Auf der „HPE Discover 2023“, die in dieser Woche in Las Vegas stattfindet, steht wieder „Greenlake“ im Zentrum. Der Hersteller stockt seine Palette an As-a-Service-Lösungen für die hybride Cloud weiter auf. Neu sind unter anderem eine erweiterte Kooperation mit AWS sowie eine eigene KI-Cloud.
Weiter auf dem „Greenlake“-Pfad: HPE baut das As-a-Service-Angebot für die hybride Cloud weiter aus, etwa in Kooperation mit Red Hat, VMware und Equinix.
(Bild: Andrew Mayovskyy - stock.adobe.com)
Vor fünf Jahren gab Anotonio Neri, seinerzeit noch neu in der Position als CEO von HPE, den Startschuss für den Hybrid-Cloud-Service Greenlake, der inzwischen eine Vielzahl von Services umfasst, die von Edge-Standorten über die Private Cloud bis hin zur Public Cloud reichen. Mehr als 65.000 Kunden weltweit und über zwei Millionen vernetzter Geräte, die über die Plattform verwaltet werden, gibt das Unternehmen an.
Antonio Neri, President und CEO von HPE, bei seiner Keynote auf der Hausmesse und -Konferenz „HPE Discover 2023“ in Las Vegas.
(Bild: HPE)
Auf der Discover 2023 in Las Vegas verkündet HPE den weiteren Ausbau von Greenlake in alle Richtungen und setzt damit einen Kurs fort, den Neri als Erfolgsgeschichte sieht: „HPE Greenlake ist in dieser neuen Kategorie führend”, so der HPE-CEO, „und heute bauen wir unsere Führungsposition weiter aus, durch die Erweiterung der Reichweite, der Auswahl und der Funktionen unserer Hybrid- und Private-Cloud-Angebote”.
Mit dieser Software werden IT-Infrastruktur, Cloud-Ressourcen und Anwendungen in hybriden Multicloud-Umgebungen überwacht und gesteuert, was vor allem die Nutzung mehrere Cloud-Anbieter erleichtern soll. Die Operations-Management-Lösung von Opsramp soll als eigenständiger Service in die Greenlake-Plattform integriert werden. Sie wird in die Server-, Speicher- und Netzwerklösungen von HPE eingebettet.
HPE und AWS
Weitere Ankündigungen sind eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit AWS in Form neuer Funktionen im Greenlake-Backup- und Restore-Service für die Unterstützung von „Amazon Relational Database Services“ (RDS) und „Amazon Elastic Kubernetes Service Anywhere“, die Bereitstellung des „HPE Nonstop Development Environment“ im „AWS Marketplace“ sowie die Unterstützung von „Amazon EKS auf Greenlake for Private Cloud Enterprise“. Zudem wird HPEs Fraud Risk Management als SaaS-Lösung im AWS Marketplace angeboten. „HPE Greenlake for Private Cloud Enterprise“ bekommt zudem eine erweiterte Unterstützung für den Einsatz von „Red Hats Openshift“-Container-Plattform.
Das jüngste Private-Cloud-Angebot ist „HPE Greenlake for Private Cloud Business Edition“. Die Lösung soll den mittel einer übergreifenden SaaS-basierten Management-Konsole den Betrieb von VMs in der Private Cloud und anderen Teilen der Hybrid Cloud vereinfachen. Für die „VMware Cloud Foundation“ stellt HPE über Greenlake vorkonfigurierte und getestete Cloud-Module mit nutzungsabhängiger Bezahlung bereit.
Wer das Greenlake-Private-Cloud-Portfolio von HPE nicht im eigenen Datacenter nutzen kann oder will, der kann das ab August stattdessen in „Equinix International Business Exchange Data Centers“ tun. HPE Greenlake for Private Cloud Enterprise und HPE Greenlake for Private Cloud Business Edition werden dann provisioniert in verschiedenen Metro-Gebieten des Co-Location-Anbieters zur Verfügung stehen, darunter auch Frankfurt.
AI Cloud für Large Language Models
Geht es um große KI-Sprachmodelle, dann denkt man zunächst an US-Produkte wie „ChatGPT“ von OpenAI oder „Google Bard“. HPE hat sich als ersten Partner für das auf der Discover angekündigte „Greenlake for Large Language Models“ (LLMs) den deutschen KI-Startup Aleph Alpha ausgesucht, später sollen weitere KI-Angebote folgen. Bereits auf der Hannover Messe hatte HPE eine Beispielanwendung für eine vereinfachte Wartung von Robotern mit Hilfe des „Luminous“-Modells von Aleph Alpha gezeigt (siehe auch: Webinar-Aufzeichnung „Der Wert einer dezentralen Infrastruktur & den Einsatz von Generativer KI; Von Edge to Cloud - wie steht es um Ihr Daten-Mangement?“).
HPE Greenlake for LLMs nutzt als Hardware-Komponente die im November 2022 vorgestellten Supercomputer der „Cray-XD“-Serie mit „H100-Tensor-Core“-GPUs von Nvidia. Luminous, das vortrainierte große KI-Modell von Aleph Alpha wird in verschiedenen Sprachen angeboten, darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Die Kunden können für das weitere Training und Tuning ihre eigenen Daten verwenden.
Stand: 08.12.2025
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Nachhaltigkeit ist auch auf der Discover ein Thema. So soll die neue KI-Cloud von HPE in einem Datacenter laufen, das fast komplett mit erneuerbarer Energie arbeitet.
(Bild: HPE)
Zudem stellt HPE weitere Tools für Machine Learning und das Data Management zur Verfügung und die Kunden haben natürlich die Option Open-Source-Modell zu verwenden. Der Service soll in Co-Location-Rechenzentren laufen. Den Anfang macht dabei Qscale für die nordamerikanische Region mit einem Datacenter in Kanada, das fast komplett mit erneuerbarer Energie arbeitet. In Europa soll der Service im kommenden Jahr starten.
Zusätzlich erweitert HPE sein KI-Angebot durch ein neues Portfolio aus KI-Inferencing-Lösungen, die auf „Proliant-Gen11“-Servern laufen werden. Hier stehen als GPU-Optionen Nvidias H100, „L4“ und „L40“ bereit.
Netzwerk als Greenlake-Service
HPE Aruba baut das Network-as-Service-Portfolio weiter aus und kündigt auf der HPE-Konferenz an, die Datacenter-Switches der Serien „CX 8000“, „CX 9000“ und „CX 10000“ als Service anzubieten. Die Service-Packs mit drei oder fünf Jahren Laufzeit umfassen die Hardware, Software-Lizenzen, „HPE Aruba Networking Central“ als Management-Software sowie Support. Das Angebot startet später in diesem Jahr.