Rechenzentrumskühlung Schneider Electric bringt Chiller-Baureihe für KI-Rechenzentren

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Je dichter die GPU-Cluster, desto heißer das Problem: Mit „Uniflair XCA“ stellt Schneider Electric eine neue Chiller-Baureihe vor, die genau dort ansetzen soll – bei einem Energie-Effizienzverhältnis von bis zu 4,66.

Laut Schneider Electrics ist die Chiller-Baureihe für Rechenzentrumsbetreiber, die auf Liquid Cooling für KI- und Hochleistungsrechnen (HPC) umstellen oder bereits umgestellt haben, gedacht.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
Laut Schneider Electrics ist die Chiller-Baureihe für Rechenzentrumsbetreiber, die auf Liquid Cooling für KI- und Hochleistungsrechnen (HPC) umstellen oder bereits umgestellt haben, gedacht.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Schneider Electric stellt die Chiller-Baureihe „Uniflair XCA“ vor. Die Systeme kombinieren Luftkühlung und freie Kühlung und richten sich an Betreiber hoch verdichteter, flüssigkeitsgekühlter Rechenzentren mit KI-Workloads. Die ersten Geräte hat Schneider bereits ausgeliefert. Sie sind weltweit verfügbar.

Mit zunehmender Verbreitung von GPU-Clustern und Liquid-Cooling-Architekturen benötigen Betreiber Kühlsysteme, die unter wechselnden Lastprofilen stabil laufen, sich an höhere Wassertemperaturen anpassen lassen und freie Kühlung möglichst lange nutzbar machen. Genau hierfür ist Uniflair XCA laut Anbieter gedacht: Rechenzentrumsbetreiber, die auf Liquid Cooling für KI- und Hochleistungsrechnen (HPC) umstellen oder bereits umgestellt haben.

Zwei Varianten, sechs Baugrößen

Die Baureihe besteht aus zwei Modellen: „Uniflair XCAC“ für Luftkühlung und „Uniflair XCAF“ für freie Kühlung.

Beide Modelle nutzen ölfreie Zentrifugalverdichter mit Magnetlager-Technologie, integrierter Drehzahlregelung und einem Sprühverdampfer. Die Linie umfasst sechs Baugrößen mit einer Kälteleistung von 1.200 bis 2.500 Kilowatt.

Das Energie-Effizienzverhältnis (EER) liegt bei bis zu 4,66. Als Kältemittel kommt ein Kältemittel mit sehr niedrigem Treibhauspotenzial (ultra-low GWP) zum Einsatz und das im Einklang mit der EU-F-Gas-Verordnung 2024/573.

Freie Kühlung bis 33 Grad Wasseraustrittstemperatur

Das Modell „Uniflair XCAF“ ist für Wasseraustrittstemperaturen bis 33 Grad Celsius ausgelegt und soll dadurch die Verfügbarkeit freier Kühlung über das Jahr hinweg erhöhen. Der Betriebsbereich reicht von minus 20 bis plus 52 Grad Celsius. In moderaten Klimazonen lasse sich laut Schneider Electric bis zu 60 Prozent Energie gegenüber rein mechanischer Kühlung einsparen.

Ölfreie Verdichter, weniger Wartungsaufwand...

Die Magnetlager-Verdichter kommen ohne Schmierölkreislauf aus. Das soll laut Anbieter Wartungsaufwand, Kontaminationsrisiken und mechanische Verluste reduzieren. Für die Wärmeabfuhr setzt Schneider Electric auf eine Wärmetauscherarchitektur mit Sprühverdampfer und V-förmigen Mikrokanal-Coils, die zugleich Kältemittelfüllmenge und Materialeinsatz senken sollen.

Eine neue Generation großformatiger EC-Ventilatoren soll für mehr Wärmeübertragung und Luftdurchsatz bei geringerer Geräuschentwicklung sorgen. Nach einem Stromausfall soll das System laut Hersteller innerhalb von drei Minuten wieder die volle Betriebsfähigkeit erreichen.

...und eine Software-definierte Steuerung

Neue Firmware-Funktionen sollen den Betrieb in Echtzeit optimieren: Algorithmen für variable Pumpendrehzahlen (etwa Konstantdurchfluss, konstante Spreizung oder konstanter Differenzdruck), eine Ventilator-Modulation für Low-Noise- und Ultra-Low-Noise-Profile sowie Energiemessung und Echtzeit-Durchflussmessung.

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