Windows NT: Die „neue Technologie“
Zwei Jahre vor dem Release von Windows 95 war Windows NT 3.1 Microsofts erstes richtiges Windows-Betriebssystem. Das OS/2-Erbe bedeutete, dass die NT-Linie bereits vollkommen losgelöst von der DOS-Ebene war; anders als seine „Geschwister“ Windows 3.1 und „Windows for Workgroups“, die immer noch auf ein bereits bestehendes DOS-System aufgesetzt werden mussten. Um das System in die bereits bestehende Produktlinie einzugliedern, wurde die Optik im gleichen Stil wie Windows for Workgroups gestaltet.

Die Versionsbezeichnung 3.1 ergibt sich aus zwei Überlegungen: Zum einen handelte es sich im Grunde genommen um die dritte Version des OS/2-Kernels, den Microsoft in Windows NT 3.1 umbenannte. Laut Microsoft-PR sollte das NT für „New Technology“ stehen, andere Quellen behaupten dagegen, das Unternehmen habe zur Entwicklung des Systems einen RISC-Emulator namens N10 (beziehungsweise „N-Ten“) verwendet. Zum anderen sollte, wie auch durch die Optik, eine bestehende Nähe zu der Anwenderversion Windows 3.1 suggeriert werden – auch wenn die Architektur von Grund auf unterschiedlich war.
Der Arbeitstitel für das spätere Windows NT 3.1 lautete „Portasys“, ein zusammengesetztes Wort aus „Portable System“. Anders als die übrigen Windows-Betriebssysteme waren alle Windows-Versionen, die „NT“ im Namen tragen, nicht ausschließlich auf klassische Intel-Architekturen ausgelegt.
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