Datacenter Infrastructure Management von Datacenter-Vision

Das Babylonische an Rechenzentren

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Nur wer die Daten aus allen RZ-Bereichen einfängt, kann Informationen gewinnen und zur Optimierung verwenden. Deshalb fängt DCIM genau da an.
Nur wer die Daten aus allen RZ-Bereichen einfängt, kann Informationen gewinnen und zur Optimierung verwenden. Deshalb fängt DCIM genau da an. (Bild: © JRB - Fotolia)

Mit der Größe und Komplexität der Rechenzentren schwinden Überblick, Kommunikation und Effizienz. Eine junge Lösung für Datacenter Infrastructure Management (DCIM) soll dem entgegenwirken.

Ein Rechenzentrum ist eine Menge IT, Racks, Server, Netzwerk-Komponenten, Speichermaschinen, Klima-Anlagen, Systeme zur Stromversorgung und Kabel. Ein Teil davon mal zwei, der Redundanz für alle Fälle wegen.

Wo das RZ größer wird, sind für funktionale Einheit Spezialisten verantwortlich. Diese Spezialisten sind bestens informiert über ihren Zuständigkeitsbereich. Um über jeden Zweifel erhaben zu sein und Bestimmungen zu genügen, ist festgehalten, was wo läuft und wie gesichert ist, in der Regel in Excel-Tabellen und Charts.

So hat jeder Bereich seine Verzeichnisse, seine „Repositories“. Dort ist jede „Unit“ dokumentiert, wie es sich gehört mit den Fachausdrücken bezeichnet. Alles hat seine Ordnung, und genau damit beginnt das Problem.

Die Wurzel der Unvereinbarkeit

Denn jeder Fachbereich hat seine eigene Systematik. Das geht bis zur Sprache der Dokumentation: „Verschiedene Abteilungen verwenden für ein und dasselbe Gerät eine unterschiedliche Nomenklatur“, erklärt Philippe Haustete, Geschäftsführer des Schweizer IT-Anbieters Datacenter-Vision. Eine übergreifend einheitliche Benennung sei keineswegs selbstverständlich.

Philippe Haustete, ist der Geschäftsführer des Schweizer IT-Anbieters Datacenter-Vision.
Philippe Haustete, ist der Geschäftsführer des Schweizer IT-Anbieters Datacenter-Vision. (Bild: Datacente-Vision)

Wo hier USV für unterbrechungsfreie Stromversorgung steht, heißt es nebenan USP („Uninterruptible Power Supply”) und ist noch woanders in Grafiken und Tabellen sehr viel detaillierter in Fachkürzeln gekennzeichnet. Einen einheitlichen Überblick über die Infrastruktur gibt es je weniger, desto größer Rechenzentren sind.

Wo ein alles umfassendes und einheitliches Repository fehlt, wird das Management der Gesamtmenge RZ verkompliziert. Das System Rechenzentrum funktioniert nicht, weil man es berechnet hätte, sondern aufgrund von Erfahrungswerten, die man aus Fehlern gewonnen hat – in Anlehnung an alte Ingenieurstradition mit einem Sicherheitsaufschlag, über den Daumen gepeilt.

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