Arbeiten mit dem Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008 (Teil 2)

Universelles Verwaltungstool für virtuelle Server

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Der SQL Server als Verwaltungsdatenbank

Die Ablage der Konfigurationsdaten und -informationen über die virtuellen Maschinen und deren Hosts erfolgt in einer Instanz des SQL Server. Dieser ist in den weiteren Abläufen entweder zu bestimmen oder einzurichten.

Ein weiterer Punkt betrifft die Bibliothek des VMM. In der Bibliothek werden die verwalteten Softwaremodule hinterlegt. Anschließend sind die Kommunikationsports zwischen der Verwaltungskonsole, dem VMM-Server und den lokalen Agenten auf den Hosts zu bestimmen. Sofern man hier keine Änderungen benötigt, können die Voreinstellungen übernommen werden.

Zum Schluss des Setup-Prozesses werden die gewählten Angaben nochmal angezeigt. Nach erfolgter Bestätigung beginnt der eigentliche Kopierprozess, bei dem die Softwaremodule von der DVD auf den lokalen Rechner übertragen werden. In unserem Testszenario war das Setup nach weniger als einer halben Stunde durchgeführt, wobei die genaue Dauer nicht beachtet wurde, da das Setup völlig selbständig durchläuft.

Nach dem Reboot ist der VMM-Server auf dem Rechner eingerichtet. In nächsten Schritt ist die VMM-Verwaltungskonsole zu installieren. Ist dies geschehen fährt der Administrator mit dem Einrichten der VMM-Agenten auf den Hosts fort. Dies kann durch die VMM-Verwaltungskonsole passieren oder aber lokal vorgenommen werden. Assistenten helfen bei der Verteilung der Agenten für die Host-Rechner. Im Test führten wir dies zuerst mit dem vorbereiteten Windows Server 2008, auf dem wir auch die Rolle des Hyper-V aktivierten, durch.

Die Verwaltungskonsole des VMM

Die Verwaltungskonsole des VMM ist mehrgeteilt und orientiert sich an den derzeit anzutreffenden Techniken. Microsoft hat die Konsole in mehrere Fenster und Arbeitsflächen zerlegt. Am linken Rand findet sich die Hauptstruktur, in der Mitte die Detaillierung dazu, rechts sind die Hilfen und Hinweise eingeblendet. Der VMM unterscheidet in den Verwaltungsobjekten nach den Rubriken der Host-Gruppen, der Hosts, der virtuelle Maschinen, der Library und den Jobs. Die Host stellen dabei die physischen Rechner dar, auf denen die virtuellen Maschinen ausgeführt werden. Ein Host wird immer zum Träger von mehreren virtuellen Maschinen werden.

Durch konfigurierbare Filter lassen sich die Anzeigen an die jeweiligen Anforderungen anpassen. Mehrere Einstellungen für die Filter erlauben außerdem eine nutzungsbezogene Anzeige der benötigten Informationen. Den Einstig in die Verwaltung der virtuellen Welt liefert der VMM durch ein Dashboard, das die wichtigsten Objekte gesammelt und zur schnellen Anzeige präsentiert. In diesem Dashboard blendet der VMM auch den Status der bestehenden Hosts, der virtuellen Maschinen, den letzten ausgeführten Veränderungen (den Jobs) und der Bibliothek ein.

Hinzufügen von Hosts

Zu den ersten Verwaltungsaufgaben beim Einrichten einer Virtualisierungsumgebung gehört das Bereitstellen eines Host, der als Ausführumgebung dient. Das Einrichten des Hosts erfolgt, wie nahezu alle weiteren Verwaltungsarbeiten mit Hilfe von Assistenten. Diese fragen in einer Dialogfolge die wichtigsten Parameter für den neu aufzunehmenden Host ab. Hierzu gehören unter anderem die Berechtigungen, die Gruppe, der ein Host angehören soll, Portangaben zur Kommunikation oder der Pfad für die virtuellen Maschinen auf diesem Host.

Da wir im Testszenario die betreffenden Rechnersysteme in die Domäne integrierten, sind hierbei auch keine Probleme auftreten. Die Integration in die Domäne ist zwar nicht zwingend, vereinfacht aber die Arbeit mit dem System. Als Hosts kommen dabei die Virtualisierungslösungen des Hyper-V und Virtual Server in Frage. Die Integration der VMware ESX-Server passiert über einen eigenen Assistenten. Im ersten Schritt packten wir einen vorbereiteten Hyper-V, der als Rolle eines Windows Server 2008 aktiviert wurde, in unsere Verwaltungsstruktur. Diese Integration verlief auf Anhieb ohne Probleme. Bei der Aufnahme eines Host ist dieser auch bereits einer Host Gruppe zuzuweisen. Durch Host Gruppen werden die physischen Rechner in Verwaltungsgruppen zusammengefasst. Diese dienen später auch für die Migration der virtuellen Maschinen mittels Quick Migration.

Der Assistent erzeugt nach dem Durchlauf ein PowerShell-Skript für die gewählten Aktionen. Das Skript führt dann die gewählten Aktionen aus. Dies ist auch unter den Jobs des VMM zu verfolgen. Die Verwendung von PowerShell anstelle einer direkten Ausführung der Aufgaben hat mehrere Vorteile. Zum Einen lassen sich so die Aufgaben besser zerlegen und gruppieren. Desweiteren kann der Administrator diese Skripte auch nehmen, sie verändern oder in einem anderen Kontext laufen lassen. Somit ist es möglich, dass sich der Administrator im Laufe der Zeit eine Sammlung an Skripten für alle Arbeiten mit dem VMM aufbaut. Auch kann ein einmal erzeugtes Skript auf einem Server durch die Änderungen der Serverangaben für weitere Hyper-V-Serversysteme herangezogen werden.

weiter mit: Einrichtung von virtuellen Maschinen

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