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IBM-Manager Udo Hertz: "Keiner bietet mehr!" Big Data und IBM – alles eine Sache der Integration

| Redakteur: Ulrike Ostler

„Wir haben das umfassendste Leistungsvermögen in Sachen Big Data“, sagt Udo Hertz selbstbewusst, Director of Information Management Development bei IBM Deutschland. Was dazu gehört, erläutert er im Interview.

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"Integration" ist das Schlagwort für die Big-Data-Umgebung von IBM. Der Konzern bietet nach eigener Darstellung das umfassendste Angebot auf dem Markt.
"Integration" ist das Schlagwort für die Big-Data-Umgebung von IBM. Der Konzern bietet nach eigener Darstellung das umfassendste Angebot auf dem Markt.
(Bild: IBM)

Udo Hertz zitiert gerne einmal den amerikanischen Zukunftsforscher John Naisbitt: „We have for the first time an economy based on a key resource [Information] that is not only renewable, but self-generating. Running out of it is not a problem, but drowning in it is.” Diesem Problem widmet sich Hertz und einem riesigen Team. Alleine in Böblingen arbeiten mehr als 300 Mitarbeiter für das Information Management. Big Data gehört zu den Aufgabengebieten.

Und es bleibt eine Aufgabe. Wie Carlo Velten, Senior Advisor bei dem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Experton Group, ausführt, bleibt Big Data in den kommenden zwei bis drei Jahren ein Geschäft für die Infrastrukturanbieter, Analytics-Spezialisten und Beratungsunternehmen. Denn: „Der Markt steckt noch in den Kinderschuhen“.

Umsatz mit Big Data

Das derzeitige Marktvolumen in Deutschland liegt bei ungefähr 600 Millionen Euro, in etwa gleich auf Hardware (214,7 Millionen Euro), Software (227,7 Millionen Euro) und Services (208,2 Millionen Euro) verteilt. Im Jahr 2016 wird ein Gesamtwert von rund 1.6 Milliarden überschritten.

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Doch Big Data ist mehr als IT, sagt Velten. „Die Eigentums- und Verwertungsrechte über die wachsenden Datenbestände von Bürgern, Konsumenten und Unternehmen werden zum alles entscheidenden Wettbewerbs- und Innovationsfaktor.“

Welches Problem hat Big Data heute?

Udo Hertz: Es besteht die Gefahr, erneut einzelne Informations-Silos aufzubauen. Zum Beispiel sind die Analysen, die mit Hadoop-Clustern gefahren werden können, insbesondere für Marketing- und Verkaufsabteilungen interessant. Diese Abteilungen treiben die Einführung voran, ohne Absprachen. Es entstehen quasi Hadoop-Inseln.

Udo Hertz ist Director of Information Management Development bei IBM Deutschland.
Udo Hertz ist Director of Information Management Development bei IBM Deutschland.
(Bild: Udo Hertz/IBM)
Die Herausforderung ist also die Informations-Integration. Somit gehören zu einem Informations-Management eben auch das Warehousing, Business Intelligence, genauso wie die Analyse von SAP-Daten beispielsweise. Schlagworte sind Datenintegration und -Governance.

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