Der Mittelstand entdeckt Infrastructure as a Service

Cloud Computing bringt KMUs mehr Flexibilität und Dynamik

24.02.2011 | Autor / Redakteur: Carsten Jording / Ulrike Ostler

Carsten Jording, Director Application Hosting bei Nionex: „Cloud Computing ist im Mittelstand angekommen.“
Carsten Jording, Director Application Hosting bei Nionex: „Cloud Computing ist im Mittelstand angekommen.“

Cloud Computing ist in aller Munde – spätestens seit dem vergangenen Jahr. Doch gerade kleinere und mittelständische Unternehmen zögern nach wie vor, wenn es um die Anbindung der eigenen IT-Infrastruktur an die Cloud geht. Dabei sind gerade sie es – Unternehmen mit einer Größe von bis zu 500 oder 1000 Mitarbeitern – die von der Flexibilität und Dynamik, die Cloud Computing ermöglicht, besonders profitieren könnten.

In der Regel legen sich die IT-Verantwortlichen mit ihrer IT-Infrastruktur für die kommenden drei bis fünf Jahre im Voraus fest. Darum sind sie bisher dazu gezwungen, Lastspitzen in die benötigten IT-Kapazitäten mit einzuplanen.

Die Tendenz: KMUs planen zu groß. Doch angesichts der rasanten Geschwindigkeit, in der Technik-Innovationen den Markt erobern, ist diese Zeitspanne einfach zu lang, um als Unternehmen mit seiner IT wirklich bedarfsgerecht und flexibel zu sein. Gerade mittelständische Unternehmen profitieren enorm davon, wenn sie die Möglichkeiten des Cloud Computings nutzen, um Flexibilität in ihrer IT-Infrastruktur zu gewinnen und den langfristigen Kostendruck zu reduzieren.

Der große Vorteil des Cloud Computings liegt auf der Hand: das Unternehmen bindet sich nicht. Es schafft nicht dauerhaft eine teure IT-Infrastruktur an, die für den Regelbedarf an 350 Tagen im Jahr völlig überdimensioniert ist.

Cloud Computing made in Germany

Die Mindestvertragslaufzeit zur Nutzung eines Cloud-Servers beträgt lediglich eine Woche, und Verträge können zum Monatsende gekündigt werden. Dennoch schrecken Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Verfügbarkeit der Daten viele Mittelständler derzeit noch davon ab, Cloud-Services zu nutzen.

Erwägt man die Cloud Computing-Services internationaler Anbieter, mag diese Zurückhaltung verständlich sein – weiß man doch nie genau, wo der internationale Anbieter seine Rechenzentren betreibt und wohin die Daten genau gelangen. In Deutschland finden sich dagegen schon mehrere Anbieter, die sicheres Cloud Computing offerieren.

Auch bezüglich der physischen Sicherheit werden deutsche Rechenzentren höchsten Anforderungen gerecht. Der Zutritt ist stark reglementiert, Räume sind durch Alarmanlagen gesichert, viele Rechenzentren sind sogar in unterirdischen Bunkern untergebracht.

Auch auf Brandschutz legen deutsche Rechenzentren allergrößten Wert und setzen im Fall eines Feuers auf innovative Löschmittel und -techniken. Ausfallsichere, redundant ausgelegte Stromversorgungen gehören zum Standard.

Und Backup-Rechenzentren sorgen für zusätzliche Sicherheit der Daten, denn in dem zweiten, räumlich getrennten Rechenzentrum werden sowohl Hardware als auch Software dupliziert. Kurz: die physische Sicherheit in einem professionellen Rechenzentrum ist fast immer höher als die im Serverraum eines KMUs.

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von: Thomas Scheugenpflug Entschuldigung, aber dieser Beitrag gerade auf den Bezug zu KMU ist...  lesen
posted am 25.02.2011 um 19:27 von Unregistriert


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