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Bei den Grenzwerten für die Sensoren (die unter anderem definieren, bei welchen Temperaturen das System Alarm auslöst), setzen die zuständigen Mitarbeiter nicht nur die zu verwendenden Schwellwerte, sondern können auch automatische Kameraaufzeichnungen aktivieren und Zeitpläne einrichten. Neben Thresholds, die sich auf absolute Werte beziehen (Maximaltemperatur, minimale Feuchtigkeit etc.) bietet das Netbotz-Produkt auch Grenzwerte an, die sich mit der Zunahme oder Abnahme eines Wertes in einem bestimmten Zeitraum befassen, zum Beispiel Temperaturänderungen von mehr als zwei Grad in einer halben Stunde.
Was die Appliance Settings angeht, so liefern diese den Administratoren Befehle zum Backup beziehungsweise Restore der Appliance-Daten (auf Wunsch mit Passwort-Schutz), zum Einstellen der Uhr, zum Hochladen eigener Audio-Clips (zum Beispiel für Warnmeldungen über angeschlossene Lautsprecher), zum Angeben der DNS- und Dyndns-Einstellungen und zum Definieren des Mail-Servers (einschließlich Backup Server). Dazu kommen noch die Einstellungen zu externem Speicher (Windows Share, NFS, USB), zum Infrastrukturmanagement (damit umschreibt der Hersteller die Verwaltung mit Hilfe von APC-Monitoring-Lösungen) und zum IP-Filter. Letzterer legt fest, welche Systeme im Netz zur Appliance eine Verbindung aufbauen dürfen. Unter „License Keys“ aktivieren die Administratoren optionale Funktionen wie SNMP-Crawlers oder auch das Extended Storage System. Die nächsten Punkte dienen zum Festlegen von Angaben zum Standort, der Kontaktadresse und Ähnlichem und zum Definieren des Log-Levels und des Syslog-Servers im Netz.
Die Netzwerkkonfiguration, das Einrichten des Pod-Sharings mit anderen Netbotz-Geräten, die Proxy-Einstellungen sowie die Region-Settings mit Locale, Zeitzone und Vergleichbarem gehören ebenso zum Leistungsumfang der Appliance Settings wie die SNMP-Konfiguration, eine Option zum Importieren eines SSL-Zertifikats und ein Dialog zum Aktualisieren der Firmware. Die Benutzersteuerung und die Web-Server-Konfiguration schließen den Leistungsumfang von Advanced View ab.
Bei den Anwenderkonten unterscheidet das System zwischen den Rechten „None“, „Administrator“, „Application“, „Application with Alert“, „Sensor“ und „Sensor no Camera“. Bei den Web-Server-Einstellungen haben die zuständigen Mitarbeiter Gelegenheit, HTTP- und HTTPS-Verbindungen zuzulassen oder zu sperren und die zu verwendenden Ports anzugeben.
Fazit
Das APC-Produkt konnte im Test durchaus überzeugen. Die Lösung verfügt über eine große Zahl an Alert- und Reporting-Funktionen, viele Sensoren und ein durchdachtes Design. Dank des Pod-Sharings eignet sie sich gleichermaßen für den Einsatz in kleineren bis hin zu sehr großen Umgebungen. Insbesondere Unternehmen, die großen Wert auf Videoüberwachung legen, sollten sich die Netbotz-Appliance näher ansehen, da die Integration der Videofunktionen hier besonders gut gelungen ist. Negativ fiel uns nur auf, dass zur Administration und zum Management der Lösung eine separate Java-Software zum Einsatz kommt, die die Administratoren zunächst auf ihren Systemen installieren müssen. Es wäre wünschenswert, sämtliche Arbeit mit der Appliance ausschließlich über das Web-Interface durchführen zu können.
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