Workshop: Linux als Storage-Server, Teil 2

Zentraler Netzspeicher auf Open-Source-Basis: Samba Shares

21.06.2010 | Redakteur: Ulrich Roderer

Redhat Enterprise Linux liefert auch für NFS-Freigaben ein grafisches Konfigurationswerkzeug mit
Redhat Enterprise Linux liefert auch für NFS-Freigaben ein grafisches Konfigurationswerkzeug mit

Linux eignet sich nicht nur als Speicherserver für Unix-Umgebungen, sondern beherrscht dank Samba auch das Bereitstellen von Speichershares für Windows Systeme. Dieser Beitrag zeigt den Umgang mit Samba Shares und der NFS-Konfiguration.

Seit Samba-Version 3.0.28 ist es auch möglich, als normaler Unix-User - also ohne Root-Rechte - Shares im Netz freizugeben. Das geht über so genannte „Persönliche Freigaben“. Fügen Sie dazu den Benutzer, der Freigaben definieren können soll, zur Gruppe „sambashare“ hinzu. Öffnen Sie dann die Datei smb.conf und tragen Sie in der Sektion „Global“ die Zeile

usershare path = /var/cache/samba/usershares

unter RHEL beziehungsweise

usershare path = /var/lib/samba/usershares

unter Ubuntu ein. Überprüfen Sie anschließend, dass die genannten Usershare-Verzeichnisse existieren und dass sie Root und der Gruppe gehören, deren Mitglieder Shares freigeben sollen, zum Beispiel so:

chown root:sambashare /var/lib/samba/usershares

Die Zugriffsrechte auf den Ordner sollten so aussehen, dass der Eigentümer des Folders und die Gruppe vollen Zugriff erhalten, kein Zugriff für andere existiert und das Sticky-Bit gesetzt ist, das besagt, dass Dateien in dem Verzeichnis nur von ihren Eigentümern umbenannt oder gelöscht werden können. Das geht beispielsweise über den Befehl

chmod 01770 /var/lib/samba/usershares

Legen Sie jetzt in der smb.conf noch fest, wie viele Usershares das System zulassen soll. Der Eintrag

usershare max shares = 100

in der „Global“-Sektion beschränkt die Zahl der Shares beispielsweise auf hundert. Starten Sie Samba jetzt neu.

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