Im Test: Netzwerküberwachung mit Zenoss Core

Voller Durchblick bei geringem Aufwand

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Reporting

An gleicher Stelle finden sich auch die Reports. Letztere arbeiten nach Geräten, Events, Grafiken, Leistung, Benutzern und ähnlichem. Definiert ein Administrator einen Report, so muss er ihm zunächst einen Namen geben, dann das oder die betroffenen Devices definieren, die einzubindenden Komponenten – wie etwa Speicherlösungen – angeben, die Grafiken einrichten und festlegen, wie oft der Bericht durchgeführt werden soll (stündlich bis jährlich).

Auf Wunsch lassen sich auch druckbare Berichte erzeugen. Auf diese Weise stellen die zuständigen Mitarbeiter beispielsweise Reports zusammen, die die Auslastung aller Festplatten im Netz im Auge behalten.

Das „Management“-Menü dient schließlich zum Verwalten des Zenoss-Systems. Hier können Bedarf manuell Geräte hinzugefügt werden (nach Name oder IP-Adresse, SNMP-String, Klasse, Kommunikationsport, Windows-Zugangskonto und ähnlichem). Außerdem ist es möglich, sich einen Überblick über die MIBs zu verschaffen, die Collector-Server zu verwalten (mit Leistungsgrafiken, Abfrageintervallen, der Zahl der Ping-Versuche und so weiter) oder Einstellungen für die Alerts zu verwendenden SMTP-Server, dem Google-Maps-API-Key und ähnlichem vorzunehmen.

Außerdem lassen sich hier Befehle einsehen und definieren (Ping, Snmpwalk, Traceroute, etc.), Benutzer und Gruppen anlegen und verwalten (mit Zugriffsrechten und so weiter) sowie die bereits genannten Zenpacks zum Überwachen von Anwendungen anlegen, installieren, löschen und exportieren.

Konfigurationsoptionen für die Menüs, Portlets (mit Rechtevergabe an bestimmte Benutzerkonten) und Dämons (mit Funktionen zum Starten und Stoppen) schließen gemeinsam mit einem Backup-Feature (für die gesammelten Informationen und Events) und einem Update-Dialog mit Versionsinfo den Bereich der Einstellungen ab. Die Event-Manager-Konfiguration dient schließlich zum Verwalten der Datenbankverbindung, der Cache-Settings, der von Events ausgelösten Befehle und ähnlicher Faktoren.

Fazit

Zenoss Core stellt eine sehr leistungsfähige Open-Source-Lösung mit vielen nützlichen Funktionen dar. Sie bietet praktisch alles, was eine IT-Abteilung zum Überwachen ihrer Netzwerke braucht und lässt sich leicht einrichten und administrieren. Einen besonders positiven Eindruck hinterlässt die automatische Bewertung der Events. Das Produkt spart sich zudem aufgrund der Überwachungsmethoden SNMP, SSH und WMI den Einsatz von Agenten auf den einzelnen Rechnern, was den Konfigurationsaufwand gering hält. Somit bleiben nur wenige Wünsche offen.

Vor allem ist zu hoffen, dass der Hersteller in der nächsten Version etwas tut, um die Stabilität der aktuellen Produktversion wieder zu verbessern. Unter dem Strich gilt Zenoss aber trotz mancher Fehler - nicht zuletzt wegen der dem System zugrundeliegenden zentralen MySQL-Datenbank - als gute Lösung zum Netzwerkmonitoring, die in vielen Bereichen Verwendung finden kann und die Administratoren auf jeden Fall im Auge behalten sollten.

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