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Fehlen die Innovationen für Energie-effiziente Datacenter? Pause für den Deutschen Rechenzentrumspreis

| Redakteur: Ulrike Ostler

Oh, schade. Im kommenden Jahr wird es keine neuen Gewinner des „Deutschen Rechenzentrumspreis“ geben; denn der Veranstalter will eine „Pause“. Doch 2021 soll erneut ein Bewerbungsverfahren initiiert werden. Die Zukunft der bisher zugehörigen Kongressmesse „Future Thinking“ steht komplett in den Sternen.

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Ein neues Konzept für den Deutschen Rechenzentrumspreis muss her.
Ein neues Konzept für den Deutschen Rechenzentrumspreis muss her.
(Bild: Marconing/9883074 auf Pixabay )

Seit 2011 zeichnet der Deutsche Rechenzentrumspreis (DRZP) jährlich zukunftsweisende Projekte zur Steigerung der Energie-Effizienz in Rechenzentren aus. Der Preis gilt als eine der wichtigsten und aufmerksamkeitsstärksten Auszeichnungen der Branche.

Dazu Ulrich Terrahe, Begründer des Deutschen Rechenzentrumspreises und Geschäftsführer der DC-CE RZ-Beratung GmbH & Co. KG: „Wir haben in den letzten Jahren großartige Innovationen mit dem DRZP ausgezeichnet und sie durch die verstärkte Aufmerksamkeit, die so ein Preis bringt, vorangebracht. Darunter sind Lösungen, die heute ganz selbstverständlich State-of-the-Art der Branche sind.“

Dem Nachhaltigkeitsgedanken sieht sich der Veranstalter auch weiterhin verpflichtet, der Preis wird jedoch erst für 2021 wieder ausgelobt. Gemeinsam mit Branchenexperten, viele von ihnen seit Jahren Mitglied der Wettbewerbsjury, wird Terrahe in den nächsten Monaten über Veränderungen beraten. Dazu gehört etwa eine konsequente Anpassung der bisherigen Wettbewerbskategorien an eine sich wandelnde Branche.

Initiator der Kongressmesse „Future Thinking“ und des „Deutschen Rechenzentrumspreis“ Ulrich Terrahe.
Initiator der Kongressmesse „Future Thinking“ und des „Deutschen Rechenzentrumspreis“ Ulrich Terrahe.
(Bild: DC-CE RZ-Beratung )

Als Gründe für die Pause nennt der Veranstalter, dass die Rechenzentrumsbranche zwar nicht nur in Deutschland weiter wachse, doch schnüre der Markt und damit die Anforderungen an die potenziellen Kandidaten ein engeres Korsett. Gerade hier sieht Terrahe einen entscheidenden Faktor, den Preis zunächst nicht mehr jährlich auszuloben: „Wir bekommen aus vielen Unternehmen die Rückmeldung, dass sie gern am Wettbewerb teilnehmen möchten, die personellen und zeitlichen Kapazitäten jedoch häufig nicht ausreichen, um die durchaus aufwendige Teilnahme an einem solchen Wettbewerb angemessen verfolgen zu können.“

Alternativen

Die Pause gebe nun die Möglichkeit für Gedankenspiele zu zeitgemäßen Formaten, um den klaren Fokus des Deutschen Rechenzentrumspreises sowie der parallel stattfindenden Fachmesse „Future Thinking“ auf das Thema Nachhaltigkeit weiter zu stärken, die von den Teilnehmern zunehmend als „Branchentreff“ wahrgenommen wurde.

Also: War es das für den Event Future Thinking? „Nicht nur mit Blick auf unsere Arbeitswelt, sondern auch in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz eröffnet das digitale Zeitalter hier ganz neue Möglichkeiten“, so Terrahe abschließend.

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