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Das Apple-SAN in der Multimedia-Produktion Mit dem Xsan die Multimedia-Nachbearbeitung beschleunigen

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Rainer Graefen

Als beliebtes Produktionssystem in der Druckvorstufe und der Multimedia-Branche ist der Apple Macintosh weitreichend bekannt. Weniger bekannt ist mit welchen Produkten die Apple-Anwender die äußerst datenintensiven Anwendungen speichern und vor Verlust bewahren.

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Höhere Datenverfügbarkeit für Apple-Anwender durch Xsan.
Höhere Datenverfügbarkeit für Apple-Anwender durch Xsan.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein häufiges Anwendungsfeld des Apple Macintosh ist die Post-Produktion von Film und Video.

Dabei erfordert das Digitalisieren und Aufzeichnen von Video- und Audiomaterial aus einer externen Videoquelle auf das Speichersytem eines nonlinearen Schnittsystems oder in einen Server eine konsistente Performance mit hoher Bandbreite und ohne Frame-Drops.

In der darauf folgenden Video-Nachbearbeitung ist das Ausgangsmaterial zu schneiden, zu verbessern und mit Sound-Tracks, bewegten Grafiken oder Spezial-Effekten zum finalen Output aufzuwerten.

Datenaustausch im Xsan

Solche Anforderungen lassen sich mit einem Gigabit-Ethernet-Netzwerk nicht erfüllen. Auch Apple stellt deshalb den Produktionsfirmen inzwischen die zweite Version seiner SAN-Software Xsan 2 zur Verfügung.

Über Xsan 2 erhalten alle Projekt-Mitarbeiter gleichzeitig Zugriff auf die Medien-Dateien, die damit nicht mehr wie zuvor zwischen mehreren Arbeitsplätzen kopiert werden müssen. Xsan lässt sich leicht erweitern.

Sollten weitere Video-Bearbeiter an dem Projekt mitarbeiten, wird Xsan auf weiteren Rechnern installiert. Da jeder Mac im SAN auf die gemeinsamen Dateien zugreifen kann, als wäre der Speicher direkt an den Arbeitsplatzrechner angeschlossen.

An einem Macintosh-Arbeitsplatz lassen sich Ordner anlegen, die Dateien an zugeordnete Speichergeräte übertragen. Für die Sicherheit der bearbeiteten Dateien sorgen Storage-Richtlinien und die Vergabe unterschiedlicher Storage-Klassen.

Workflow im Sender-Betrieb

Häufig wird eine Konfiguration gewählt, die für Geschwindigkeit und Datensicherheit sorgt. Zur schnellen Bearbeitung wird das Filmmaterial auf einem RAID-0-Speicher zwischengespeichert, finalen Dateien landen auf einem RAID-1-Speicher und das Ursprungsmaterial wird auf einem kostengünstigen RAID-5-System abgelegt.

Neben dem Backup kann auch der Zugriff auf sensible Dateien durch User- und Gruppenrechte geregelt sein, ebenso die Aufzeichnung der Zugriffe durch einzelne User und Gruppen. Dabei lassen sich auch Schwellwerte festsetzen, darunter das Erreichen einer Kapazitätsgrenze einzelner Speichermedien oder die Bandbreite, die von den Video-Streams unterschiedlicher Formate vorausgesetzt werden.

TV- und Rundfunk-Sender sind bei der Produktion des auszustrahlenden Materials auf eine konsistente Performance mit hoher Bandbreite angewiesen, damit von mehreren Workstations gleichzeitig auf die Film- und Hörfunk-Dateien zugegriffen werden kann. Ein SAN kann in diesem Anwendungsumfeld den Mittelpunkt der Zusammenarbeit und des Workflows bilden.

weiter mit: Kostenoptimierung durch SAN-Konsolidierung

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