Datenschutzanforderungen befördern offenbar den RZ-Boom in Deutschland

Tata CS eröffnet Rechenzentrum in Frankfurt

| Autor: Ludger Schmitz

(Bild: Tata)

Tata Consultancy Services baut seine Datacenter-Kapazitäten aus. Das Unternehmen geht von steigender Nachfrage in Deutschland aus.

Eigentlich ist Tata Consultancy Services (TCS) erstens bestenfalls noch als indisch-stämmiges Unternehmen zu bezeichnen, weil es längst eine internationale Größe im IT-Markt ist. Zweitens ist es längst nicht mehr nur ein Softwarehaus und auch kein Beratungsunternehmen, sondern ein Anbieter umfassender IT-Services. Und als solches betreibt TCS bereits einige Rechenzentren in Indien, den USA, Großbritannien und Schweden. Jetzt ist ein weiteres in Frankfurt am Main hinzugekommen.

TCS-Lösungen und Public Cloud kombiniert

TCS positioniert das Rechenzentrum als Angebot für „hybride Cloud-Lösungen“ im Bereich Infrastructure beziehungsweise Platform as a Service (IaaS/PaaS). Damit ist aber offenbar nicht eine Kombination aus Kunden-eigener IT und Public Cloud gemeint. Vielmehr gehe es hier um Lösungen, so eine Pressemitteilung, „bei denen eigene Rechenkapazitäten der TCS Enterprise Cloud und Public-Cloud-Lösungen etablierter Anbieter kombiniert werden“. Hinzu kommen branchenspezifische Cloud-Lösungen, basierend auf etablierten TCS-Produkten wie BaNCS für Finanzdienstleister oder vergleichbaren Lösungen für Branchen wie den Einzelhandel, die Fertigungsindustrie und Life Sciences.

Das neue Rechenzentrum sei darauf eingerichtet, „die spezifischen regionalen Bedürfnisse von Geschäftskunden zu erfüllen“, schreibt TCS. Andere Stellen im Text lassen das Motiv für die RZ-Gründung in Frankfurt deutlicher erkennen: Die europäische Datenschutz-Grundverordnung und deren deutsche Umsetzung sowie der Wunsch potenzieller Kunden, dass ihre Daten nur in Deutschland verarbeitet und gespeichert werden.

"Zugeschnitten auf deutsche Standards"

Der Anbieter versichert, sein Rechenzentrum sei „zugeschnitten auf deutsche Standards für Datenschutz und Sicherheit“. Das bekräftigt noch einmal Sapthagiri Chapalapalli, TCS-Chef in Deutschland und Österreich: „Ausschlaggebend für die Wahl Deutschlands als neuen Standort waren die hohen Standards für Datenschutz, die exzellente Infrastruktur und die Nähe zu unseren Kunden.“

Bei TCS lässt sich entsprechend vertraglich festlegen, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden. Das Angebot in Richtung Public Cloud ist herstellerunabhängig. Der Dienstleister verspricht nicht nur eine redundante Auslegung des Betriebs, sondern auch „Transparenz in Bezug auf genutzte Ressourcen und Abrechnung“.

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