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Warum Monitoring die Datacenter-Effizienz steigert

| Autor / Redakteur: Simon Federle* / Ulrike Ostler

"DCM Agent" von RZ-Products benötigt eine Höheneinheit und weiß über Messstellen mit sämtlichen Bereichen und Komponenten Bescheid.
"DCM Agent" von RZ-Products benötigt eine Höheneinheit und weiß über Messstellen mit sämtlichen Bereichen und Komponenten Bescheid. (Bild: Datacenter Group)

Die Gleichung funktioniert nicht wirklich: Alarm im Rechenzentrum bedeutet akuten Handlungsbedarf, kein Alarm bedeutet keinen Handlungsbedarf. Das ist zu vielen Rechenzentrumsbetreibern noch immer nicht richtig klar. Aber wie geht´s besser?

Eher gilt, auch wenn das Rechenzentrum gerade nicht angegriffen wird oder brennt, arbeitet es deswegen nicht zwangsläufig im bestmöglichen Betrieb. Nicht umsonst gehört zu den Kernherausforderungen in Rechenzentren neben Sicherheit und Verfügbarkeit auch die Effizienz. Durch ein übergreifendes Monitoring kann ein Rechenzentrum aber überhaupt erst effizient und strategisch betrieben werden.

Die gesammelten Informationen helfen Managern aus den Bereichen IT, Facility und Finanzen gleichermaßen zu handeln. Sie können vorhersehbare Störungen, erhöhten Energieverbrauch und unnötige Kosten vermeiden. Mit einigen Tools, kann dieses Monitoring problemlos, transparent und von überall betrieben werden. RZ Products beispielsweise gibt mit „DC-Monitoring“ Datacenter-Verantwortlichen ein solches Produkt an die Hand. Das Unternehmen ist eine der fünf Töchter der international agierenden Datacenter Group.

Was muss es können, dieses Monitoring? Einfach muss es sein und übersichtlich. Die angezeigten Daten und Informationen sollten aufbereitet sein, zum einen so, dass sie auf einen Blick erkennbar sind, zum anderen so, dass sie zeigen, was sie jeweils für das Rechenzentrum bedeuten beziehungsweise welche Folgen sich aus ihnen ergeben können und werden. Schließlich sollten die Benutzer auch mobil einen Überblick bewahren können und nicht nur alarmiert werden, wenn es zu spät ist.

Ein Datacenter-Monitoring muss mit den Gerätenim Rechenzentrum kommunizieren können. Nur so lassen sich adäquate Leistungswerte bestimmen, analysieren und visualisieren.
Ein Datacenter-Monitoring muss mit den Gerätenim Rechenzentrum kommunizieren können. Nur so lassen sich adäquate Leistungswerte bestimmen, analysieren und visualisieren. (Bild: Datacenter Group)

Wozu genau Monitoring?

Den vermeintlichen Aufwand des Monitorings rechtfertigt ein Schlagwort: Gewährleistung. Der sichere und wirtschaftliche Betrieb des Rechenzentrums wird durch Monitoring gewährleistet. Vorausgesetzt die Architektur der Überwachung ist an die des Rechenzentrums angepasst. Das bedeutet Flexibilität, Schnittstellenkommunikation und Integrationsmöglichkeit bei bestehenden Anlagen sowie Messtechniken.

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Nur wenn die Monitoring-Lösung mit den entsprechenden Geräten kommunizieren kann, können die Leistungswerte des Rechenzentrums analysiert und visualisiert werden. Diese sichtbar gemachten energetischen Kennzahlen können dazu genutzt werden, die Betriebsabläufe im Rechenzentrum zu verbessern. So steigert die konstante Analyse, Überwachung und Auswertung der relevanten Betriebsdaten die Verfügbarkeit und Effizienz der IT-Infrastruktur. Mehr Monitoring schafft Mehrwert.

Zu kalt - ein Beispiel

Ein Beispiel dazu: Bei einer gezielten Analyse wird deutlich, dass die Leistungsaufnahme der Kälte-Erzeugungsanlage trotz sehr geringer Außenlufttemperatur extrem hoch ist. Jedoch ist diese Art der Kälte-Erzeugung bei niedrigen Außenlufttemperaturen nicht notwendig. Eigentlich sollte die indirekte freie Kühlung arbeiten.

Diese ineffiziente Anlagenfahrweise bliebe ohne Monitoring unbemerkt, da sie schlichtweg weder gemessen noch visualisiert würde. Durch das kontinuierliche Monitoring sind Betreiber in der Lage, die Fahrweise und das Zusammenwirken von Datacenter-Infrastrukturkomponenten in Hinblick auf Betriebs- und Lebenszykluskosten zu verbessern. Mit oftmals geringfügigen Mitteln kann eine signifikante Erhöhung der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit eines Rechenzentrums gewährleistetet werden.

Auf diese Weise werden die Monitoring-Tools von RZ-Products in die RZ-Infrastruktur eingebunden.
Auf diese Weise werden die Monitoring-Tools von RZ-Products in die RZ-Infrastruktur eingebunden. (Bild: Datacenter Group)

Agent und Delivery

Ein Tool wie DC-Monitoring sollte mehrere, sich ergänzenden Lösungen vereinen: Es sollten sich Praxiserfahrung und der Kenntnis über Lebenszyklus und Funktionsweise von Rechenzentren verbinden und bedarfsgerechte Werkzeuge für die einzelnen Phasen der Effizienzsteigerung anbieten. Im Idealfall bewerten sie nicht nur punktuell verschiedene Anlagen oder Einzelkomponenten, sondern analysieren übergreifend und dauerhaft alle Infrastrukturen wie Temperatur, Klima-Anlage, USV oder PDUs. Schließlich visualisieren sie die Datenmengen und benachrichtigen gegebenenfalls die zuständigen Mitarbeiter. So wird schnell deutlich, wo und welches Potenzial in eigenen Ressourcen steckt oder wie das Rechenzentrum sicherer und wirtschaftlicher betrieben werden kann.

Eine dieser Teilwerkzeuge von DC-Monitoring ist der „DCM Agent“. Er kommuniziert auf kleinstem Raum – einer Höheneinheit – über Messstellen mit sämtlichen Bereichen und Komponenten. Er kann die Funktions- und Betriebsinformationsdaten der gesamten im Rechenzentrum verbauten IT-Infrastruktur lesen und sammeln.

Durch definierte Eigenschaften vergleicht und bewertet der Agent dann Ist- und Soll-Werte. Sollten relative Luftfeuchtigkeit, Wassereintritt, Brand-, Rauch- oder Bewegungsmeldungen oder Auffälligkeiten bei Temperatur, Zutrittskontrolle und Stromüberwachung auftreten, sendet DCM Agent eine Störungsmeldung per E-Mail oder SMS an den Kunden oder an das Network Operation Center (NOC).

In einer weiteren Ausbaustufe übermittelt das Tool die relevanten Daten an „DCM Delivery“. Betriebs- und Anlagendaten werden per Standard-Browser transparent, vergleich- und somit interpretierbar. Da DC-Monitoring eine Browser-basiert ist, können Betreiber von Rechenzentren via Internet jederzeit auf das System zugreifen.

* Simon Federle ist freier Journalist.

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