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Vielfalt ist keine Freiheit, sondern ein Korsett
Solch ein System erlaubt noch Änderungen, aber nur „im Rahmen“. Es ist beinahe statisch und entspricht damit nicht den Anforderungen, die wir ITIL zu verdanken haben, nämlich: sich schnell an andere Prozesse und Workflows anpassen zu können.

Wo dem Management der Ressourcen der Überblick fehlt, drohen Rechenzentren ineffektiv zu arbeiten. Es musste erst die Technik der Virtualisierung kommen, um richtig bewusst zu machen, wie viel Rechenpower brach liegt. Die Klimatisierung ist häufig übertrieben kalt, weil Thermodynamik irre kompliziert ist, man aber keinen Ausfall riskieren kann. Solche Faktoren treiben den Aufwand und die Kosten für die Stromversorgung in die Höhe.
Der gesamte stromverbauch eines Rechenzentrums ist natürlich höher als der Verbrauch für reine IT-Infrastrukturelemente. Denn es kommt der Verbrauch für Klimatechnik, USV, Beleuchtung, Feueralarmsysteme und allgemeine Sicherheit hinzu.
Wissen und Messen
Daraus errechnet sich die Power Usage Effectiveness (PUE), zu deutsch: die Stromverbrauchs-Effizienz. Die errechnet sich, indem man den Gesamtstromverbrauch durch die von Servern, Speichern und Netzwerken konsumierten “IT-Watt” dividiert. Das Ergebnis, der PUE-Wert, sollte möglichst nah an 1 liegen. Ein Wert von 1,2 bis 1,4 gilt als gut.
Von Google veröffentlichte Grafiken zeigen an, dass das Internetunternehmen fortlaufend bemüht ist, die PUE-Werte seiner Rechenzentren zu verbessern. Ein Wert über 1,2 gilt bei Google schon als bedenklich. Die Veröffentlichungen machen auch deutlich, dass nagelneue Rechenzentren keineswegs tolle Werte aufweisen, wie man erwarten sollte. Vielmehr gibt es auch dann viele Stellschrauben, durch die sich Verbesserungen erreichen lassen.
Wenn Haushalte schon versuchen, ihren Kilowatt-Verbrauch zu reduzieren, um den steigenden Kosten entgegen zu wirken, ist das für Megawatt-fressende Rechenzentren erst recht angezeigt. Anders als Haushalte werden ihnen allerdings nicht einfach Kilowattstunden in Rechnung gestellt, sondern Verbrauchspakete. Hier in einen günstigeren Volumentarif zu kommen, spart richtig viel Geld.
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