Im Test: Data Protection Manager 2007 SP1 von microsoft Server-Virtualisierung - Sicherung für virtuelle Gäste

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Virtuelle Maschinen sind schnell erzeugt und in Betrieb zu nehmen. Bei diesen verlockend schnellen Möglichkeiten sollte aber bei der Sicherung nichts versäumt werden. Hierzu erweitert Microsoft mit einem Servicepack seinen Data Protection Manager 2007.

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Durch das Servicepack 1 des Data Protection Manager ist dieser in der Lage auch virtuelle Maschinen zu sichern.
Durch das Servicepack 1 des Data Protection Manager ist dieser in der Lage auch virtuelle Maschinen zu sichern.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Virtualisierung von Servern wird heute vor allem zur Konsolidierung der Rechner eingesetzt. Statt für jede Applikation einen eigenen physischen Rechner zu betreiben, wird dieser kurzerhand in eine virtuelle Umgebung verlagert. Dies macht sie sehr flexibel. Die Bereitstellung eines neuen Servers ist damit keine Angelegenheit von Wochen, sondern von wenigen Minuten.

Die wenigen Schritte, die notwendig sind, lassen sich darüberhinaus auch automatisieren. Zusammen mit dem Windows Server 2008 liefert Microsoft außerdem eine neue Skriptsprache, die PowerShell. Sie weist zu allen neueren Softwaresystemen von Microsoft Schnittstellen auf. Dazu gehört auch der Windows Server 2008, der Hyper-V und der Virtual Machine Manager 2008. Damit kann der Administrator, durch Skripte gesteuert, die virtuellen Maschinen innerhalb kurzer Zeit sehr schnell erzeugen.

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So verlockend Techniken dieser Art auch sind, die virtuellen Maschinen müssen dennoch verwaltet und deren Daten gesichert werden. Denn auch wenn ein virtueller Rechner nur temporär in Betrieb genommen wird, so verändert sich seine Konfigurationen und mitunter die darauf hinterlegten Daten.

Die Backupverfahren

Die heute gängigen Backupverfahren basieren meist auf mehreren Komponenten. Einem zentralen Backupserver zur Verwaltung der Sicherungsläufe und einer zugehörigen Managementkonsole für die Administratoren. Die Konfigurationen der Sicherungsaufträge werden in einer angeschlossenen Datenbank hinterlegt. Auf den zu sichernden Geräten kommen schließlich Agenten zum Einsatz. Diese nehmen vom Verwaltungsserver die Aufträge entgegen und stoßen die Sicherungsläufe an.

Dies ist auch das prinzipielle Vorgehen des Data Protection Manager (DPM), einem Mitglied des System Centers. Ein zentraler und wesentlicher Unterschied allerdings ist die Granularität der zu sichernden Daten und die Sicherungsintervalle. Statt, wie bei den traditionellen Sicherungen üblich, die Sicherungsläufe im Tagesrhythmus anzustoßen, sichert der DPM die Daten in kleineren Intervallen. Wie groß diese sind, lässt sich in der Konfiguration einstellen.

Das kleinste Intervall sind 15 Minuten. Änderungen gibt es auch in der Menge der zu sichernden Daten. Da sich natürlich in 15 Minuten kaum der komplette Datenbestand geändert haben kann, sondern nur kleine Anteile daran, werden auch nur die Änderungen gesichert. Diese Deltasicherung ist damit weitaus schneller und aktueller als eine vollständige Sicherung. Sie verteilt außerdem die Belastung der Netzwerke und Server gleichmäßig und befreit von den Engpässen des Backupfensters.

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