Gebäudesicherheit, Zutrittskontrolle, Stromversorgung, Klimatisierung, Störungsmanagement

Checkliste: Das optimale und sichere Rechenzentrum, Teil 1:

21.10.2009 | Redakteur: Ulrich Roderer

Checkliste für ein sicheres Datacenter
Checkliste für ein sicheres Datacenter

Ob bei Neubau, Umbau oder Colocation: Rechenzentren müssen heute sehr hohen Anforderungen genügen. Eine Checkliste der wichtigsten Kriterien hilft bei der Überprüfung.

Viele interne Rechenzentren sind mit ihrer Infrastruktur und ihrer IT an ihrer Leistungsgrenze angelangt. Nicht nur aufgrund von Compliance- und EU-Richtlinien (Sarbanes-Oxley Act, Basel II) sind Unternehmen und Organisationen zur Datenspeicherung gezwungen. Auch sorgen die im Internet- und Web 2.0-Zeitalter veränderten Anwendungen sowie die allgemeine Digitalisierung von Geschäftsprozessen und -modellen für eine unaufhaltsame Zunahme der verfügbaren Datenmengen.

Doch nicht nur technisch sind Rechenzentren unter Druck. Die Betriebs- und Kapitalkosten eigener Rechenzentren stehen immer stärker auf dem Prüfstand und stellen europaweit eine der größten und stetig steigenden Herausforderungen dar. Dies hat eine im vergangenen Jahr durchgeführte Studie von Colocation-Anbieter Interxion in Zusammenarbeit mit IDC ergeben.

Da die Investitions- und Betriebskosten mit der Umsetzung aktueller Sicherheitsstandards in Rechenzentren steigen, lässt sich eine hohe physische Sicherheit nicht immer und überall realisieren. Auch entscheiden sich immer mehr Unternehmen und Organisationen aufgrund von Platzmangel oder Engpässen bei der Stromversorgung und der Klimatisierung im eigenen Rechenzentrum für alternative und flexiblere Lösungen, wie beispielsweise Colocation.

Über entsprechende Service-Vereinbarungen und -Garantien, die so genannten Service Level Agreements (SLAs), können Unternehmen die Verfügbarkeit, die Betriebszeiten und eventuelle Konsequenzen bei Nichteinhaltung durch den Dienstleister regeln.

Dementsprechend planen nach der Interxion/ IDC-Studie die Hälfte der befragten deutschen Unternehmen mittel- bis langfristig ein Outsourcing oder Outtasking ihrer IT- und Telekommunikationssysteme. Das ist mehr als im europäischen Durchschnitt.

Optimale Abstimmung der Faktoren

Neben den oben genannten Kriterien steht bei der Auswahl oder beim Um-(Aus)bau eines Rechenzentrums vor allem die physische Sicherheit im Vordergrund. Als wesentliche Bestandteile der physischen Sicherheit sind Stromversorgung, Klimatisierung, Kommunikationsanbindung, Brandschutz, Gebäudesicherheit und restriktive Zutrittsregelungen zu nennen. Diese dürfen jedoch niemals losgelöst voneinander betrachtet werden, da sie voneinander abhängig und im Zusammenspiel auch als kritische Elemente anzusehen sind. So reicht eine perfekt funktionierende USV nicht aus, wenn beim Umschalten von Netz- auf Batteriebetrieb die Elektronik versagt und die Anlagen nicht kompatibel sind. Es bedarf also eines ganzheitlichen Konzepts und einer Verzahnung der einzelnen Bereiche und Systeme, um eine den Bedürfnissen entsprechende Sicherheit zu gewährleisten. Auch existierende Notfallpläne dürfen bei der Betrachtung eines Rechenzentrums nicht außer Acht gelassen werden.

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