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AWS eröffnet Cloud-Standort in Deutschland – Kärcher, Burda Media, und Talanx ziehen ein Amazon Web Services bezieht zwei Rechenzentren in Frankfurt

| Autor: Ulrike Ostler

Seit Donnerstag 15:00 Uhr ist die AWS-Cloud, made in Frankfurt live. Damit bietet Amazon Web Services in der EU zwei weitere Verfügbarkeitszonen an, beziehungsweise neben Irland einen zweiten Standort, den elften weltweit. „Überrascht Sie dieser Schritt?“, fragt Martin Geier, Managing Director von AWS Deutschland. DataCenter-Insider fragt: Was halten Kunden davon?

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Amazon Web-Services (AWS) erweitert seine EU-Region um einen neuen Standort mit zwei Verfügbarkeitszonen.
Amazon Web-Services (AWS) erweitert seine EU-Region um einen neuen Standort mit zwei Verfügbarkeitszonen.
(Bild: AWS)

Mit der Ankündigung auch gleich in vollem Umfang verfügbar – das überrascht an der AWS-Veröffentlichung schon. Die Amazon.com-Tochter hat heute die Eröffnung einer weiteren AWS-EU-Region bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um die elfte weltweit beziehungsweise zweite Region innerhalb der Europäischen Union (EU). Die andere befindet sich in Irland.

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Entwickler und Unternehmen können AWS über die neue Frankfurt-Region seit Donnerstag für folgende Dienste nutzen:

  • Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2),
  • Amazon Elastic Block Store (Amazon EBS),
  • Amazon Simple Storage Service (Amazon S3),
  • Amazon Glacier,
  • Amazon Relational Database Service (Amazon RDS),
  • Amazon Redshift, AWS OpsWorks,
  • Amazon DynamoDB,
  • Amazon Kinesis,
  • AWS CloudHSM,
  • Amazon Elastic MapReduce (Amazon EMR),
  • Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC),
  • AWS Direct Connect,
  • Amazon CloudSearch,
  • Amazon CloudWatch,
  • AWS Elastic Beanstalk,
  • AWS CloudFormation,
  • AWS CloudTrail,
  • AWS Storage Gateway,
  • AWS Identity and Access Management (IAM),
  • Amazon Simple Queue Service (Amazon SQS),
  • Amazon Simple Notification Service (Amazon SNS),
  • Amazon Simple Workflow (SWF),
  • Auto Scaling, Elastic Load Balancing.

Link zu jedem dieser Dienste und die jeweiligen Preise

Außerdem sind eine Reihe von ISV-Technologien ab heute in der neuen AWS EU (Frankfurt) Region verfügbar, unter anderem von: Canonical, Red Hat, SUSE, Trend Micro, Twilio, Acquia, Apigee, Bitnami, Esri, Infor, SAP und Siemens.

Doch den Schritt zum Aufbau eigener Rechenzentren im wirtschaftlich starken Deutschland erscheint fast zwangsläufig. Hiesige Unternehmen drängen nach der NSA-Affäre auf die Einhaltung deutscher Sicherheits- und Compliance-Standards, wechseln zu deutschen oder zumindest europäischen Anbietern, interessieren sich eher für private-Cloud-Angebote und sichere Leitungen. Das zwingt selbst Cloud-Anbieter wie Salesforce.com sich hiesige Partner zu suchen, in diesem Fall T-Systems, obwohl das Unternehmen fast schon gebetsmühlenartig wiederholt hat, dass es vollkommen ausreiche, Infrastruktur in Übersee bereit zu halten.

Nutzten Kunden nun ausschließlich die EU-Verfügbarkeitszonen, hätten sie die Gewissheit, dass ihre Inhalte innerhalb der von ihnen gewählten Region verblieben, so AWS-Landeschef Geier. Er erläutert zudem, dass hierzulande zudem strenge Compliance-Standards wie ISO 27001, SOC 1, 2, 3 (ehemals SAS 70), PCI DSS Level 1, wichtig für Unternehmen, die mit Kreditkarten hantieren, erfüllt werden.

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin, DataCenter-Insider