Trennung und Umfirmierung

Aus Emerson Network Power soll Vertiv werden

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Emerson Geschäftsbereich Emerson Network Power soll künftig Vertiv heißen und eigenständig werden.
Der Emerson Geschäftsbereich Emerson Network Power soll künftig Vertiv heißen und eigenständig werden. (Bild: Oliver Boehmer - bluedesign/Fotolia.com)

Emerson hat gestern gemeldet, seine erste Registrierungserklärung auf dem Formblatt 10 bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) eingereicht zu haben. Die Erklärung steht im Zusammenhang mit der Absicht des Unternehmens, seinen Geschäftsbereich Network Power auszugliedern. Der neue Bereich wird die Bezeichnung Vertiv tragen.

In der Einreichung kündigt Emerson an, 100 Prozent der ausstehenden Stammaktien von Vertiv über eine steuerfreie Verteilung an die Aktionäre ausgliedern zu wollen. Dies ist ein wichtiger Schritt in einem Prozess, der voraussichtlich bis zum 30. September 2016 vollständig abgeschlossen sein wird.

Sie steht noch unter dem Vorbehalt bestimmter Bedingungen, darunter die endgültige Genehmigung durch das Board of Directors von Emerson, der Erhalt einer befürwortenden Stellungnahme im Hinblick auf die Steuerfreiheit der Transaktion und die Wirksamkeit der bei der SEC eingereichten Registrierungserklärung auf Formblatt 10.

Scott Barbour, vormals Executive Vice President von Emerson und Business Leiter von Emerson Network Power, wird President und Chief Executive Officer von Vertiv.
Scott Barbour, vormals Executive Vice President von Emerson und Business Leiter von Emerson Network Power, wird President und Chief Executive Officer von Vertiv. (Bild: Youtube/Emerson)

Scott Barbour, vormals Executive Vice President von Emerson und Business Leader von Emerson Network Power, wird zum President und Chief Executive Officer von Vertiv berufen. Er sagt: „Die Jahre mit Emerson haben uns eine wichtige Basis für die Gründung und das Wachstum von Vertiv als unabhängiges Unternehmen verschafft. Unser Team freut sich darauf, sich auf unsere Kernkompetenzen zu konzentrieren, unsere weltweite Kundenbasis auszubauen, unsere branchenführenden Positionen zu stärken und Mehrwert für unsere künftigen Aktionäre zu schaffen.“

Emerson Network Power, künftig Vertiv, bietet ein umfangreiches Produktsortiment in den Bereichen Strom- und Wärme-Management sowie Lifecycle-Management-Services und -Lösungen zur Bereitstellung, Betreuung und Optimierung dieser Produkte. Dazu kommen Infrastrukturverwaltungs-, Überwachungs-, Steuerungs- und Software-Angebote für kritische Anwendungen seiner Kunden bereit. Zu den Markten des Unternehmens gehören Liebert, Asco, Chloride, Netsure und Trellis.

Nach US-Berichten verliert Vertiv Co., das in Columbus, Ohio, beheimatet ist und weltweit rund 19.000 Mitarbeiter beschäftigt, an Einkünften. So ging das Netto-Einkommen 2015 um etwa 61,8 Million Dollar auf 4,45 Milliarden zurück. Im ersten Quartal dieses Jahres reduzierten sich die Netto-Einnahmen um rund 7 Prozent auf 1,05 Milliarden Dollar.

Zu Beginn dieser Woche habe es zudem Gerüchte gegeben, nach denen die Siemens AG Interesse an einem Kauf gehabt hätte. Im Gespräch sei ein Übernahmeangebot in Höhe von 4 Milliarden Dollar gewesen. (siehe etwa: St. Louis Business Journal)

Emerson-Chairman und Chief Executive Officer David N. Farr sagt nun: „Die Ausgliederung von Vertiv wird den Fokus von Emerson auf die stark wachsenden Märkte stärken, während sich Vertiv als branchenführendes börsennotiertes Unternehmen unter der starken Leitung von Scott Barbour etablieren wird.“

Die Einreichung von Formblatt 10 enthält Angaben zum Geschäft von Vertiv sowie Jahresabschlüsse für die zurückliegenden Geschäftsjahre, die jeweils am 30. September 2013, 2014 und 2015 endeten. Vertiv wird als Segment von Emerson weitergeführt, bis die Trennung abgeschlossen ist.

Spätere Änderungen an Formblatt 10 werden voraussichtlich sowohl in Verbindung mit der Prüfung durch die SEC eingereicht als auch dann, wenn die Finanzierung sowie weitere Entscheidungen erfolgen. Mit der Erklärung zur Wirksamkeit der SEC wird erst kurz vor dem Datum der Trennung gerechnet.

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