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Einstein@Home & IBM World Community Grid schaffen einen Supercomputer Krankheiten heilen und Sterne entdecken? Mit dem Smartphone geht's

| Redakteur: Ulrike Ostler

Einstein@Home und IBM World Community Grid ermöglichen Nutzern von Android-Geräten zur Spitzenforschung beizutragen. Besitzer solcher Smartphones und Tablets können die überschüssige Rechenleistung ihrer Geräte für die Wissenschaft „spenden“.

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Verlassen Sie den Android-Mikrokosmos und brechen auf zu neuen Welten!
Verlassen Sie den Android-Mikrokosmos und brechen auf zu neuen Welten!
(Bild: © JohanSwanepoel - Fotolia)

Wie wäre es mit einer weiteren Funktionen auf Ihrem Smartphone und Tablet, das beim Kampf gegen AIDS und bei der Entdeckung neuer Sterne hilft? Mit der ungenutzten Rechenleistung von Androis-Devices beschleunigen Forscher des IBM World Community Grid und des Einstein@Home-Projekts die Suche nach medizinischen Behandlungsmethoden und unbekannten Pulsaren.

Mit dem so genannten Volunteer Computing greifen diese Wissenschaftler bereits in einen Pool von gespendeter Rechenleistung, um ihre Simulationen und Datenanalysen durchzuführen. Volunteer Computing ermöglicht es, dass Menschen und Organisationen mit wenig Aufwand zum wissenschaftlichen Fortschritt beitragen können, indem sie Forschern die ungenutzte Rechenleistung ihrer Geräte zur Verfügung stellen. In ihrer Summe entsteht damit die Rechenleistung eines weltweit verteilten Supercomputers.

Wissenschaftliche Beteiligung auf Android-Geräten

Bis jetzt hat Volunteer Computing traditionelle Computer wie Desktops und Laptops genutzt. Allerdings werden mobile Geräte wie Smartphones und Tablets immer leistungsfähiger, energieeffizienter und zahlreicher. Inzwischen gibt es über 900 Millionen Android-Geräte und ihre gesamte Rechenleistung übersteigt die der heute im Einsatz befindlichen größten konventionellen Supercomputer.

Damit diese Geräte in den Grid eingebunden werden können, wurde eine Volunteer Computing-Software der University of California in Berkeley, die so genannte Berkeley Open Infrastructure for Network Computing (BOINC), aktualisiert. Besitzer von mobilen Geräten, die Android 2.3.3 oder aktuellere Versionen verwenden, können ab sofort wissenschaftliche Bürgerbeteiligung praktizieren, indem sie „BOINC“ von der Google Play Website herunterladen und dann die Projekte auswählen, zu denen sie mit der überschüssigen Rechenleistung ihres Tablets oder Smartphones beitragen wollen.

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Eines der ersten Projekte, das für Android-basiertes Volunteer Computing aktiviert wurde, ist die Einstein@Home Suche nach unbekannten Radiopulsaren, die vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover geleitet wird. Android-Nutzer unterstützen hier eine Anwendung, die Daten aus dem Arecibo Observatory in Puerto Rico, dem weltweit größten Radioteleskop, analysiert. Die Applikation sucht nach Radiopulsaren, indem sie deren pulsierende elektromagnetischen Wellenausstoß nachweist.

Pulsare sind sehr kompakte Sternenreste mit extremen physikalischen Eigenschaften im Vergleich zu normaler Materie. Einige von ihnen umkreisen in geringer Entfernung Begleitersterne und bieten damit einzigartige Forschungsumgebungen für Einsteins Relativitätstheorie. Allerdings sind die Möglichkeiten, neue Pulsare zu entdecken durch die vorhandene Rechenleistung begrenzt. Die zusätzliche Rechenleistung durch Volonteer Computing wird die Einstein@Home Suche beschleunigen und deren Möglichkeiten erweitern, indem sie Wissenschaftlern hilft zu verstehen, wie Sterne und das Universum sich entwickeln.

Um die Batterie zu schonen, die Ladezeit zu minimieren, und die Tarifpakete des Nutzers nicht belasten, werden Smartphones und Tablets, auf denen BOINC läuft, standardmäßig nur dann Berechnungen durchführen, wenn sie gerade aufgeladen werden, die Lebensdauer der Batterie noch über 90 Prozent beträgt und sie mit Wireless Local Area Networks (WLAN) verbunden sind. Die Einstellungen können jedoch jederzeit individuell durch die Benutzer angepasst werden.

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