Vor ziemlich genau fünf Jahren, am 24. Mai 2017, kündigten IBM und Google den Start von Istio an. Die offene Technologie sollte es Entwicklern ermöglichen, Netzwerke verschiedener Microservices nahtlos zu verbinden, zu sichern und zu verwalten – unabhängig von Plattform, Quelle oder Anbieter. Was hat sich bis heute getan?
Noch vor dem 5. Jubiläum kündigte Google an, Istio der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) spenden zu wollen.
In den ersten Tagen des Istio-Projekts nahmen nur Mitarbeiter von Google und IBM daran teil, von der Roadmap-Diskussion bis zu den Scrums. Im Sommer 2017 war es noch keine offene Community, aber das Projekt hat sich seitdem enorm geöffnet. Mitarbeiter von Google, Solo.io und IBM sind nun im Istio Technical Oversight Committees vertreten und Mitarbeiter von Google, Solo.io, IBM, RedHat, Intel, DaoCloud, Huawei und Tetrate haben Führungspositionen in der Community inne.
Kürzlich kündigte Google an, Istio der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) zu spenden, was in der Community für viel Aufregung sorgte und die Position von Istio als De-facto-Service-Mesh-Lösung festigte. Die offene Beteiligung der Community und die Akzeptanz von Istio haben es zum am weitesten verbreiteten Service-Mesh der Welt gemacht.
Die explosionsartige Verbreitung von Service-Mesh-Technologien in Unternehmen beweist, dass sich der Wechsel zu Microservices beschleunigt. So wie Kubernetes zum Industriestandard für die Container-Orchestrierung geworden ist, hat sich Istio zum Kubernetes des Service-Mesh entwickelt. Mehr als 1.000 Mitwirkende aus über 900 Unternehmen vertrauen Istio bei der Vernetzung ihrer geschäftskritischen Workloads.
Das Istio-Projekt zeichnet sich durch eine hervorragende Zusammenarbeit statt, bei der Ideen oft in Frage gestellt und Implementierungen ständig überarbeitet werden, um bessere und einfachere Lösungen für unsere Nutzerinnen und Nutzer zu schaffen.
Eine vielfältige Community ist der Motor für bessere Innovationen. Mit jedem Release hört die Community auf das Feedback der Nutzerinnen und Nutzer und nimmt Änderungen vor, um die Anwenderfreundlichkeit von Istio zu verbessern. Eines unserer Hauptziele: einfache Szenarien sollten einfach sein, und komplizierte Szenarien sollten möglich sein. Die nachfolgenden Geheimtipps verwendet die Community, um Istio erfolgreich zu machen:
Fokus auf Day-2-Operations
Benutzer von Istio beginnen immer mit Tag 0 und Tag 1, aber Tag 2 ist noch wichtiger für sie, damit ihre Anwendungen innerhalb von Istio weiterlaufen und sie auf neuere Istio-Kontroll- und Datenebenen aufrüsten können, ohne ihre Anwendungen zu unterbrechen.
Die Community hat zahlreiche Anstrengungen unternommen, um Upgrades zu vereinfachen. Dies beginnt bei der Sammlung und Analyse der Upgrade-Umfragen für jede Version, geht weiter über die Verbesserung der Upgrade-Strategien, um zusätzlich zum In-Place-Upgrade ein Canary-Upgrade der Istio-Kontrollebene zu ermöglichen, und reicht bis hin zu erweiterten Support-Fenstern für Upgrades und dem Austausch von Sicherheitsbewertungen und Best Practices.
Istio soll langweilig sein
Eines der Hauptziele des Istio-Projekts ist es, Istio für Anwendungen transparent zu machen, insbesondere für Anwendungen, die auf Kubernetes laufen, damit die Benutzer nicht über die Ausführung von Istio nachdenken müssen. Im vergangenen Jahr hat die Community Anstrengungen unternommen, das Pod-Networking so zu ändern, dass Pods, die mit Sidecar laufen, sich genauso verhalten wie Pods, die ohne Sidecar in Kubernetes laufen. Die Community prüft derzeit andere Netzwerkverhaltensweisen, wie z. B. den Egress-Verkehr, um sicherzustellen, dass er mit Kubernetes konsistent ist. Darüber hinaus wurden viele Kernfunktionen in die Beta- und Stable-Phase überführt, damit die Benutzer Istio in der Produktion einsetzen und diese Kernfunktionen verwenden können.
Kontinuierliche Innovation
Von WasmPlugin-Ressourcen, Telemetrie- und ProxyConfig-Ressourcen bis hin zu Discovery-Selektoren oder Gateway-Weiterentwicklungen durch die Einbindung von Gateways als Sidecars und die Implementierung von Kubernetes-Gateway-APIs – auf Basis von Benutzeranfragen und Industriestandards hat die Istio-Community diese Innovationen entwickelt. Sie ermöglichen es Anwendern, Istio deklarativ in der Produktion zu betreiben, ohne ihre Anwendungen neu starten zu müssen. Admins können zudem ihre Gateway-Implementierungen durch einen einfachen Neustart aktualisieren.
Lin Sun
(Bild: Solo.io)
Wer an der Verbesserung von Istio mitarbeiten möchte, kann dies tun, indem er oder sie über Slack am User-Community-Meeting oder einem Arbeitsgruppenmeeting teilnehmen. Nach dem Ausfüllen eines Pull-Request, kann jede:r Interessierte einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen, um Istio-Mitwirkender und Entwickler zu werden!
Stand: 08.12.2025
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* Lin Sun ist Director Open Source bei Solo.io und Mitglied des Istio Steering Committee.