XenCenter vereinfacht das Management der virtuellen Umgebung Workshop: Virtualisieren mit dem Citrix XenServer 5.6, Teil 2

Redakteur: Ulrich Roderer

Der Workshop XenServers 5.6 von Citrix zeigt, wie ein Administrator die Virtualisierungslösung aufsetzt und in sein Netz einbindet. Der Teil 2 beschäftigt sich mit dem Management des Hypervisors.

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Virtualisieren mit dem kostenlosen XenServer 5.6
Virtualisieren mit dem kostenlosen XenServer 5.6
( Archiv: Vogel Business Media )

Sobald die Anfangskonfiguration des Xen Servers abgeschlossen wurde, haben Sie die Möglichkeit, über das Netz mit Hilfe des XenCenters auf den Host zuzugreifen und das System mit einem deutlich leistungsfähigeren und komfortableren Tool als der lokalen Managementkonsole zu verwalten. Die XenCenter-Software läuft unter Windows und kommt als MSI-Datei. Ihre Installation läuft wieder mit Hilfe eines Assistenten ab und wird niemanden vor unüberwindliche Schwierigkeiten stellen.

Wenn Sie die Software nach Abschluss des Setups starten, so prüft sie zunächst, ob Aktualisierungen vorhanden sind und bietet Ihnen dann eine Übersichtsseite, auf der unübersehbar der Befehl zum Herstellen einer Verbindung zu einem Xen Server erscheint.

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Wenn Sie diesen Befehl aufrufen und die IP-Adresse des Servers und ihre Zugangsdaten eintragen, fragt das Xen Center, ob es sich die Credentials merken soll, um das ständige erneute Eingeben der Passwörter überflüssig zu machen. Dieses Feature ergibt vor allem in Umgebungen mit vielen Xen Servern Sinn, da das Hantieren mit mehreren Passwörtern nach dem Programmaufruf schnell lästig werden kann.

Wenn die Software sich die Zugangsdaten „merkt“, gibt es noch die Option, den Zugriff auf das Xen Center selbst mit einem Passwort zu sichern, um zu verhindern, dass beliebige Mitarbeiter Zugriff auf die Serversysteme erhalten. Auf diese Weise ist es möglich, auch große Umgebungen mit nur einem Passwort abzusichern.

Wurde die Verbindung zu einem Server hergestellt, so sehen Sie den Servernamen in einer Baumstruktur auf der linken Fensterseite. Dieser Baum umfasst zudem noch Speichereinheiten wie Festplatten und CD-Laufwerke. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf den Servernamen, so zeigt Ihnen das XenCenter Informationen zur Speicherauslastung, der Prozessornutzung, der Netzwerkaktivität und der Diskauslastung auf dem Server. Unsere nächste Aufgabe in diesem Workshop ist es, dem Server die ISO-Images von Installationsmedien der Gast-Systeme zur Verfügung zu stellen. In unserem Testlabor haben wir zu diesem Zweck diverse ISO-Installationsabbilder von Setup-CDs und –DVDs, beispielsweise von Windows Server 2008 R2, auf einen File-Server kopiert und das Verzeichnis, in dem sie liegen, per Windows-Share freigegeben. Sie sollten für den Workshop eine ähnliche Konfiguration erstellen. Um jetzt vom Xen Server aus auf dieses Windows-Share zugreifen zu können, wechseln Sie auf den „Storage“-Reiter, rufen den Befehl „New SR“ auf und geben im Bereich zum Einbinden einer ISO-Library via CIFS den UNC-Pfad zum Share und die Zugriffsdaten ein.

Eine neue virtuelle Maschine unter Windows

Wenn der Zugriff auf die ISO-Images realisiert wurde, steht der Installation der ersten virtuellen Maschine (VM) nichts mehr im Wege. Wechseln Sie nun auf das Icon „New VM“ und wählen Sie dort das Template „Windows Server 2008 R2“ aus, oder ein Template für ein anderes Windows-System, das Sie gerne installieren möchten. Jetzt startet ein Assistent, der zunächst nach dem Namen der VM fragt und dann wissen will, ob die Betriebssysteminstallation von DVD oder über das Netz erfolgt. Wir geben jetzt das DVD-Image in unserer zuvor angelegten ISO-Library als Quelle an.

Danach definieren wir den Zielserver der Installation, da wir nur einen Xen Server haben, bleibt hier nicht viel zu tun. Anschließend folgen die Angaben zu CPU, Arbeitsspeicher und virtueller Disk, geben Sie hier Daten ein, die den Anforderungen des Gast-Systems entsprechen und die Hardware des Hosts nicht überfordern. Wir verwendeten für den Workshop als Server einen IBM E-Server X3400 und teilten der VM zwei virtuelle CPUs, zwei GByte Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit 40 GByte Kapazität zu.

Im letzten Arbeitsschritt kommt die Netzwerkkonfiguration an die Reihe. Während der Installation hat der Xen Server bereits ein virtuelles Netz angelegt, das mit dem Netzwerkanschluss des Hosts verbunden ist. Dieses ermöglicht den VMs einen Zugriff auf das reale LAN. Für unseren Workshop reicht das als Netzwerk völlig aus, bei Bedarf lassen sich jederzeit mit Hilfe des Xen Centers weitere Netzwerke definieren.

Während des Workshops wählten wir nach dem Erstellen der VM-Konfiguration noch die Option, dass der Server die VM sofort nach dem Anlegen starten sollte. Deswegen konnten wir nach dem Abschluss der VM-Generierung ohne Verzögerung in der Baumstruktur auf der linken Seite auf den Namen der neuen VM wechseln und dann über den Konsolenreiter die Systemkonsole der virtuellen Maschine aufrufen. Dort läuft dann die Windows-Installation ganz normal ab und nach dem Abschluss es Setups ist es möglich, mit dem Gast-System zu arbeiten.

Ähnlich wie bei anderen Virtualisierungslösungen ergibt es zum Schluss noch Sinn, in den Gastsystemen Tools zu installieren, die die VMs optimal an den jeweiligen Virtualisierungshost anpassen und so die Arbeit mit den Guests vereinfachen. Diese Werkzeuge heißen hier „Xentools“ und Sie können sie entweder nach einem Rechtsklick auf den Namen der betroffenen VM im Xen Center oder über ein Icon links oben in der Systemkonsole des Guests einspielen.

Hier finden Sie: Workshop: Virtualisieren mit dem Citrix XenServer 5.6, Teil 1

Hier finden Sie: Workshop: Virtualisieren mit dem Citrix XenServer 5.6, Teil 3

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