Skalierung von Quantenprozessoren Infineon und ZuriQ vertiefen Partnerschaft

Von Dr. Dietmar Müller 1 min Lesedauer

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Durch die Kombination von Infineons Halbleiter-Fertigungstechnik mit ZuriQs zweidimensionaler Ionenfallen-Architektur wollen sie gemeinsam die Grundlage für skalierbare, kommerzielle Quantenrechner schaffen.

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Entwicklung von Quantenprozessoren.(Bild: ©  Yingyaipumi - stock.adobe.com)
Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Entwicklung von Quantenprozessoren.
(Bild: © Yingyaipumi - stock.adobe.com)

Die Infineon Technologies und die ZuriQ, eine Ausgründung der ETH Zürich, bauen ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Quantenchips aus. Ziel der Partnerschaft ist die industrielle Skalierung von Quantenprozessoren auf Basis gefangener Ionen (Trapped-Ion Quantum Chips).

Im Zentrum der Kooperation steht der Einsatz einer zweidimensionalen Mikrofallen-Architektur (Penning-Falle). Im Rahmen der bisherigen Entwicklung gelang den Partnern der Nachweis, neun einzeln steuerbare Ionen in einer 3×3-Anordnung einzufangen und zu steuern. Das zweidimensionale Gitter soll gegenüber herkömmlichen eindimensionalen Ionenketten die Verschaltung vereinfachen und das Hochskalieren auf eine größere Anzahl von Qubits ermöglichen.

Infineon steuert in der Kooperation seine Fertigungstechnologien und Halbleiter-Prozessentwicklung bei, um die im Labor erprobten Chip-Designs für die automatisierte Serienfertigung anzupassen. ZuriQ bringt die wissenschaftliche Methodik sowie die Ansteuerungskonzepte für die Penning-Falle ein.

Nach Angaben beider Unternehmen richtet sich das gemeinsame Projekt auf die Entwicklung künftiger industrieller Quantenrechner. Durch die Kombination von Halbleiterfertigung und Ionenfallentechnik sollen Prozessoren entstehen, die mittelfristig in kommerziellen Quantensystemen eingesetzt werden können.

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