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Neue offene Server-Plattform von AMD AMD startet mit Open 3.0 Server-Komponenten

| Redakteur: Wilfried Platten

Die Fließbänder bei AMD spucken die ersten Mainboards aus, die nach "Open 3.0" spezifiziert sind. Diese Spezifikation wurde im Mai 2012 vorgestellt, und im Januar 2013 die ersten Demo-Systeme gezeigt.

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AMD Open Board (Tyan); die Spezifikation Open 3.0 soll die Server-Entwicklung beschleunigen.
AMD Open Board (Tyan); die Spezifikation Open 3.0 soll die Server-Entwicklung beschleunigen.
(Bild: AMD)

Es ist soweit: genau ein Jahr, nachdem AMD Open 3.0 als Entwurf für eine modulare, auf offenen Standards aufsetzende Server-Plattform präsentiert hat, werden die ersten System-Bauteile in Serie produziert. Sie sind in Partnerprodukten, etwa von Tyan, oder über Distributoren wie Avnet erhältlich. Open 3.0 ist Teil des "Open Compute"-Projekts von AMD.

Befeuert werden die Motherboards von zwei AMD-Prozessoren "Opteron 6300". Die jeweils zwölf Speicherbänke gestatten bis zu 384 Gigabyte DDR3 DRAM. Zusätzlich bieten sie sechs SATA-Ports (Serial ATA), einen Ethernet-NIC, bis zu vier PCI Express Erweiterungs-Slots, einen seriellen Anschluss, zwei USB-Ports und einen Mezzanine Connector. Mit ihren Abmessungen von 16 x 16,7 Zoll sind sie für den Einbau in 19-Zoll-Systeme geeignet und passen in Server mit einfacher Bauhöhe (1U), und anderthalb (1,5U), zwei (2U) oder drei (3U) Höheneinheiten.

Verzicht auf Features

Open-3.0-Boards passen sowohl in 1-U-Server als auch in Rechner mit 3 Höheneinheiten, hier vom Partner Quanta.
Open-3.0-Boards passen sowohl in 1-U-Server als auch in Rechner mit 3 Höheneinheiten, hier vom Partner Quanta.
(Bild: AMD)
Größter Vorteil soll die drastisch reduzierte TCO (Total Cost of Ownership) sein. AMD spricht von Einsparungen 57 Prozent verglichen mit ähnlichen OEM-Servern, ohne diese allerdings zu benennen.

Das Ziel von Open 3.0 ist die Entwicklung und Bereitstellung eines vereinfachten Motherboard-Designs als gemeinsame Basis für verschiedenste Anwendungsszenarien wie High-Performance-Computing (HPC), Virtual DesktopInfrastructure (VDI), Cloud und Storage. Es verzichtet bewusst auf so einige Features traditioneller Server, die als überdimensioniert angesehen werden. Zu den Open 3.0 Partnern gehören unter anderem Broadcom, Mellanox, Quanta und ZT Systems.

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