Einstein@Home & IBM World Community Grid schaffen einen Supercomputer

Krankheiten heilen und Sterne entdecken? Mit dem Smartphone geht's

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BOINC und Einstein@Home

Android-Phone- und -Tablet-Besitzer können sich gemeinsam mit Wissenschaftlern auf die Jagd nach bisher unentdeckten Sternen begeben.
Android-Phone- und -Tablet-Besitzer können sich gemeinsam mit Wissenschaftlern auf die Jagd nach bisher unentdeckten Sternen begeben.
(Bild: AEI/Milde Marketing/Exozet)

Das BOINC-Projekt wurde im Jahr 2002 an der University of California in Berkeley, mit Unterstützung der National Science Foundation gegründet. Die Entwicklung der Android-Version wurde zum Teil durch das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, dem IBM World Community Grid, der National Science Foundation und Google finanziert.

Einstein@Home indes wurde als zentrales Projekt der „World Year of Physics“ Aktivitäten im Jahr 2005 gegründet und ist ein „International Year of Astronomy 2009“ Projekt. Mehr als 340.000 Teilnehmer weltweit haben seitdem dazu beigetragen, rund fünfzig neue Pulsare zu entdecken.

Ergänzendes zum Thema
FightAIDS@Home auf IBM World Community Grid

Ein weiteres Projekt, das für die entsprechenden Smartphones und Tablets aktiviert wurde, ist FightAIDS@Home, eine Projekt zur Suche nach einer wirksameren AIDS-Behandlung, die von IBM World Community Grid betreut wird. Das Olson Laboratory am Scripps Research Institute mit Hauptsitz in La Jolla in Kalifornien nutzt computergestützte Methoden, um neue Wirkstoffkandidaten zu identifizieren, die die richtige Form und chemischen Eigenschaften haben, um HIV-Protease, HIV-Integrase-oder HIV-Reverse-Transkriptase zu blockieren - eben genau die drei Enzyme, die das Aids-Virus braucht, um zu funktionieren und sich verbreiten zu können.

IBM World Community Grid plant weitere Android-basierte Projekte in der Zukunft. Das Grid wird bereits für die Erforschung von alternativen Energien, sauberen Wasser und gesunder Lebensmittel genutzt, ebenso wie zur Forschung an Heilmethoden gegen Krebs, Malaria und anderen Krankheiten.

Einstein@Home wird durch das Zentrum für Gravitation und Kosmologie an der Universität von Wisconsin-Milwaukee und dem Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, Hannover mit finanzieller Unterstützung der National Science Foundation und der Max-Planck-Gesellschaft, geleitet. Das langfristige Ziel von Einstein@Home ist der direkte Nachweis der Gravitationswellen von schnell rotierenden Neutronensternen. Gravitationswellen wurden von Albert Einstein 1916 beschrieben, aber erst jetzt versetzt die Technologie Wissenschaftler in der Lage, diese Wellen in Raumzeit zu messen.

IBM World Community Grid

Mehr als 2,3 Millionen Computer, die von mehr als 600.000 Menschen und Institutionen aus 80 Ländern genutzt werden, haben zu Projekten auf dem World Community Grid beigetragen. Das Ergebnis ist einer der schnellsten virtuellen Supercomputer auf dem Planeten, der die wissenschaftlichen Arbeit von Generationen fortführt.

Bis zum Jahr 2013 wurden über 22 Projekte durchgeführt oder als Teil des World Community Grid abgeschlossen. Seit seiner Gründung im Jahr 2004, hat diese von IBM geführte Ressource Forscher kostenlos mit Rechenleistung versorgt, die mehr als 750.000 Jahren Rechenleistung für einen einzelnen PC entspricht.

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