200 Gbps Optical Engine und CFP2-Pluggables

Ranovus liefert WDM ohne Mutiplexing-Architektur

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Halbleiterhersteller Ranovus ist in Ottawa, Kanada, und Nürnberg beheimatet.
Der Halbleiterhersteller Ranovus ist in Ottawa, Kanada, und Nürnberg beheimatet. (Bild: Ranovus)

Der kanadische Hersteller Ranovus kündig für den Gebrauch in Rechenzentren und Kommunikationsnetzen eine skalierbare optische Engine sowie einen optischen Transceiver CFP2 für 200 Gigabit pro Sekunde an. Die Produkte sollen zudem mit geringen Kosten und Stromverbrauch punkten.

Das Ranovus-Produkt basiert auf der hauseigenen Innovation eines „Multi-Wavelength Quantum Dot Laser“ (QDL) und Ring-Resonatorschalldämpfer, auf Silicon-Photonic-Modulatoren (SiP) sowie Treiber-IC’s. Dazu gehören außerdem Receiver-Bausteine, die dafür sorgen sollen, dass die niedrigsten Kosten und der geringste Stromverbrauch pro Bit erreicht werden kann.

Hamid Arabzadeh, der Vorstandsvorsitzende, President und CEO von Ranovus, erläutert: “In Mitte der 90er Jahre wurde die Kommunikationsindustrie durch die Erfindung des Multi-Wavelength-Verstärkers revolutioniert. Jetzt kündigen wir das erste Multi-Wavelength-Subsystem an, das auf einer einzigen Quantum-Dot-Laser-Quelle beruht.“

Zusammen mit den anderen Komponenten, den integrierten Silicon-Photonics-Elementen und den High-Speed-ICs könnte die Miniaturisierung fortschreiten und die Kosten, der Stromverbrauch für Inter- und Intra-Connectivität der Rechenzentren sowie für den Rücktransport im 5G-Umfeld, sowie für Metro und Zugangsnetze sinken.

Hier noch einmal die Highlights der Technik:

  • Ein einziger Quantum Dot Laser, der simultan verschiedene Wellenlängen generiert
  • Ring-Resonatorschalldämpfer, die auf SiP Modulatoren basieren, die effektiv einen auf die Wellenlängen abgestimmten Weg zur Modellierung eines WDM optischen Signals bereit stellen, ohne dass eine Multiplexing- oder De-Multiplexing-Architektur zur Verfügung stehen muss.
  • Electronik, die eine PAM4-Modulation für Ethernet-Interfaces bei 50Gb/s und Spurt zur Verfügung stellen kann – und darüber hinaus
  • Unterstützung für 4.8 Tbps im C-Band
  • Geeignet für Distanzen von 15 bis 120 Kilometer

Christoph Glingener, CTO/COO bei Adva Optical Networking, zeigt sich angetan: „Datacenter-Betreiber haben schon lange nach einer solchen, disruptiven Methode gesucht, um skalierbar Multi-Terabit-Bandbreite zur Verfügung zu haben, die in einer Bauweise verpackt ist, die weniger Strom braucht und viel, viel weniger kostet als bisher üblich.“ Darum sei die Partnerschaft mit Ranovus einfach wichtig. “Zusammen entwickeln wird Datacenter-Infrastruktur, die den Markt nachhaltig beeinflussen wird.“

Die Roadmap der Kanadier sehen derzeit optische Engines und Steckmodule für 200 Gbps-Applicationen im Format CFP2 vor. Künftig will das Unternehmen 400 Gbps im CFP8-Format anbieten. .

Wer sich die bisherige Entwicklung anschauen möchte, findet Ranovus auf der Messe „ECOC 2016“, Stand 672, vom 18. bis zum 22. September 2016 in Düsseldorf.

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