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7500 Quadratmeter Server-Fläche und mehr als 17 Megawatt Verbrauch Zenium baut RZ-Kapazität in Frankfurt aus

| Autor: Ludger Schmitz

Frankfurt baut seine Position als IT-Hauptstadt Deutschlands weiter aus. Ein illustres Beispiel liefert der gerade begonnene Neubau des dortigen zweiten Colocation-Rechenzentrums von Zenium.

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Eine Straßenfront des künftigen Rechenzentrums Frankfurt Two von Zenium
Eine Straßenfront des künftigen Rechenzentrums Frankfurt Two von Zenium
(Bild: Zenium)

Frankfurt am Main ist anderen deutschen Städten voraus. Um Millisekunden. Das reicht, um für große Rechenzentren von Cloud-Providern oder multinationalen Konzernen der entscheidende Standortvorteil zu sein. Die Stadt mit dem weltgrößten Internet-Knoten DE-CIX. Dass die Preise für geeignete Bauflächen inzwischen in die Höhe gegangen sind, ist zweitrangig. Da halten es die RZ-Planer eben genau so. So zieht der Colocation-Anbieter Zenium Technology Partners in Frankfurts nordwestlichem Stadtteil Sossenheim ein fünfstöckiges RZ-Gebäude hoch.

Eins, zwei, viele Rechenzentren

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„Frankfurt Two“ wird direkt neben dem erst 2015 eröffneten Rechenzentrum „Frankfurt One“ von Zenium entstehen, ebenfalls ein fünfstöckiges Gebäude, aber deutlich kleiner. Das neue Rechenzentrum wird rund 36.000 Quadratmeter IT-Fläche bieten, auf jeder Ebene geteilt in zwei „Suiten“, die sich auch zusammenlegen oder weiter unterteilen lassen.

Vor jeder dieser Suiten sind an den Längsseiten des rechteckigen Gebäudes, nach außen optisch versteckt, die Geräte der adiabatischen Kühlung. An den beiden Stirnseiten befindet sich die redundante, räumlich getrennte Stromversorgung der Etagen. In den Ecken des Gebäudes gibt es Räumlichkeiten für Administratoren oder andere Zwecke der Kunden.

Wiederholt redundant

Das Gebäude ist auf einen Verbrauch von 17,6 Megawatt rein für die IT ausgelegt. Es ist an zwei unabhängige Umspannwerke mit 110 kV angeschlossen. Im Keller ist ein redundantes Umspannwerk mit eigenen 20-kV-Verteilungen, die wiederum redundant zu den Verteilern auf Etagenebene und zu den Suiten führen. Auf dem Dach stehen Generatoren, die im Verbund mit der USV 48 Stunden Betriebsautonomie bei voller Last sicherstellen sollen. Diese Ausstattung erfüllt die Tier-III+-Spezifikation.

Jede Suite bietet bei drei Metern Deckenhöhe Platz für 20 Rack-Reihen, wobei es eine Einhausung der Warmgänge gibt. Alle Zuleitungen zu den Racks sind von oben geführt. Die Suites sind komplett ummantelt. Denn in ihnen – und in den USV-Suiten – gibt es nicht nur ein dreistufiges Branderkennungssystem, sondern auch eine Gaslöschanlage.

Carrier-neutrale Anbindung

Über eine ringförmige Netztopologie erfolgt, ebenfalls redundant, die Datenanbindung. Zenium ist Carrier-neutral und bietet Konnektivität zum Beispiel zu BT, Colt, Cogent, euNetworks, Level 3, Versatel, Verizon und Deutsche Telekom.

Die Anlage ist hoch umzäunt, videoüberwacht und hat eine Fahrzeugsperre. Die Personenschleusen werden auf Wunsch mit biometrischen Lesegeräten ausgestattet. Der Sicherheitsdienst und das Gebäudemanagement, beide von Zenium, arbeiten rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres. Das Rechenzentrum soll die ISO-Normen 14001 (Umweltmanagement), 27001 (Informationssicherheits-Management), 9001 (Qualitätsmanagement) und 50001 (Energiemanagement) erfüllen.

In 15 Monaten fertig - schon 40 Prozent gebucht

Die Fertigstellung ist für Mitte nächsten Jahres vorgesehen. Der erste, unbekannte Mieter ist schon da. Er wird allein sieben Megawatt RZ-Leistung in Anspruch nehmen. Frankfurt Two wird das siebte Rechenzentrum, das Zenium in den letzten zwei Jahren in Europa gebaut oder angekündigt hat.

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Über den Autor

 Ludger Schmitz

Ludger Schmitz

Freiberuflicher Journalist