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Investitionen im Datacenter-Markt Databank verstärkt sein Co-Location-Portfolio

| Autor: Ulrike Ostler

Databank will Co-Location-Rechenzentren von der Zayo Holding übernehmen. Bereits in den vergangenen vier Jahren hat das US-Unternehmen seine Präsenz von sechs Rechenzentren in drei Märkten auf 20 Rechenzentren in neun Märkten in Übersee ausgeweitet und seine Kapazitäten in den Bereichen Managed Services, Sicherheit und Compliance erheblich erweitert. Nun kommen 44 Datacenter hinzu und damit der Sprung nach Europa,

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Anlässlich der Pandemie hat Databank bei 451 Reserach eine Untersuchung in Auftrag gegeben: „DataBank expands in multiple markets amid pandemic“ - hier die „Swot-Analyse“.
Anlässlich der Pandemie hat Databank bei 451 Reserach eine Untersuchung in Auftrag gegeben: „DataBank expands in multiple markets amid pandemic“ - hier die „Swot-Analyse“.
(Bild: 451 Research)

Zayo bietet Glasfaser- und Bandbreitenkonnektivität, Co-Location und Cloud-Infrastruktur primär in den Kundensegmenten Rechenzentren, Mobilfunkanbieter, nationale Carrier, ISPs, Unternehmen und Regierungsbehörden an. Insgesamt umfasst das Netz mehr als 210.82400 Kilometer Glasfaser in den USA, Kanada und Europa. Die Co-Location-Datacenter „zColo“ gehen nun an Databank und somit 13 wichtige Verbindungseinrichtungen in 23 europäischen und US-Märkten.

Databank Ltd. wurde 2005 als in der ehemaligen Gebäude der Federal Reserve Bank im Zentrum von Dallas, Texas, gegründet. Dieses war auf dem Höhepunkt des Dot.com-Booms 1999 in ein Rechenzentrum umgewandelt worden. Im Juli 2016 übernahm eine Gruppe von Blue-Chip-Investoren unter der Führung von Digital Bridge das Unternehmen und fusionierte die C7-Rechenzentren, zwei Anlagen aus 365 Rechenzentren und Edge Hosting, zu einem gemeinsamen Unternehmen.

Das jetzige Geschäft soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden, sobald es die üblichen Abschlussbedingungen und behördlichen Genehmigungen erfüllt sind. Die Transaktion wurde von einer Investorengruppe unter Führung von Colony Capital Inc. finanziert, dem Mehrheitsaktionär von Databank, zu dem unter anderem Nuveen Real Estate gehört. Neben der Führung eines Konsortiums institutioneller Investoren zur Unterstützung der Übernahme investiert Colony Capital 145 Millionen Dollar aus seiner Bilanz, um seine 20-prozentige Beteiligung an Databank aufrechtzuerhalten.

Neben den 44 Co-Locations-Sites besitzt die Zayo-Gruppe auch noch Cloud-Colocation-Datacenter sowie Cloud-Standorte.
Neben den 44 Co-Locations-Sites besitzt die Zayo-Gruppe auch noch Cloud-Colocation-Datacenter sowie Cloud-Standorte.
(Bild: Zayo Group)

Databank-Kunden sollen insbesondere vom Zugang zu Zayos globalem Glasfasernetz profitieren. Dan Caruso, CEO der Zayo Group, sagt: „Diese Vereinbarung ermöglicht es beiden Parteien, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Wir werden weiterhin die digitale Infrastruktur mit dem größten Glasfaserangebot der Welt aufbauen, während sich Databank auf das Hosting der Innovationen und digitalen Arbeitslasten konzentriert, für die unsere Glasfaser- und Netzwerkinfrastruktur konzipiert wurde.“

Im April hatte die Zayo Group sich bereit erklärt, von Tochtergesellschaften der Digital Colony Partners und dem EQT Infrastructure IV Fonds übernommen zu werden. Teil der Vereinbarung war, dass Zayo von einem öffentlichen Unternehmen in ein Privatunternehmen umgewandelt wird. Offenbar waren Investoren und Analysten mit der Leistung unzufrieden. So beinhaltete der Deal auch die Übernahme von 5,9 Milliarden Dollar der Nettoschulden.

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin DataCenter-Insider, DataCenter-Insider