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Die Konvergenz der Wolken

Stairway to Heaven – Wege in die hybride Cloud

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Schrittweise in die hybride Cloud

Der Weg in die Hybrid Cloud führt über mehrere Schritte, die im Folgenden erläutert sind.

Ausgangslage: Ein erster Schritt ist der Aufbau einer funktionierenden Private Cloud. Diese muss neben dem Portal zum einfachen Bestellen der angebotenen Services dem Gedanken der Vollautomatisierung und Orchestrierung folgen. Ferner muss neben dem funktionalen Teil auch der operationale Teil vorhanden sein, zu dem Capacity Management, Monitoring und die einfache Anbindung an wichtige IT-Service-Management-Prozesse zählen. Dabei ist wichtig, dass die IT-Service-Management-Prozesse keine bremsende Wirkung auf die Cloud-Einführung und -Nutzung haben.

  • Daten: In einem nächsten Schritt müssen Daten, die in der Public-Cloud verarbeitet werden, klar und eindeutig klassifiziert werden. Diese Klassifizierung beeinflusst maßgeblich, wie die Teile der Public-Cloud genutzt werden können und definiert die spätere Workload-Verteilung. Hier müssen die Verträge des Cloud-Anbieters genau geprüft und mit geltenden Datenschutzgesetzen und internen Compliance-Richtlinien abgeglichen werden.
  • Netzwerk / Anbindung: Je nach Use-Case ist die Frage der Netzwerkanbindung wichtig und muss einer Bewertung im Cloud-Fokus standhalten. Es ist zu prüfen, ob die bestehende Verbindung ausreicht, um den Service aus der Hybrid Cloud in der notwendigen Güte anbieten zu können oder welche Anforderungen der Service selbst in Bezug auf Latenz und Datendurchsatz, Sicherheit der Anbindung und Redundanz an die Netzwerkverbindung stellt. Sollte eine Investition im Bereich der Netzwerkanbindung notwendig werden, muss diese Position in die ROI Berechnung einfließen.
  • Organisation: Es hat sich bewährt, neben den technischen Überlegungen auch organisatorische Belange zu prüfen. Ein klares Bild über beteiligte Personen und Teams hilft, denn hieraus lässt sich ableiten, ob das Vorhaben mit den vorhandenen freien Ressourcen überhaupt möglich ist, das Know-how der Beteiligten ausreicht oder frühzeitig auf externe Hilfe zurückgegriffen werden muss. Mit der Hybrid Cloud wird es zwangsläufig zu Veränderungen im Betrieb kommen, die frühzeitig erkannt, aufgegriffen und zielgerichtet kommuniziert werden müssen. So können die Betroffenen im Vorfeld abgeholt und die Akzeptanz für das hybride Model gesteigert werden.
  • Betrieb: Ziel ist es, eine Wechselwirkung zwischen Private und Public Cloud zu erreichen und so den gewünschten Service zu erbringen. Um eine effektive und zielführende Steuerung zu ermöglichen, ist es notwendig und wichtig, dass beide Seiten über geeignete Managementschnittstellen verfügen. Ein Vendor-LockIn sollte dabei verhindert werden. Eine Möglichkeit der Umsetzung ist die Nutzung eines Cloud Brokers.
  • Workload: Neben der bereits erwähnten Klassifizierung der Daten ist es ebenso wichtig und essenziell den Workload zu bestimmen, da beides das Placement vorgibt. Die Einteilung des Workloads sollte je nach Use-Case erfolgen und mehrere Grade beinhalten. Grad 1 umfasst im Wesentlichen Workloads von Legacy-Systemen, die aufgrund ihrer Anforderungen und ihrer Hardware-Nähe nicht für die Public Cloud geeignet sind. Grad 2 enthält virtualisierte Systeme und Container, für die ein Einsatz in der Cloud durchaus interessant ist. Workloads im dritten Grad umfassen überwiegend „as a Service“ Workloads.

Was bleibt? – Die IT als digitaler Service Broker

Betrachtet man den Markt im Cloud-Umfeld wird deutlich, dass es eine breite Palette an Angeboten gibt, die die Bedürfnisse der Anwender treffen. Sie sind schnell, unkompliziert und relativ einfach zu beziehen und adressieren so die immanenten Anforderungen der Anwender und des Business. Die schnelle Bestellbarkeit und die einfache Verfügbarkeit bergen jedoch für IT-Abteilungen ein nicht zu unterschätzendes Risiko: Schnell können diese ungeplanten und nicht gemanagten Cloud-Umgebungen so verwachsen, dass die IT keine Chance mehr hat, wichtige Services unter Kontrolle zu bringen. Sie kann dann nur noch versuchen, den so entstandenen „Haufen“ irgendwie zu managen.

Das abgebildete Szenario zeigt, inwiefern die IT-Organisation künftig als Cloud Broker auftreten kann.
Das abgebildete Szenario zeigt, inwiefern die IT-Organisation künftig als Cloud Broker auftreten kann.
(Bild: Materna)

Hier ist die IT als proaktiver Dienstleister gefragt. Cloud-Dienste müssen bereits frühzeitig strategisch abgewogen und in das Leistungsportfolio übernommen werden. So kann die IT als Broker für digitale Services auftreten. Dafür müssen Entscheider neben einer validen Cloud-Strategie, einen guten Überblick über potenzielle Cloud-Anbieter, ein klares Verständnis für die Anforderungen der Endanwender sowie ein genaues Bild des Cloud Öko-Systems haben.

Um der Aufgabe gerecht werden zu können, ist eine vollumfängliche Cloud Management Plattform unumgänglich. Die Praxis zeigt, dass diese Plattform in der Lage sein muss, mit der Private Cloud der IT, aber auch mit allen gängigen Public oder Hosted Private Clouds zu sprechen, um Workloads und angebotene Services optimal zu managen. Prinzipiell sollte kein merkbarer Unterschied in der Verwaltung beider Welten zu spüren sein. Ferner muss die Management Lösung die automatische Provisionierung von Cloud Services, ein Self-Service-Portal samt Katalog und Lösungen zur bedarfsgerechten internen Leistungsverrechnung bieten.

* Tom Schmidt ist Senior Consultant und Leiter Competence Center im Umfeld Data Center Automation und Cloud Lifecycle Management bei der Materna GmbH.

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