oft wird es nicht erkannt.
Das Netzwerk ist eine der wichtigsten strategischen Ressourcen im Unternehmen. Dieses Potenzial gehört ausgeschöpft. Doch oft wird es nicht erkannt.
(Bild: Gerd Altmann auf Pixabay)

Wer weiterhin auf Performance, schlanke und schnelle Prozesse sowie Innovationskraft setzen will, muss bei der IT-Architektur beginnen. Hybrid-Cloud ist ein idealer Ansatz, um Schritt für Schritt in die Cloud zu wechseln und individuelle Vorteile zu identifizieren.

Cloud, On-Prem oder Hybrid-Cloud - Wer hat die Nase vorn?

Das Cloud-Wachstum wird sich daher zunächst etwas verlangsamen und das der On-Prem Lösungen nimmt zu. Denn Unternehmen erkennen die tatsächlichen Capex-Kosten ihrer Cloud-Investitionen während gleichzeitig einige der Anbieter ihre Einführungspreise anpassen.

Folglich nehmen Unternehmen die Hybrid-Lösungen als neuen Norm umfassend an. Die Arbeitslasten werden infolgedessen dorthin gepackt, wo sie am besten hinpassen und Unternehmen können so in Bezug auf Flexibilität, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz von vielen Vorteilen profitieren.

Hybrid Cloud-Konnektivität wird vereinfacht

Der Aufbau einer hybriden IT-Infrastruktur kann sich momentan noch komplex und aufwändig darstellen. Denn dieses Set-Up setzt sich aus unterschiedliche Hard- und Software zusammen, das heißt: Rechnern und Applikationen. Damit die Infrastruktur effektiv und effizient laufen kann, müssen Unternehmen in der Lage sein, Set-Up, Netzwerkleistung, Workload-Management, Sicherheit und Kosten sowohl zu kontrollieren, als auch zu überwachen und zu managen.

Mit der zunehmenden Anzahl von hybriden Rechenzentren wird sich der Auf- und Ausbau aber bald stark vereinfachen. Es gibt bereits jetzt eine Reihe von Lösungen, zum Beispiel „Juniper Contral“, um hybride Cloud-Netzwerkstrukturen aufzubauen. Je mehr die hybride Cloud-Konnektivität sich verbreitet, desto eher wird die öffentliche Cloud-Konnektivität wie jede andere B2B-Verbindung aussehen: entweder durch private Peering- oder traditionelle VPN-Tunnel im Gegensatz zu komplexen Overlay-basierten Lösungen.

5G ändert noch nichts

Mobilfunkanbieter werden ihre 5G-Bereitstellungen 2020 weiterhin ausrollen – langsam, aber stetig. Der Verbraucher wird aber vorerst davon keine signifikanten Unterschiede in puncto Service oder Angebot wahrnehmen können.

Doch Unternehmen sollten ihr Rechenzentrum bereits jetzt modernisieren, denn zusammen mit weiteren Innovationen wie KI oder auch IoT, wird die Datenmenge enorm ansteigen und für traditionelle Netzwerke kaum zu bewältigen sein. In Zukunft werden viele Anwendungen eine leistungsstarke All-Flash-Speicherinfrastruktur benötigen mit einem hohen Grad an Automatisierung und einer passenden Netzwerklösung.

Open Networking als Prinzip Zukunft

Bereits 2019 gab es ein deutliches Wachstum an offenen Netzwerken. Immer mehr Unternehmen streben eine Netzwerkautomatisierung an, deshalb werden auch 2020 immer mehr Unternehmen auf Open Networking setzen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Unternehmen müssen sich der Herausforderung stellen, ihre Netzwerkarchitekturen zu skalieren und in einer Weise zu verändern, die den ursprünglichen Designprinzipien überhaupt nicht mehr entsprechen.

Pete Lumbis, Technical Evangelist von Cumulus Networks, erläutert warum das Potenzial von Netzwerken muss spätestens jetzt erkannt und ausgeschöpft werden muss, und zeichnet seine wichtigsten Trends für 2020 auf:
Pete Lumbis, Technical Evangelist von Cumulus Networks, erläutert warum das Potenzial von Netzwerken muss spätestens jetzt erkannt und ausgeschöpft werden muss, und zeichnet seine wichtigsten Trends für 2020 auf:
(Bild: Cumulus Networks)

Ein offenes Netzwerk hingegen besteht aus Standards, Protokollen und Technologien, die offen und erweiterbar sind und nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden sind. Diese Technologien ermöglichen es Unternehmen, das Netzwerk dynamisch zu skalieren und Hardware, Software und Dienste hinzuzufügen, um ihre spezifischen Anforderungen gerecht zu werden.

Offene Netzwerke verwenden ein Open-Source-basiertes Netzwerkbetriebssystem, das auf einer Vielzahl verschiedener Switches installiert werden kann, so dass Unternehmen die Hardware auswählen können, die ihren Anforderungen am besten entspricht.

* Pete Lumbis ist Technical Evangelist von Cumulus Networks.

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