Keine Angst vor dem eigenen Schatten

Wie Unternehmen Schatten-IT erfolgreich integrieren

| Autor / Redakteur: Andreas Hartl* / Andreas Donner

Schatten-IT sollte nicht bekämpft sondern genutzt werden, sagt Andreas Hartl, Regional Vice President von Riverbed.
Schatten-IT sollte nicht bekämpft sondern genutzt werden, sagt Andreas Hartl, Regional Vice President von Riverbed. ( © grgroup - Fotolia)

„Schatten-IT“ ist in der Unternehmenswelt inzwischen zu einem festen Begriff geworden – und dort auch weit verbreitet. Doch insbesondere die unautorisierte Software innerhalb des Unternehmensnetzes pauschal zu verteufeln und mit aller Macht zu bekämpfen, ist oft der falsche und ein kontraproduktiver Weg!

Die Entstehung von Schatten-IT ist ein vielschichtiges Thema, aber generell lassen sich zwei Kategorien erkennen, in denen der Trend voranschreitet: Software und Hardware. Dabei überrascht es kaum, dass vor allem immer mehr „Schatten-Software“ auftaucht.

Der Grund dafür ist, dass interne IT-Abteilungen nicht mit den immer schneller werden Innovationzyklen in der Cloud Schritt halten können. Consumer-Technologie entwickelt sich eben mit sehr viel höherer Geschwindigkeit als Unternehmenstechnologie – und Arbeitnehmer greifen dann auch im Beruf lieber auf die Anwendungen und Dienste zu, mit denen sie schon privat vertraut sind.

Für Unternehmen mag sich dies im ersten Moment wie ein Albtraum anhören, da externe Services nicht den internen Anforderungen entsprechen. Aber trotzdem sollten sie diesen Trend nicht aufhalten. Vor allem, weil dies gar nicht möglich ist.

Die veränderte Rolle des CIO

In vielen Unternehmen entscheiden inzwischen zunehmend die Fachabteilungen über die Anschaffung neuer IT-Lösungen. Dies führt auch zu einer veränderten Rolle des CIO und der ganzen IT-Abteilung.

Diesen ist bewusst, dass Arbeitnehmer auch im beruflichen Alltag nicht auf Dropbox, Google Docs und ihr iPhone verzichten möchten: die Anzahl der Anwendungen, die Arbeitnehmer selbst aussuchen und ohne Autorisierung im Unternehmen einsetzen, setzt erfahrene Unternehmensleitungen heute nicht mehr in Erstaunen. Sie verstehen, dass Schatten-IT inzwischen ein fester Bestandteil des modernen und hybriden Unternehmens ist.

Deshalb fallen die Reaktionen auf diese Entwicklung in vielen Unternehmen heutzutage auch anders aus als noch vor einigen Jahren: die meisten Unternehmen versuchen nicht mehr, Schatten-IT zu bekämpfen, bis sie irgendwann als nicht zu verdrängendes Übel zähneknirschend hingenommen wird, sondern finden einen sinnvollen Weg, um mit diesem Trend umzugehen und ihn in die Unternehmenskultur zu integrieren.

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