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Aberdeen Group analysiert Ausfälle bei Rechenzentren von 125 Unternehmen Die Besten haben nur Minuten einen RZ-Ausfall, die Schlechten: hohe Kosten

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Vorstellung, Rechenzentren mit einer Verfügbarkeit von 100 Prozent zu betreiben, ist nahezu unmöglich. In einer aktuellen Studie der Aberdeen Group zur Ausfallzeiten von Rechenzentren, geben 3 Prozent der Unternehmen eine Verfügbarkeit von 100 Prozent an und nur 4 Prozent eine Verfügbarkeit von 99.999 Prozent, was einem Ausfall von mehreren Minuten pro Jahr entspricht. Was kostet eigentlich diese Abweichung?

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Die Aberdeen Group hat die Ausfallzeiten der Organisationen, die die geringsten RZ-Ausfallzeiten hatten, mit denen verglichen, die ab schlechtesten abschnitten. Bild: Aberdeen
Die Aberdeen Group hat die Ausfallzeiten der Organisationen, die die geringsten RZ-Ausfallzeiten hatten, mit denen verglichen, die ab schlechtesten abschnitten. Bild: Aberdeen
( Archiv: Vogel Business Media )

Durch die Aberdeen-Studie, sollen Unternehmen die Kosten, die durch Ausfälle entstehen, genauer beziffern können. Außerdem kann das Papier dabei helfen, Investitionskosten zur rechtfertigen, die dazu beitragen sollen, welche RZ-Ausfälle zu minimieren oder zu verhindern.

Denn da solche Anwendungen darin resultieren, dass im besten Fall nichts passiert, wenn diese korrekt implementiert werden, ist es für IT-Verantwortliche oft schwer entsprechende Mittel zur Verfügung zu bekommen. Geschäftsführer und Vorstände sind von Investitionen leichter zu überzeugen, die Kosten sparen, als Investitionen für eventuelle Ausfälle die hoffentlich nie passieren.

Aberdeen hat in der Analyse die Anzahl der Ausfälle, die durchschnittliche Dauer und die Kosten die pro Stunde durch den Ausfall entstehen berücksichtigt. Auch die Dauer die zur Wiederherstellung von 90 Prozent Arbeitsleistung und von 100 Prozent Arbeitsleistung notwendig ist, hat Aberdeen erfasst.

Die Unterschiede liegen in Minuten sowie Tausende von Dollars

Diese Daten verwendet die Daten, um Unternehmen zu identifizieren, die besser als der Durchschnitt auf Ausfälle vorbereitet und Firmen, die schlechter vorbereitet sind. Auf diesem Weg lassen sich die einzelnen Vorgehensweisen die diese Unternehmen für die Verhinderung von Ausfällen durchführen zuordnen und quantifizieren.

Die besten Unternehmen haben in diesem Fall nur einen Ausfall im Jahr zu verzeichnen, dessen Wiederherstellung zu 90 Prozent weniger als eine Stunde gedauert hat. Außerdem wurden in diesem Fall 95 Prozent der Service Level Agreements (SLA) in den letzten 12 Monaten eingehalten.

Der Durschnitt der Unternehmen hatte im Schnitt zwei Ausfälle pro Jahr, deren 90 Prozent Wiederherstellung unter vier Stunden gedauert hat. Immerhin wurden in diesem Fall noch 65 Prozent der SLAs eingehalten. Unternehmen mit mehr als zwei Ausfällen und einer Wiederherstellungszeit von mehr als fünf Stunden, sowie ohne eine Erfassung der SLA bilden das Schlusslicht.

Gute und schlechte Vorbereitung auf einen RZ-Ausfall

Das Ergebnis: Unternehmen mit sehr viel weniger Ausfällen tragen bis zu 40 mal weniger finanziellen Schaden davon, als Unternehmen die relativ wenig gegen solche Probleme im Vorfeld unternehmen (siehe: Tabelle).

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