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Einrichten von virtuellen Maschinen
Das Einrichten von virtuellen Maschinen erfolgt, wie auch die Integration des Hosts, mit Hilfe von Assistenten. Zu den hierbei abgefragten Parametern zählen beispielweise die Einstellungen für die CPUs, dem Arbeitsspeicher, der Netzwerkanbindung oder dem Plattenplatz der virtuellen Maschine. Ferner gehören dazu die Spezifikationen der Kommunikationsports, der Floppy oder etwa IDE- und DVD-Laufwerke. Diese Parameter dienen später als Grundlage für die virtuelle Maschine. Sie sind vergleichbar mit allen gängigen Virtualisierungstools. Einige dieser Angaben allerdings fallen hierbei aus der Reihe.
So kann beispielsweise die Priorität der CPU-Vergaben für die virtuellen Maschinen in mehreren Stufen eingestellt werden. Virtuelle Maschinen sind außerdem direkt auf einem Host auszuführen oder aber, sie werden in einer Bibliothek gespeichert. Anschließend ist die virtuelle Maschine mit dem Betriebssystem und der Applikation zu versorgen. Dies kann über ein lokales Laufwerk, einer ISO-Datei unter einem Netzwerkpfad oder auch aus der Bibliothek heraus erfolgen. In unserem Test erstellten wir mehrere virtuelle Maschinen mit unterschiedlichen Betriebssystemen. Diese Durchläufe waren logisch und schlüssig. Für die weiteren Bearbeitungsoptionen, wie etwa dem Starten, Stoppen der virtuellen Maschine, dem Erzeugen von Snapshots und ähnlichen Aktionen stehen weitere Aktionsknöpfe und Assistenten bereit.
Verwaltung der VMs des Virtual Server 2005
Der VMM kann neben den virtuellen Maschinen des Hyper-V auch jene des Virtual Server 2005 und ESX-Server von VMware in seine Verwaltung mit einbeziehen. Dieses sollten unsere nächsten Testschritte sein. Die Integration eines vorhandenen Virtual Server 2005 R2 läuft analog, wie jene bei der Integration des Hyper-V. Auch diese Anbindung klappte auf Anhieb.
Anschließend beginnt der VMM, die virtuellen Maschinen des Virtual Server in die eigene Verwaltung zu übernehmen. Die mehr als 70 virtuellen Maschinen in unserem Testszenario waren nach wenigen Minuten in die VMM-Verwaltung überführt. Im weiteren Verlauf lassen sich dann die virtuellen Maschinen auf dem Virtual Server auch aus dem VMM heraus steuern.
Anbindung der VMware Infrastructure
Die dritte und letzte Virtualisierungsplattform, die durch den VMM verwaltet werden kann, ist der VMware ESX-Server bzw. die VMware Infrastructure. Diese Verwaltung passiert unter der Zuhilfenahme des VMware Virtual Centers. Der VMM baut dazu eine Verbindung mit dem Virtual Center auf. Über dessen API erfolgt letztendlich der Zugriff auf die virtuellen Maschinen der ESX-Server. In unserem Testszenario wollten wir nun einen vorbereiteten ESX-Server in unsere Verwaltung miteinbeziehen.
Die Integration erfolgt über einen eigenen Assistenten. Aus dem VMM heraus lassen sich dann der ESX-Server bzw. dessen virtuelle Systeme genauso verwalten, wie es auch für die anderen Virtualisierungslösungen gilt. Die gebotenen Möglichkeiten umfassen jene Basisfunktionen zur Verwaltung, wie etwa das Starten, Stoppen oder Suspendieren einer virtuellen Maschine. Aber auch weitergehende Funktionen, wie beispielsweise vMotion zur Live-Übertragung von virtuellen Maschinen auf andere Rechnersysteme stehen zur Verfügung.
Fazit
Microsoft hat den Virtual Maschine Manager 2008 gegenüber der Version 2007 erheblich erweitert. Dies betrifft in erster Linie die durch ihn verwalteten virtuellen Maschinen. Die neue Version des VMM bezieht, neben den virtuellen Maschinen des Virtual Server 2005 und des Hyper-V, auch jene der VMware Infrastructure in das Management mit ein. Somit lassen sich derzeit alle gängigen Virtualisierungsvarianten außer Xen durch den VMM verwalten. Der Xen-Support soll später folgen.
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