VDI-Fachkonferenz am 8. und 9. Dezember 2026 in Düsseldorf Wie Rechenzentren trotz Netzengpässen ans Netz kommen

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Die VDI-Fachkonferenz „Energieversorgung für Rechenzentren“ bringt im Dezember Netzbetreiber, Behörden, Juristen und Betreiber an einen Tisch. Sie sucht nach Wegen, wie Projekte schneller ans Netz kommen.

Der Kö-Bogen in Düsseldorf. Anfang Dezember findet die Vdi-Fachkonferenz in Düsseldorf statt.(Bild:  Dusseldorf /Evgenii Klebanov / CC BY 2.0)
Der Kö-Bogen in Düsseldorf. Anfang Dezember findet die Vdi-Fachkonferenz in Düsseldorf statt.
(Bild: Dusseldorf /Evgenii Klebanov / CC BY 2.0)

Rechenzentren gelten als Infrastruktur der KI-Ära, und ihr Hunger nach Strom wächst rasant. Wer ein neues Rechenzentrum plant, fragt deshalb nicht mehr zuerst nach Grundstück oder Kapital, sondern nach Strom: Wo gibt es noch Netzkapazität? Wie lange dauert es bis zum Anschluss? Und was lässt sich tun, wenn das Netz nicht schnell genug liefert? Darum geht es bei der VDI-Fachkonferenz „Energieversorgung für Rechenzentren“, die am 8. und 9. Dezember 2026 in Düsseldorf stattfindet.

Das sind die Inhalt der Konferenz:

Den Auftakt macht eine Keynote von EY Parthenon. Das Thema: Ist der Rechenzentrumsmarkt in Deutschland ein Boom oder eine Blase? Danach schildern mit Amprion und Westnetz Vertreter von Übertragungs- und Verteilnetz, wie sie mit der Flut an Anschlussanfragen umgehen. Sie erklären auch, welche Flexibilität sie von Rechenzentren erwarten. Die Branchensicht bringt die German Datacenter Association ein. Ihre These lautet: Die Energieversorgung entscheidet über Milliardeninvestitionen.

Im weiteren Verlauf geht es um Auswege aus dem Engpass. Dazu zählen lokale Erzeugung, Batteriespeicher, langfristige Stromlieferverträge (PPAs) und flexible Lasten. Die Universität Würzburg zeigt, wie sich Rechenleistung zeitlich oder geografisch verschieben lässt. Das Berliner Start-up Loadwise legt dar, warum Rechenzentren oft mehr Netzflexibilität bieten, als ihr Anschluss vermuten lässt. Dass Standortwahl auch eine Frage von Planungsrecht und Realismus ist, thematisieren die Kanzlei Maslaton und Cbre. Sie fragen, was einen guten Standort ausmacht und was „ins Land der Träume“ gehört.

Konkret wird es bei der Abwärme. Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden, der Generalplaner INP und der Betreiber Maincubes berichten aus der Praxis. Ein Beispiel ist ein Rechenzentrum, das mit Großwärmepumpen von bis zu 60 Megawatt Wärme ins städtische Fernwärmenetz einspeist. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt zudem seine Handlungsempfehlungen für eine resiliente Energieversorgung vor.

World Café, Fachausstellung und Get-together

Neben den Fachvorträgen setzt die Konferenz auf Austausch. Am ersten Abend diskutieren Teilnehmende in interaktiven World Cafés gemeinsam mit denen der Parallelkonferenz „Planung, Bau und Betrieb von Rechenzentren“. Themen sind etwa KI im Rechenzentrumsbetrieb, neue Use Cases und die frühe Zusammenarbeit von Betreibern, Planern, Versorgern und Kommunen. Eine begleitende Fachausstellung und ein abendliches Get-together bieten Raum zum Netzwerken.

Für wen lohnt sich die Veranstaltung?

Angesprochen sind Betreiber und Colocation-Anbieter, Projektentwickler und Investoren, Energieversorger und Netzbetreiber, Unternehmen der Erneuerbaren- und Speicherbranche sowie Planer und Behörden. Für sie lohnt sich die Konferenz, weil Netzbetreiber, Regulierung, Recht und Betreiberpraxis an einem Ort zusammenkommen. So lassen sich Projekte realistischer einschätzen und schneller auf den Weg bringen.

Wer tiefer einsteigen möchte, kann am 10. Dezember den separat buchbaren Spezialtag „Rechenzentren, Erneuerbare und Speicher – Rechtssichere Entwicklung integrierter Standorte“ besuchen. Die Rechtsanwälte Moritz Müller und Ingolf Sonntag von Maslaton behandeln von 9 bis 16:30 Uhr Standortwahl, Genehmigung, Netzanschluss und Strombezug aus rechtlicher Sicht.

Location, Preis und Anmeldung

Die Konferenz leiten Jannis Lange (E.on Energy Infrastructure Solutions) und Michael Ohmer (INP Deutschland). Veranstaltungsort ist das NH Düsseldorf City Nord, Münsterstraße 232–238.

Die Teilnahme an der Konferenz kostet 1.590 Euro, der Spezialtag 990 Euro und das Kombiticket 2.430 Euro, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. VDI-Mitglieder erhalten 50 Euro Rabatt pro Veranstaltungstag. Hier geht es zum Programm und der Anmeldung.

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